Welche Partei würdet ihr jetzt Wählen wen Bundestagswahl wäre.?

Das Ergebnis basiert auf 67 Abstimmungen

AFD 31%
Grüne 28%
Linke 17%
FDP 10%
SPD 7%
CDU 4%
NPD 0%

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Linke

DIE LINKE Themen

meiner Meinung nach ist das derzeit die einzige Partei, die man mit gutem Gewissen wählen kann. Die Grünen finde ich auch gut, aber die wähle ich eher bei Landtagswahlen

mein sehnlichster Wunsch : eine Rot-Rot-Grüne Koalition

notfalls könnte ich mich sogar mit ner " Ampelkoaltion " anfreunden

( SPD / FDP / Grüne )

Merkel muss weg !

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Verstaatlichung der Konzerne , 75% Spitzensteuer , Entmilitarisierung ... hört sich ja wirklich gut an. Jedes Land , die eine äußerst Linke Partei an der Macht hatte , ging ganz schnell Berg ab.

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@DavidWayne99
Verstaatlichung der Konzerne , 75% Spitzensteuer , Entmilitarisierung ... hört sich ja wirklich gut an. Jedes Land , die eine äußerst Linke Partei an der Macht hatte , ging ganz schnell Berg ab.

Hast Du Dich mit den Forderungen der Linkspartei jemals auseinandergesetzt? Und hast Du eine Vorstellung, welche Politik in einer Rot-Rot-Grünen Regierungskoalition umgesetzt würde? Anscheinend nicht, denn dann würdest Du nicht so einen Unsinn schreiben.
Die Linke ist keine kommunistische Partei, da verwechselst Du sie mit der DKP (Deutsche Kommunistische Partei) oder der MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei). Die Linke steht im Wesentlichen für die Politik, für die die SPD früher stand und es heute leider nicht mehr tut.
PS: Uruguay wird seit Jahren sozialistisch regiert und ist das Land mit der höchsten Lebensqualität in Lateinamerika.

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@charismaticus

Bekanntlich ist die Lebensqualität in Lateinamerika nicht gerade besonders gut.

Antikapitalismus steht schonmal ganz oben ... Aktien dürfen nur von einem Konzern gekauft werden, sofern man selbst dort arbeitet.

Sie ist nicht wesentlich besser , als eine Kommunistische Partei. Du kannst mir nicht ein Land nennen , bei dem der Kommunismus oder starker Sozialismus funktioniert. Dass ein Jeff Bezos 160 Mrd.- besitzt , und die Arbeiter Menschenunwürdig arbeiten, keine Frage, das sollte schleunigst geändert werden , aber dann sollte sich die GroKo mal zusammen setzen , und mal einen adäquaten Vorschlag unterbreiten um das zu ändern.

Entmilitarisierung steht wohl auch relativ weit oben auf dem Plan der Linken... leider heutzutage keine Möglichkeit , ohne Militär sich zu beweisen. Deshalb halte ich es auch für richtig , die Militärausgaben aufzustocken.

...und die Spitzensteuer von 75% sind wohl auch bekannt , von daher sind alle meine Thesen belegt worden.

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@DavidWayne99
Bekanntlich ist die Lebensqualität in Lateinamerika nicht gerade besonders gut.

Eben drum ist es beeindruckend, dass Uruguay im Vergleich zu vielen anderen Staaten Lateinamerikas so lebenswert ist.

Antikapitalismus steht schonmal ganz oben ... Aktien dürfen nur von einem Konzern gekauft werden, sofern man selbst dort arbeitet.

Es gibt zwar eine antikapitalistische Plattform in der Linkspartei, aber das bedeutet nicht, dass alle bzw. die wichtigen einflussreichen Linken-Politiker Antikapitalisten wären. Wenn Sahra Wagenknechts Buch "Reichtum ohne Gier", in dem diverse politische Forderungen und Ideen enthalten sind, sogar von der wirtschaftsliberalen FAZ eine positive Rezension bekommt, dann zeigt das doch deutlich, dass der "Antikapitalismus" oder "Kommunismus" Vorwurf ein populistisches Totschlagargument ist.

