Welche Partei ist ProLife? (gegen Abtreibung)

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9 Antworten

KONKRET ZU DEINER FRAGE

  • Keine der großen Parteien, die im nächsten Bundestag Sitze erringen werden, ist kategorisch gegen Schwangerschaftsabbruch.
  • Aktuell ist Schwangerschaftsabbruch kein Wahlkampfthema und es ist nicht zu erwarten, dass sich der aktuelle gesetzliche Status in der folgenden Legislaturperiode ändern wird. Im Gegenteil ist zu erwarten, dass der aktuelle Stand so bleiben wird und sich keine der im nächsten Bundestag vertretenden Parteien für eine Änderung einsetzen wird.
  • Warum ist diese Frage so wesentlich für Dich? Bei all den vielen anderen wichtigen politischen Themen, die Dein eigenes Leben viel unmittelbarer betreffen werden als ausgerechnet, ob ANDERE Frauen eine ungewollte Schwangerschaft abbrechen dürfen oder nicht, scheint eine Fokussierung auf diese Frage nicht gerade sinnvoll. Natürlich darf dir dieses Thema wichtig sein, aber natürlich sollte man ganz generell nicht mit einem einzigen wichtigen Thema an eine Bundestagswahl herangehen, sondern die Gesamtheit der wichtigen Themen sehen und für sich priorisieren.

ALLGEMEIN

  • Meines Erachtens ist ein Kernpunkt der gesellschaftlichen und gesetzlichen Kontroverse zum Schwangerschaftsabbruch die Frage, inwiefern für alle dieselbe Moral zu gelten hat und inwiefern man Bürgern eine bestimmte Moral vorschreiben darf. Als Vertreter der pro-choice-Fraktion setze ich dabei auf Toleranz und Pluralität.
  • Wenn jemand sagt, er könne aus moralischen Gründen nicht abtreiben und er hielte Abbrüche für verwerflich und falsch, so ist das seine freie Wahl und gewiss muss er das Recht haben, nicht an Schwangerschaftsabbrüchen beteiligt zu sein. Ich würde niemals versuchen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, sondern seine Entscheidung und seine Moral tolerieren.
  • Wenn jemand umgekehrt sagt, er könne Schwangerschaftsabbrüche mit seinem Gewissen vereinbaren, so ist auch das seine freie Wahl und gewiss sollte er das Recht haben, Schwangerschaftsabbrüche durchführen zu lassen. Ich würde auch hier niemals versuchen, seine moralische Einschätzung bezüglich Abtreibung zu verurteilen, sondern seine Moral tolerieren.
  • Die Kontroverse hier bei GuteFrage.net, aber auch generell in der Gesellschaft, entsteht vorallem dadurch, dass Abtreibungsgegner partout wollen, dass ihre Ablehnung der Maßstab für alle wird. Umgekehrt fordert aber kein pro-choice-Befürworter, dass jemand abtreibt, der dies nicht will, ja nicht einmal, dass der andere Abtreibung für legitim hält. Die pro-choice-Fraktion möchte nur für sich selbst das Recht haben, nach der eigenen Moral zu entscheiden, andere sollen davon gar nicht betroffen sein.
  • Gerade wenn moralische Ansichten, wie die kategorische Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen, vorrangig auf religiösen Überzeugungen basieren, ist es für mich persönlich nicht akzeptabel, dass Bürger, die eben nicht jene religiöse Überzeugung teilen, ihr Handeln ebenfalls nach den moralischen Maßstäben der religiös motivierten Gegener der Abtreibung richten müssen. Soll doch bitte jeder nach seiner Facon selig werden, aber nicht nach verordneter Moral und Religion.

Wieso soll die Frage der Abtreibung eine religiöse Frage sein? Für mich hört sich das, was du unter "Toleranz" verstehst, eher als Anarchie an. Es gibt in unserem Land für alle verbindliche Gesetze, die gerade dem Schutz der Schwachen und Hilflosen dienen. Da kann doch auch nicht jeder selber entscheiden, ob er nun seinen Nachbarn umbringen will.

Die Frage, ob ein Ungeborener schon ein Mensch ist, ist doch nicht in erster Linie eine Sache des Glaubens, sondern jede Mutter spürt doch, dass das Kind in ihrem Leib lebendig ist. Und die Ärzte wissen auch, was mit dem Leib des Kindes geschieht, je nachdem, welche Hinrichtungsart sie wählen.

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Von den großen PArtein glücklicherweise Keine. Kannst ja mal bei einer Minderheitenpartei gucken, dann ist die Stimme zwar verloren aber bewirken wirst du, auf dieser Ebene, ohnehin ncihts.

Reicht es dir nicht bei Gofeminin.de allen die Abtreibung zu empfehlen?

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Du wirst ja immer öffentlich angegriffen, wenn Du sowas vertrittst - von daher kann ich mir nicht vorstellen, daß das eine Partei für sich als Programm in Anspruch nehmen kann...

Ansonsten soll die Alternative für Deutschland ganz gut sein; nur was die im Einzelnen vertreten, weiß ich nicht.

Dass man sich dafür mittlerweile rechtfertigen muss, regt mich auch richtig auf!

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Von den großen Parteien im Bundestag, gibt es meines Wissens keine Partei, die sich dafür einsetzt, höchstens einige Abgeordnete in unterschiedlichen Parteien. Eine der einflussreichsten Parteien unter der 5% Hürde ist die ÖDP - Sie ist sehr entschieden Pro Life.

Meines Wissens nach ist keine der großen Parteien gegen die Abtreibung

Zwar betrachtet die CSU auch einen Fetus als Leben, Abtreibung als Mord, setzt sich aber ebenfalls nicht für ein Verbot der Abtreibung ein, sondern für noch bessere Beratung.

Die CDU stimmte zwar 2009 für eine Verschärfung des Abtreibungsrechts, ist aber ebenfalls generell nicht gegen die Abtreibung.

Eine große Partei, die deine Position vertritt, gibt es also wohl nicht.

Ich würde auch sagen, dass du mit CDU/CSU immer noch am besten beraten bist! Denn sie nennen sich ja nicht umsonst "Christliche...Union".

Viele Grüße

PS: Es ist schön zu hören, dass es such entschiedene Gegener der Abtreibung gibt!

Was ist daran schön, kategorisch seine eigene Religion anderen aufzwingen zu wollen, und sei es nur in Form von Gesetzen zu Moral?

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"Name ist Schall und Rauch." J.W. Goethe

Mit einem C im Parteinamen kann man Christen sicher immer noch gut werben.

Leider sind auch diese beiden Parteien von einer christlichen Ausrichtung abgewichen.

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ja sehr schön

IRONIE AUS

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CDU und im besonderen die CSU

Die NPD ist gegen Abtreibung. Ob man die wählt ist jedem selbst überlassen.... Auch die ÖDP so weit ich weiß.

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