Welche Nummer sagt etwas ueber die Geschwindigkeit eines Motorrads aus und Wie ist das Verhaeltnis von ccm und Ps?

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4 Antworten

Ohhh jee. Planlosigkeit wohin man sieht, ned nur beim Fragesteller........

Grundlegendes:

Die Größe des Motors (Hubraum) entscheidet zusammen mit dem mittleren Arbeitsdruck im Zylinder wieviel Kraft (Drehmoment) der Motor hat.

Das Drehmoment entscheidet dann zusammen mit der Drehzahl   darüber wieviel Leistung er hat.

Und mit mehr Leistung  kann man eben schneller beschleunigen und schneller fahren. Dabei ist es dem Motor auch völlig egal gegen welche Widerstände er arbeitet. Ob das Berg auf geht oder gerade aus ist dem Motor völlig egal. Für den Antrieb geh es eh immer nur im Kreis herum.

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Damit zur Praxis: wenig Hubraum heist eben wenig Drehmoment, woraus folgt, daß solche Mopped wie die angesprochene 250/300er unglaublich hoch drehen müssen um ne brauchbare Leistung abzugeben. Das ist im Alltag ein sehr hinderliches Verhalten.

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Husqvarna: die von dir angesprochenen Modelle sind Ableger der KTM EXC Serie und absolut null für die Alltag geeignet. Das sind alles Geländesportgeräte. Auch die erwähnten S Versionen sind keine echten Dualsport sondern Freizeitsportversionen der Rennsportmoppeds mit denen man eben mal über öffentliche Straßen zum Trainingsgelände fahren kann. Allerdings auch nur in Ländern wo eine solche Offroadszene möglich ist. Du wirst feststellen,  wenn du auf die offizielle Husky Seite gehst,  daß diese S Modelle nur angezeigt werden wenn du Länder wie USA oder Kanada auswählst.   In Europa sind die gar nicht so zulassungsfähig, sondern erhalten die gleiche minimale Zulassungsleistung wie die Renngeräte. Also maximal 18 PS zulassungsfähig (350er) . die 500er bekommt nur 14 PS. Und wenn du mit so nem Sportgerät 3 Stunden über die Autobahn knallst, kannste danach direkt in die Werkstatt fahren. Falls sie dann nicht eh schon Schrott ist, ist dann nämlich die große Inspektion fällig.  Also nicht das was du suchst. 

Die einzige derzeit gebaute Dualsport die so was wirklich verträgt (von MX Piste bis Autobahn)  ist die KTM690/FE701.

Damit haben wir dann auch die These " mit Enduros kann man keine langen Strecken fahren" wohl abgehakt. Es kommt auf die Enduro an. Es gibt kein besser langstreckentaugliches Mopped als eine Enduro , wenn es die richtige ist. und kaum ein schlechteres, wenn es die falsche ist.  

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Wald: Finger weg! Wenn du im Wald rum fährst kollidierst du mit Interessengruppen die du echt ned handlen kannst. Klar gibt es hier immer nen kleinen Klugschei§er der meint er wäre schneller als der Förster. Aber das geht nur kurze Zeit gut. Wenn er Pech hat kreisen die Behören ihn nach und nach ein und irgend wann isser dann halt so richtig dran. Das mit den bis zu 20.000€ stimmt. Und wenn der Förster mit z.b. Wildkameras nachweisen kann daß der das schon länger regelmäßig macht sacken die auch mal zur Gefahrenabwehr das Mopped ein. 

Und die dann anliegenden 30.000 Schaden sind noch harmlos. Wenn du in ne Nagelsperre  oder Drahtfalle fährst kann dich das auch das Leben kosten. Es gibt nämlich mehr und mehr "Umweltschützer" für die ein Menschenleben weniger wert ist als der Wildschutz.  Die selben extremistischen Spinner die in den 80/90ern Jägern ihre Hochsitze angesägt haben, spannen heute dicke Stahldrähte über die Wege. Und die werden immer mehr. 

Und in Zeiten wo jemand aus Ärger über den Lärm in der Silvesternacht kleine Mädchen erschießt, sollte man auch mal über Jagdpächter nachdenken, die sehr viel Geld bezahlen um ihrem Hobby nachgehen zu können und dann auf dem Hochsitz sitzen, Gewehr im Anschlag, und statt Wildscheinen kommen nur Moppedfahrer vorbei. Das juckt dem einmen oder anderen schon mal der Finger....... . 

Außerdem sind da noch die echten Endurofahrer. Die denen dank Querly und co die Ausübung ihres Sportes immer schwerer bis fast unmöglich  gemacht werden, weil immer mehr planlose Frischlinge ohne irgend eine Ahnung was sie da tun kreuz und quer durchs Gemüse stechen. Damit verursachen die Gesetzesverschärfungen und immer mehr Ermittlungsdruck durch die Behörden. z.b. erprobt  Brandenburg jetzt Drohnen zur Waldüberwachung vor denen man praktisch nicht mehr abhauen kann. Bawü hat das Wegegesetz geändert so daß man jetzt überhaupt keine Feldwege mehr legal befahren kann, NRW ebenfalls.    Diese (zu Recht) erboßten Sportendurofahrer sind absolut sicher erheblich schneller als solche Schlaumeier, und setzen den Störenfried in ihrem Revier recht skrupellos außer gefecht. Bestenfalls schiebst du dein Mopped ohne Zündkerzenstecker nach Hause. Kann aber auch grober werden. In einigen Gegenden kassieren die sogar offizielle Fangprämien wenn sie den Randalierer bei der Forstverwaltung abliefern. Matrix kann da mehr zu erzählen.