Sie ist nicht wesentlich besser , als eine Kommunistische Partei. Du kannst mir nicht ein Land nennen , bei dem der Kommunismus oder starker Sozialismus funktioniert.

Also erstens will Die Linke ja eben keinen Kommunismus und "starker Sozialismus" ist Definitionssache. Fordert ein wichtiger Linken-Politiker Planwirtschaft? Nein, ganz im Gegenteil, Die Linke hat aus ihrer DDR-Vergangenheit, die mühevoll aufgearbeitet wurde, gelernt, und ist im Gegensatz zu anderen sich "sozialistisch" nennenden Parteien eine Reform-Linke-Partei. Wenn man sich die politischen Forderungen doch im Kern mal anschaut, dann will Die Linke doch nur echte soziale Marktwirtschaft und nicht eine solche, die zwar dieses Etikett trägt, aber mit "sozial" nicht viel zu tun hat. Dass man als Langzeitprojekt eines Tages den Kapitalismus, wie wir ihn heute haben, überwinden will, ist eine andere Sache.

Dass ein Jeff Bezos 160 Mrd.- besitzt , und die Arbeiter Menschenunwürdig arbeiten, keine Frage, das sollte schleunigst geändert werden , aber dann sollte sich die GroKo mal zusammen setzen , und mal einen adäquaten Vorschlag unterbreiten um das zu ändern.

Ja das sollte sie, das passiert aber nun mal einfach nicht. Bei Union, FDP und leider auch der SPD sowie sogar Teilen der Grünen bleibt es leider nur bei schönen Worten, umgesetzt wird aber nichts. Am Ende bleiben Umweltschutz und Sozialstandarts immer auf der Strecke, weil man sich der Wirtschaft beugt. Da gibt es unzählige Beispiele: Schau Dir die Klimaziele an, die jämmerlich verpasst werden. Schau Dir den Diesel-Skandal an, der an sich schon schlimm genug ist, wo aber auch im Nachhinein bisher kaum eine adäquate Reaktion kam. Egal ob der CSU-Verkehrsminister, der der Automobilindustrie nach dem Mund redet, unsere Agrarministerin Klöckner, die dem deutschen Bauernverband nach dem Mund redet... oder sogar SPD-Mann Scholz, der es in der EU nicht gebacken kriegt, den Vorschlag von Macron (der wahrlich kein Linker ist) einer Digitalsteuer zu unterstützen... sorry, aber das ist doch ein Armutszeugnis. Glaubst Du da wirklich noch den Worthülsen? Der Einfluss von Wirtschaftslobbyisten in unsere Politik hat in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Je stärker man die neoliberale Globalisierung ausbaut und Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA, EPA usw. schließt, umso geringer wird der Einfluss für die einzelnen nationalen Regierungen. Das ist ein herber Verlust für unsere parlamentarische Demokratie! Da kann der Bundestag ein Gesetz für z.B. mehr Klimaschutz beschließen, aber es hat für die Praxis keine Relevanz, weil Konzern X vor einem Schiedsgericht dagegen klagen kann. Gab es sogar schon, mit Vattenfall: Die BRD musste Vattenfall Strafzahlungen in Millionenhöhe leisten, weil man ja deren Wachstumszahlen minimiert hätte, aufgrund des Atomausstieges. Willst Du in so einer Welt leben, in der Menschen die Spielregeln bestimmen, die von niemandem gewählt wurden? Glaubst Du an ewiges Wirtschaftswachstum und zahlst Du gerne den Preis dafür, dass die Umwelt oder einfache arbeitende Menschen dafür ausgebeutet werden?

Entmilitarisierung steht wohl auch relativ weit oben auf dem Plan der Linken... leider heutzutage keine Möglichkeit , ohne Militär sich zu beweisen. Deshalb halte ich es auch für richtig , die Militärausgaben aufzustocken.

Zu welchem Zweck muss D sich militärisch beweisen? Da könnte man das Geld besser in andere Bereiche stecken.

...und die Spitzensteuer von 75% sind wohl auch bekannt , von daher sind alle meine Thesen belegt worden.

Abgesehen davon, dass diese in einer RRG Koalition eh nicht in der Form eingeführt werden würde: Was ist falsch daran, wenn ein Superreicher, der sowieso von den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Familie in der er aufgewachsen ist profitiert hat, ein bisschen abgibt, was er praktisch gar nicht merkt bzw. er immer noch ein überdurchschnittlich reiches Leben im Überfluss führen kann... wenn dafür notwendige Gelder in Bildung, Umweltschutz, Altersarmut, Flüchtlingskrise oder Digitalisierung gesteckt werden können? Solange es an anderen Stellen essenzielle Mängel gibt, würde ich mich schämen, mich im Reichtum zu suhlen..

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@charismaticus

Zuerst: Eine sachliche, ausführliche Antwort sieht man heutzutage ja leider selten, dafür gebührt dir auf jeden Fall ein dickes Lob.

Aaaaaber...

"Ein bisschen"

Klare Sache. Reich ist man in Deutschland ja schon ab - was war es - 55.000 € brutto ?

60% Steuern dann ab 260.000 € brutto im Jahr ? Und die 75% dann aber einer Million ?

Kann man machen, funktioniert aber nur ein paar Jahre, dann freuen sich andere Länder über mehr wohlhabende Leute. Und nur weil man viel oder mehr als andere hat, heißt das noch lange nicht, dass man den Leuten so übertrieben ihr Geld wegnehmen darf.

Und merken tut man das schon. Wenn von zehn Millionen Euro plötzlich sieben Millionen schlagmichtot fehlen ?

Und das alles, (vielleicht nur als Nebenwirkung) um die Menschen in abhängige und unselbstständige Leute zu verwandeln ? Persönliche Verantwortung? Oder Fleiß? Warum denn, wenn das nicht belohnt wird und Vater Staat jeden Fehler ausbügelt, auch von anderen und auch gegen den eigenen Willen ?

Dass ein Militär wichtig ist sieht man in jüngerer Vergangenheit ja. Sei es um Völkerrechtswidrigen Annexionen unserer Verbündeten abzuwehren oder um tatsächlich den Menschen in den von Terrorismus betroffenen Regionen zu helfen.

Wenn es irgendwann mal zu einem Fall der Landesverteidigung kommen sollte, ist es wohl zu spät eine Armee aufzustellen.

Das Problem mit den ganzen linken Gedanken ist doch, dass sie die Freiheit einschränken. Natürlich muss ein Mittelmaß zwischen Freiheit und Sicherheit (sei es wirtschaftliche, gesellschaftliche etc pp.) gefunden werden.

Die LINKE wendet sich hier für meinen sehr stark und zuviel auf Seite der Sicherheit und vernachlässigt die persönliche Freiheit vollends

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@DavidWayne99
Verstaatlichung der Konzerne , 75% Spitzensteuer , Entmilitarisierung ... hört sich ja wirklich gut an. Jedes Land , die eine äußerst Linke Partei an der Macht hatte , ging ganz schnell Berg ab.

Wie lange beobachtest Du denn die Politik?
Entweder erst sehr kurz, oder sehr unaufmerksam.

Erstens wären solche Vorhaben frühestens dann umsetzbar, wenn Die Linke die absolute Mehrheit hätte.

Zweitens, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wurde.
Bisher wurde noch jede Partei mit ihren Vorhaben von der Realität eingefangen.

Wenn die Linke also tatsächlich mal mit regieren dürfte,
dann würde sie vielleicht 10% aus ihrem Wahlprogramm umsetzen können.
Das wären dann eher die Punkte, die auch andere Parteien annähernd auf dem Plan haben.

Wovor also hast du Angst?

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@DavidWayne99
Sie ist nicht wesentlich besser , als eine Kommunistische Partei.

Wenn ich jetzt sage: "Die AfD ist nicht wesentlich besser als die NSDAP",
dann springst Du doch sicher im Kreis?

Warum also pauschalisierst Du so stark?

und die Spitzensteuer von 75% sind wohl auch bekannt

Ja, für Jahreseinkommen ab 1 Million.
Da bleiben Netto immer noch 250.000€ übrig.
Dafür müssen viele Menschen 10 Jahre arbeiten,
haben keinen Firmenwagen, können nur wenig von der Steuer absetzen.