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So, was nun mit dir machen? Also wenn du das mit dem Geländefahren ernst meinst, erst mal  langsam anfangen. Nen Allrounder wie die 690er anschaffen und sich ne erfahrene Gruppe suchen wo man lernen kann.  Nicht einfach mal auf eigene Faust ins Gelände knallen. Wenn die KTM690/FE701 zu teuer ist, ist die Suziki DR-Z400 noch eine wirklich taugliche Alternative. Allerdings sind  die immer schwerer zu bekommen. Das ist aber ein allgemeines Problem, da auch die Zulassungsvorschriften immer mehr derart verschärft werden, daß echte Dualuse-Bikes praktisch unmöglich werden.  Gute Gebrauchtbikes werden also immer wertvoller werden.

Willst du einfach erst mal gut im Alltag fahren und ab und zu mal bissel aufm Feldweg probieren, dann ist die von Shadowflake angesprochene Yamaha XT660R ne gute Idee. Die ist zwar für echtes Glände viel zu schwer. Dafür fährst sie auf Feldwegen und im Alltagsverkehrt super, ist sehr haltbar und zuverlässig,  und du bekommst auch mit dem A2 Schein die vollen 48PS . Die KTM und DRZ bekommen wegen zu geringem Gewicht nur 40PS für den A2. (Limitiertes Leistungsgewicht, max. 0,2kw/kg)

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Kommentar von JonasOtto
15.01.2016, 15:02

Vielen vielen Dank! Erst einmal das du dir so viel Zeit gelassen hast als auch das du das alles so ausfuehrlich beantwortet hast. Das hat mir echt geholfen. Auch die Aufklaerung ueber Forst etc. war sehr hilfreich. 

Wie du bereits erwaehntest zu Anfang: Ich hatte echt keine Ahnung aber jetzt ist es besser (:

Ich muss sagen ich habe mir bereits die XT660R angeschaut und mag das Motorrad echt. Zu deinen Ktm modellen kam ich bisher noch nicht (bin in den USA und hab gleich Schule XD).

Wie gesagt Waldwege waere nur ein kleiner Prozentualer Teil aber jetzt doch so gut wie ausgeschlossen. Da stellt sich mir jedoch die Frage:

Warum dann nicht, wie oben erwaehnt die Kawasaki Ninja 300? Die hat ein gutes Preis Leistungs Verhaeltnis. Aber was haelst du davon? du scheinst dich da doch besser auszukennen (:Und laut den angegebenen Angaben muesste die auch A2 sein richtig? Wie dem auch sei: Vielen vielen Dank!

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Was du suchst klingt nach einer Reiseenduro. Da empfehle ich dir als Anfänger die XT660 R oder Z. Mit der entsprechenden Bereifung kein Problem auch über Feldwege zu donnern. Ich fahre mit meiner problemlos 170 km/h auf der BAB, aber vermeide es eben, wenn es geht - lieber schön auf der Landstraße :)

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Kommentar von JonasOtto
15.01.2016, 07:12

Das hoert sich echt gut an und sieht auch noch gut aus :) 

Vielen Dank!

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Du kannst alles fahren was 

einer Motorleistung von nicht mehr als 35 kW und einem Verhältnis der Leistung zum Gewicht von max. 0,2 kW/kg

hat. Die ccm sind unwichtig. Das ist der A2 Führerschein. 

Wofür ne Enduro wenn man nur Strasse fahren will? Die meisten Feld-Wald-Wege sind eh für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

http://www.motorradfrage.net/frage/ccm-vs-ps

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Kommentar von JonasOtto
15.01.2016, 07:15

Erst einmal vielen Dank fuer deine Antwort und die Erklaerung des A2 Fuehrerscheins (:

Und Feldwege auch um zum Teil einfach Spas zu haben (kommen aus einem kleinen Dorf in der Mitte vom Nirgenwo :D),  alsoo ich wuerde sagen 2/3 Strase und 1/3 Feldwege (:

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für lange Strecken kannst du keine enduro nehmen , aber für Wald und Wiese ist eine ktm 125 oder 250 2takt geeignet , mit der 2 Takt hast du auch gut Dampf . Gerade Berg hoch , da sie generell sehr giftig sind

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Kommentar von JonasOtto
15.01.2016, 04:28

ja aber Gelaende ware nur ein Teil vom Ganzen. Im vordergrund steht Strase. Und ne 350er oder 500er wuerden sich dafuer auch nicht eignen ?:/

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Kommentar von Manni899
15.01.2016, 04:30

Enduro kannst du über richtig lange Strecken vergessen , dafür sind die nicht ausgelegt .

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Kommentar von JonasOtto
15.01.2016, 07:04

alles klar vielen lieben dank fuer die Antwort :)

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Kommentar von matrix791
15.01.2016, 07:06

Im Wald fahren ist verboten und kostet eine Straffe bis zu 20.000 € . 

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