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@charismaticus

Okay , wir haben vielleicht andere Ansichten über Politik, Wirtschaft usw.... aber cool dass man sich über die jeweiligen Sachen Unterhalten und diskutieren kann.

Gute Antworten.

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@Crack

Keinesfalls , hast bei einigen Punkten sogar recht ... meist wird das sowieso nicht umgesetzt , was gepredigt wird. Ich selbst bin eher Fan der FDP , jedoch habe ich auch einige Punkte bei der FDP zu kritisieren.

Halte aber einige Punkte der Linken für Unfair. Beispielsweise verstehe ich nicht , wenn ein Chefarzt , welcher sich über 15 Jahre weitergebildet hat , im Sinne von Studium , Abi , Facharzt etc. dann evtl 300.000 verdient , dann einen extrem hohen Steuersatz bezahlen muss. Gleiches gilt für selbstständige , man hat einiges riskiert und dann besitzt man irgendwann ein Einkommen von 1. Mio ... und soll dann 75% Steuern zahlen ? - halte ich für nicht gerecht.

Gruß

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@smilenice

So sehe ich das auch , ich habe grundsätzlich nichts gegen die Linke Partei , aber bei einigen Punkten kann ich das einfach nicht Nachvollziehen.

Zumal , so dumm es auch klingt, ein Land braucht einfach Reiche Menschen.

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@charismaticus

Zumal auch alles Privatisiert wird , egal ob Unikliniken , der Wohnungsbau und sogar die Werkstatt für das Militär. Dass wir von den großen Konzernen regiert werden , ist klar. Meines Erachtens sind die meisten Politiker auch nur Angestellte der Konzerne.

Ja , wenn eine Person 20.000.000.- besitzt , dann wäre das verständlich, aber es gibt auch genug Menschen , die sich Jahrzehnte weitergebildet haben und auch einiges riskiert haben , und da finde ich die 75% Steuer einfach nur totaler Schwachsinn.

Militär sollten wir auch aufstocken , denn ein Wahninniger im Osten und der andere im Westen.

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@DavidWayne99
dann evtl 300.000 verdient , dann einen extrem hohen Steuersatz bezahlen muss.

Ich habe gerade nochmal nachgelesen.

Der Spitzensteuersatz soll auf max.53% steigen.

Darüber hinaus soll es eine Reichensteuer geben.
Ab einem Jahreseinkommen von 260.000 Euro würden dann 60 Prozent fällig werden, ab einem zu versteuerndem Einkommen von einer Million Euro 75 Prozent.
Das aber wohlgemerkt nur für jeden Euro der diese Beträge übersteigt.

Dein Arzt zahlt also für 260.000€ einen Satz von 53%,
wir erinnern uns - diese 53% hatten wir viele Jahrzehnte lang und alle konnten gut leben.
Nur für die weiteren 40.000€ wird der Arzt dann 60% zahlen müssen,
ich denke, auch das wird er überleben.

So schlimm wie dargestellt ist es also gar nicht.
Die Reichen bleiben auch bei den Linken reich.

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@smilenice

Ich kann Deine Kritik durchaus nachvollziehen. Natürlich gibt es auch Dinge, die man an der Linkspartei kritisieren kann. Das ändert meiner Meinung nach aber nichts daran, dass sie vom Kurs her auf die richtigen Schwerpunkte setzt und von daher für mich wählbarer ist als alle anderen großen Parteien.

Das Problem mit den ganzen linken Gedanken ist doch, dass sie die Freiheit einschränken. Natürlich muss ein Mittelmaß zwischen Freiheit und Sicherheit (sei es wirtschaftliche, gesellschaftliche etc pp.) gefunden werden. Die LINKE wendet sich hier für meinen sehr stark und zuviel auf Seite der Sicherheit und vernachlässigt die persönliche Freiheit vollends

Naja, wie lautet nicht Kants goldene Regel: "Meine Freiheit muss da aufhören, wo die Freiheit meines Nächsten beginnt.". Und so muss die Freiheit des Marktes bzw. das Geldscheffeln der Konzerne nun mal da ihre Grenzen haben, wo vermeidbare Umweltzerstörung, Tierquälerei, Menschenrechtsverletzungen oder wirtschaftliche Ausbeutung stattfindet. Außerdem: Wie frei ist der Mensch denn wirklich in einer Gesellschaft, wie sie von den Neoliberalen geprägt wird? Die Freiheit wird uns selbst zum Elend, weil wir uns überfordert fühlen in dieser Welt voller Werbung, Konsum, digitalen Medien usw. Wir müssen in heutiger Zeit ein Vielfaches an Entscheidungen treffen, uns ständig auf neue Gegebenheiten umstellen und das stresst uns, da sind die empirischen Befunde der Psychologie ganz eindeutig. Wir sind gehetzt, fühlen uns unter Druck gesetzt, erleiden Burnout. Professor Dr. Hartmut Rosa hat darüber Bücher geschrieben und tolle Vorträge gehalten. Ist das der Preis, den wir für diese "Freiheit" (ich würde sie eher "Maßlosigkeit" nennen) bezahlen wollen? Psychische Last und ein Rückgang von Glück? Ich behaupte, wir müssen uns eher von diesem Überfluss und Druck befreien.

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@DavidWayne99
Okay , wir haben vielleicht andere Ansichten über Politik, Wirtschaft usw.... aber cool dass man sich über die jeweiligen Sachen Unterhalten und diskutieren kann. Gute Antworten.

Danke, ich begrüße da sehr Deine Ehrlichkeit und Kritikfähigkeit. Oft sind Menschen ideologisch verbohrt und würden niemals eingestehen, dass auch der Diskussionspartner einen guten Beitrag verfasst hat. Auch freue ich mich über den sachlichen Diskussionsstil, der frei von persönlichen Anfeindungen geblieben ist. Das ist gelebter demokratischer Diskurs! LG

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@charismaticus

Eine absolute Freiheit des Einzelnen ist für die Gesellschaft ja auch nicht wünschenswert. Wer obdachlos ist, hat nichts von der Geschütztheit der Wohnung, wer arm ist hat nichts von der Reisefreiheit in der EU.

Dem sollte man entgegenwirken, ganz klar. Dass dafür auch in die Rechte anderer eingegriffen werden muss ist klar, aber so wie du mit Kant für eine stärkere Kollektivierung argumentierst, kann man damit ebenso für die Konzerne und reichen Individuen argumentieren.

Aber so wie du das formulierst, hört sich das für mich so an, als wäre die Lösung dafür ein (über)starker Staat, fast schon ein Leviathan nach Hobbs, der dem Menschen als freiverantwortliches Individuum beendet und in bemuttertes Kind wandelt.

Ich persönlich bin der Ansicht, dass die persönliche Freiheit sehr hoch einzuschätzen ist und dass das Individuum auch sein Maß an Verantwortung tragen muss und darf.

Oder frei nach George Bernard Shaw, eine Person die ich als durchaus links bezeichnen würde.

"Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit: Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten."

Aber jemanden wie dich habe ich gerne im "gegnerischen" Lager, Diskussionen und Dialog wie sie eigentlich selbstverständlich in einer Demokratie sein sollten sind heut zutage leider viel zu selten geworden.

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kannst auch gleich nach Venezuela fahren, da erlebst du life die Alternative zur Marktwirtschaft !

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@juergen63225
kannst auch gleich nach Venezuela fahren, da erlebst du life die Alternative zur Marktwirtschaft !

Und wieder so ein billiges Totschlagargument. Du vergleichst Äpfel mit Birnen... Was bitte hat der korrupte venezoelanische Präsident Maduro mit der deutschen Partei Die Linke zu tun? Es gibt auch zig Länder, die mit freier Marktwirtschaft an die Wand gefahren wurden oder von korrupten Machthabern regiert wurden, ist das dann ein schlagkräftiges Argument gegen die Marktwirtschaft?
Uruguay wird seit über einem Jahrzehnt links regiert (sowohl als Staat als auch in den wichtigen Städten und Bezirken) und ist das Land mit der höchsten Lebensqualität in ganz Lateinamerika. Oder schau Dir Spanien an, dort hat im vergangenen Jahrzehnt die konservativ-wirtschaftsliberale Partido Popular regiert (quasi die spanische CDU) - und der Wirtschaft ging es schlecht, die Arbeitslosigkeit ist gestiegen und es gab den größten Korruptionsskandal des Landes.

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RRG 👍☑️

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Rot Rot Grün haben wir doch in Berlin. Deutschlands größtes Shithole. Dann deutschlandweit.

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@JustCore
Rot Rot Grün haben wir doch in Berlin. Deutschlands größtes Shithole. Dann deutschlandweit.

Erstens sitzen in Berlin andere Politiker, die andere Handlungsfelder zu bearbeiten haben als es in einer RRG-Bundesregierung der Fall wäre. Und zweitens solltest Du Deine Behauptung, Berlin sei "Deutschlands größtes Shithole" mindestens mal begründen, ansonsten bleibt es nur eine plumpe Polemik.

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@JustCore
Rot Rot Grün haben wir doch in Berlin. Deutschlands größtes Shithole. Dann deutschlandweit.

Du vergisst, dass auch CDU / CSU & FDP da kräftig darin rum gemurkst haben ...

und gucke mal nach BaWü -> sinnloses Stuttgart21 11+ MilliArdengrab von CDU/CSU + FDP ( wo SPD & "Grüne jetzt mit machen)

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Linke

Wir erleben einen negativen Trend auf dieser Welt: Der Neoliberalismus breitet sich aus, das bedeutet, der Markt soll so frei wie möglich sein, Freihandel wo immer es geht, am liebsten global und mit möglichst wenig Spielregeln für Konzerne. Immer mit dem Ziel des Wirtschaftswachstums, das ja angeblich unbegrenzt steigerbar und das Allheilmittel gegen alles sei.

Das Resultat davon ist, dass unsere Umwelt massiv belastet wird - besonders eindrucksvoll zeigt das der Earth Overshoot Day, also die Berechnung des Tages im Jahr, an dem die Kapazität der Reproduktion der natürlichen Ressourcen des Planeten überschritten wird. Dieser Tag rückt immer näher - 1990 war es noch der 7. Dezember, 2018 schon der 2. August. Wir verbrauchen also mehr, als es der Planet hergibt - auf Kosten unserer Kindeskinder. Darüber hinaus werden unsere Böden und Gewässer verseucht und unsere Luft verpestet - jeder kennt die Brisanz des Klimawandels und ein kurzes Nachschlagen bei Onkel Google weist nach, dass Deutschlands Böden und Wässer durch z.B. die Landwirtschaft oder zu viele Autos auf den Straßen dramatisch vergiftet sind. Weitere Leidtragende der Wachstums- und Profitmaschine sind die Tiere, die unter unwürdigen Bedingungen gehalten werden, die keine Lebewesen mit Rechten sind, sondern Ware mit einem Marktpreis.

Ein weiteres Phänomen ist der Abbau unserer parlamentarischen Demokratie zugunsten mächtiger Wirtschaftsmonopole. In den letzten Jahren hat der Einfluss von Wirtschaftslobbyisten immer stärker zugenommen. Die Bundesregierung ist eifrig darin, Freihandelsabkommen zu beschließen, natürlich möglichst hinter verschlossenen Türen, auf Fachchinesisch und am liebsten ohne große mediale Aufmerksamkeit. So sollte ja auch CETA unbemerkt durch die Hintertür gewinkt werden. Hauptargument sind immer das Wirtschaftswachstum und die Arbeitsplätze. In Wirklichkeit geht mit solchen Freihandelsabkommen, egal ob sie TTIP, CETA, EPA oder sonst wie heißen, immer der Verlust parlamentarisch-demokratischer Macht einher. In diesen Abkommen werden Sonderbefugnisse für Konzerne festgelegt, die über den nationalen Gesetzen stehen. So kann ein Konzern z.B. einen Staat vor einem Schiedsgericht dafür verklagen, dass dieser zu strenge Sozial- oder Umweltgesetze beschlossen hat. Am Ende sind immer die Umwelt, die Tiere sowie die arbeitenden Menschen die Leidtragenden, während Konzerne (allem voran deren Chefs) den größtmöglichen Profit davontragen.

Auch ist die ungleiche Verteilung des Reichtums ein großes Problem, das durch den Neoliberalismus verstärkt wird. Es häuft sich immer mehr Kapital in den Händen weniger Reicher an, während der große untere Teil der Gesellschaft immer mehr verarmt. Die reiche Elite schafft sich ihre eigenen Vernetzungen, erkauft sich politischen Einfluss und verhindert somit, dass man in unserer Gesellschaft tatsächlich nach Leistung bezahlt wird. In den Zeitungen wird zwar gemeldet, dass der wirtschaftliche Ertrag auf der Welt insgesamt angestiegen ist - doch laut einer Oxfam-Studie flossen 80% des im Jahr 2017 zusätzlich erwirtschafteten Reichtums in die Hände des reichsten 1% der Bevölkerung. Nicht die Bedürftigen bekommen also etwas vom maßlosen Überfluss ab, sondern die Reichsten häufen sich noch mehr Reichtum an.

Zu guter Letzt wären Kriege zu nennen - im Neoliberalismus sind Kriege gewinnbringend, nämlich für die Rüstungsindustrie. Solange man mit Krieg Profit machen kann, solange wird es auch immer Krieg geben. Außerdem geht mit der Wachstumsideologie auch immer Imperialismus einher - beispielsweise die Ausweitung geopolitischer Einflusssphären. Das sieht man derzeit im Nahen Osten, wo die wirtschaftlichen Großmächte hinter den Kulissen die Strippen ziehen. Die kleinen Regierungen sowie Islamisten, Milizen und die protestierende Zivilbevölkerung sind wie Schachfiguren, die von den Mächtigen mal hier, mal da unterstützt und angestachelt werden - letzten Endes immer nur mit dem eigennützigen Gedanken, wie man als Amerikaner, Russe oder Europäer am besten davon profitieren könnte. Offiziell heuchelt man dann vor, man setze sich für Menschenrechte oder gegen Terrorismus ein.

Die Linke ist die Partei, die sich am stärksten und glaubwürdigsten gegen diesen negativen Trend einsetzt. Sie hat als einzige Partei erkannt, dass es kein unbegrenztes Wirtschaftswachstum geben kann und dass die Macht internationaler Konzerne dringend gebändigt werden muss. Sie setzt sich für ein Wirtschaftssystem ein, dass innerhalb ökologischer Grenzen und im Rahmen globaler sozialer Gerechtigkeit den bestmöglichen Nutzen für die Mehrheit der Menschen schafft. Wie der Slogan schon sagt: "Sozial. Gerecht. Frieden. Für alle."

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lol, als ob die Linke irgendetwas auf der Welt ändern könnten. maximal könnten die BRD zu einem dritten Welt Staat machen in dem Bürgerkrieg herrscht (entweder man spielt die globalen spielregeln mit, oder ist raus aus dem Spiel und keinen interessierts)

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@rainerwinckler
maximal könnten die BRD zu einem dritten Welt Staat machen in dem Bürgerkrieg herrscht

Übertreibungen sind Dein Ding, richtig?

Ich wohne in Thüringen, das Land wird seit fast 4 Jahren von Rot-Rot-Grün regiert, mit den Linken an der Spitze.

Thüringen liegt auf Platz 2 der neuen Bundesländer beim BIP pro Kopf.
Bürgerkrieg? Nicht mal Ansatzweise, da hat Sachsen wohl eher ein Problem.

Keine Ahnung wovon Du redest.

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@rainerwinckler
lol, als ob die Linke irgendetwas auf der Welt ändern könnten.

Wie gesagt, der Einfluss nationaler Regierungen hat sich aufgrund der neoliberalen Globalisierung (die von der politischen Linken seit je her lautstark kritisiert wurde) in den vergangenen Jahren leider sehr verkleinert. Das heißt aber nicht, dass man garnichts verändern kann! Man kann sehr wohl etwas zum Besseren verändern, im Kleinen (Deutschland) wie im Großen (EU). Und welche Partei ist mehr zu Veränderungen bereit als Die Linke?

maximal könnten die BRD zu einem dritten Welt Staat machen in dem Bürgerkrieg herrscht

Vollkommen haltlose und inhaltsleere Behauptung. Innere Unruhen steigen eher deshalb, weil die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander geht, weil die Bundesregierung eine Eliten-Politik betreibt, von der nur eine Minderheit profitiert und weil Merkel & co nicht die Fähigkeit besitzen, zum Volk zu sprechen oder sich mal klar zu positionieren.

entweder man spielt die globalen spielregeln mit, oder ist raus aus dem Spiel und keinen interessierts

Du bist also dafür, dass man den Planeten zerstört, ärmere Menschen ausbeutet, Tiere quält, Kriege fördert und Demokratieabbau durchwinkt. Erkläre das bitte mal Deinen Enkeln und Urenkeln, wenn Du als Ur-Opa im Schaukelstuhl sitzt und sie in einer nicht mehr lebenswerten Welt leben müssen!

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Ach die Linke. In der Theorie hat sie ja recht. Den Arbeitern in diesem Land geht es ja wirklich jedes Jahr schlechter.

Was sie für mich unwählbar macht ist ihre Europapolitik und auch die Migrantenfrage. Genau das wird nämlich in der Praxis nämlich haken. Da kommt Griechenland angekrochen und führt wieder die Rente mit 50 ein und ein Deutschland unter Links wird diese Rechnung begleichen. Zum Schluss ist wieder Halli Galli in Europa und jeder macht wieder Schulden als gäbe es kein morgen unter Federführung einer Linken Regierung.

Der Reichtum in Europa ist längst zu einer Verteilungsfrage geworden. Wenn Deutschland den Geldbeutel aufmacht geht es dem Süden gut, wenn nicht dann eben nicht. Wir brauchen eine Partei die nicht den deutschen Reichtum über Europa verteilt. Wir brauchen eine Partei für Deutschland, deshalb AfD.

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@greylife2001

Wer hat die EU denn in ihre jetzige Krise geführt? Die Linken? Nö, die waren immer nur eine Minderheit im EU-Parlament. Das war das Werk der konservativ-neoliberalen Mehrheit.

Bei der AfD - mal abgesehen von ihrer rassistischen Rhetorik - konnte ich noch in keinster Weise erkennen, dass sie sich auch nur in irgendeiner Form für den kleinen Mann einsetzt. Eher spielt sie die kleinen Männer gegeneinander aus, indem sie dem deutschen Arbeiter einzureden versucht, der Flüchtling sei der Böse und würde alles wegnehmen. Da lachen sich die Eliten doch eins ins Fäustchen drüber... Die AfD ist genau so neoliberal wie CDU, CSU, FDP und SPD. Sie glaubt auch an das Märchen des ewigen Wachstums und leugnet sogar den Klimawandel. Ne, sorry, aber an dieser Partei ist abgesehen von deren Bestrebungen für mehr Direktdemokratie mal so gar nichts alternativ - eher eine Retro-CDU und die braucht kein Mensch im Jahre 2018.

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@charismaticus

"Das war das Werk der konservativ-neoliberalen Mehrheit." Genau genommen war es das Werk Gerhard Schröders der in hündischer Ergebenheit in Teamarbeit mit Frankreich den Stabiltätspakt gebrochen hat. Unter uns: Merkel hätte es auch gemacht.

Du hast aber nicht ernsthaft Zweifel an meiner Halli Galli These? Du hast Recht Deutschland würde eine Linke Regierung ohne Probleme wegstecken. Nur was ist eben mit Spanien, Italien und Frankreich? Die können sich eine neue Schuldensause eben nicht leisten.

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Grüne

Da mir unsere Umwelt am Herzen liegt, kommen für mich nur die Grünen in Frage. Auch wenn sie nicht wirklich genug machen, aber eine bessere Alternative gibt es nicht.

Ist "Die Linke" unter Sahra Wagenknecht die wahre "Alternative" für Deutschland?

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