Welche Note entspricht dieser Satz über das Verhalten eines Mitarbeiters im Arbeitszeugnis eines Zeitvertrages der nicht verlängert wurde?

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10 Antworten

So funktioniert das nicht! Man kann in einem Arbeitszeugnis keine einzelnen Sätze analysieren, sondern muss es vollständig im Zusammenhang lesen - also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum. Denn überall können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind - das gilt selbst für scheinbar unwichtige Kleinigkeiten wie Rechtschreibfehler oder Ausstellungsdatum. Je nach Kontext kann jede Formulierung eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Allgemein lässt sich sagen, dass "immer einwandfrei" auf ein "gut" im Sozialverhalten hindeutet, die Reihenfolge Vorgesetzte - Kollegen ist auch die richtige. Falls es sich um ein Zwischenzeugnis handelt, kann ich das Wort "bisher" noch verstehen. Trotzdem ist es ein Hinweis, dass ggf. doch etwas vorgefallen sein könnte. Bei einem abschließenden Zeugnis hat es erst recht nichts verloren, da es dann kein "bisher" mehr gibt, denn das Schlusszeugnis muss am letzten Tag des Arbeitsverhältnisses ausgestellt und darauf datiert sein - egal ob das ein Wochenende oder ein Feiertag ist. Ein anderes Ausstellungsdatum wäre auffällig.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war immer einwandfrei - so sollte die Formulierung sein zeigt es, es war eben einwandfrei.

Da aber das Wort "bislang" drin ist, deutet für mich hin, dass da dort irgendwann mal was nicht so gutes los war. Klären kann man dies aber aber nur, wenn das gesamte Zeugnis vorliegt.

Das lässt sich so nicht beantworten.

Jeder Satz in einem Arbeitszeugnis gibt seinen wahren Inhalt erst im Kontext des gesamten Zeugnisses preis.

Wenn du es also wirklich wissen möchtest, müsstest du bitte das komplette Zeugnis (anonymisiert, versteht sich) von der Überschrift bis zum Datum (das mit dem letzten Tag des Arbeitsverhältnisses übereinstimmen sollte) hier einstellen.

Das Herumrätseln an einzelnen Sätzen dagegen führt zu überhaupt nichts und hat mit einer seriösen Bewertung der Inhalte nichts zu tun. Dies gilt um so mehr, als dieser Satz ungewöhnlich formuliert ist. Das lässt auf irgendwelche Probleme schließen und legt den Verdacht nahe, dass hier und im restlichen Zeugnis noch weitere Fallgruben versteckt sind.

Also das mehrfach deutbare 'bislang' ist altertümlich und macht den Satz verdächtig. Es ist keine eindeutige Aussage, eine zeitliche Einordnung ist nicht möglich - jedoch irgendetwas ist geschehen. Und das zwingt zur Aufklärung.

Falls der neue Arbeitgeber keine anderen Bewerber hat, wird er darauf herumreiten. Jedenfalls wird er den vorigen anrufen und da erfährt er, was vorgefallen ist, oder ob die Leistungen nachgelassen haben.

Eine Note kann man hier nicht zuordnen - nur, dass der Inhalt des Satzes negativ anzusehen ist.

Hm....schwer zu sagen. Ich würde hier wegen der sehr ungewöhnlichen Formulierung "bislang immer" auf eher "befriedigend" tippen.

Diese Sätze können vieles heißen. Wenn du dir unsicher bist, schicke das Arbeitszeugnis nicht bei der Bewerbung mit. Das Erstgespräch ist wichtiger.

Das hier könnte heißen: Dir waren die Vorgesetzten sehr wichtig - bzw. wichtiger als die Kollegen. Entweder Schleimer oder - gut gemeint: du hast dich an die Anweisungen gehalten. Oder du hast die Kunden schlecht behandelt weil diese gar nicht erst erwähnt sind. Kommt halt jetzt auch auf den Arbeitsbereich an.

Sehr gut erklärt wird das zb. hier:
http://www.arbeitszeugnis-beratung.de/Zeugnisanalyse.html

Aber wie gesagt - wenn du denkst das ist ein schlechtes Zeugnis: Denk nicht drüber nach - einfach nicht mitschicken bei der Bewerbung. Das Erstgespräch wird höher bewertet als das Arbeitszeugnis

ein fehlendes Zeugnis wird immer negativ bewertet und gibt dem Personalchef zu denken bzw. kann sehr unangenehme Fragen provozieren.

Besser dieses Zeugnis mitnehmen und dazu Stellung beziehen wenn gefragt wird.

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@ischdem

Wenn das Zeugnis selbst negativ ist hat man aber nichts zu verlieren. Ich hatte auch mal ein extrem schlechtes Arbeitszeugnis. Wurde nicht mitgeschickt. Als ich danach gefragt wurde habe ich auch gleich erwähnt, dass es schlecht ist und warum. Gesehen hat es mein Chef aber nie.
Es GIBT keine unangenehmen Fragen. Es gibt nur Personalchefs die scheinbar vergessen haben, dass Angestellte auch nur Menschen sind.

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@ischdem

da wird kaum einer fragen, sondern beim vorigen Arbeitgeber anrufen - wenn überhaupt. (Wenn 'bessere' Bewerber da sind, landet die Bewerbung kommentarlos in der runden Ablage).

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@Pauli010

Wie gesagt ich hatte die Situation mal und es hat mich diesbezüglich keiner angerufen. Ich wurde beim Vorstellungsgespräch danach gefragt. Inzwischen bin ich seit 15 Jahren in dieser Firma. Zum Glück gibt es auch noch Chefs die menschlich unterwegs sind.
Natürlich gab es nebenher noch 50 Firmen bei denen ich mich beworben hatte, von denen nicht einmal eine Antwort kam - vielleicht wegen dem fehlenden Zeugnis aber so ist das halt. Mag anstrengender sein aber ist möglich. Chefs, die mich nur als Maschine für ihre Arbeit sehen und den menschlichen Aspekt dabei außen vor lassen, würde ich ohnehin nicht wollen wenn ich nicht dazu gezwungen bin. Ob DU in deinem Leben da andere Erfahrungen machst kann ich nicht sagen - scheinbar. Ist aber nicht mein Problem.

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Was du hier rätst, ist leider sachlich falsch.

1.) Das Zeugnis sollte immer mitgeschickt werden. Ansonsten vermuten die Firmen noch viel Schlimmeres, als eigentlichim Zeugnis steht.

2.) Die Reihenfolge sollte immer sein Vorgesetzte - Kollegen - Mitarbeiter  - Kunden, wobei die letzten beiden entfallen können, wenn sie nicht zutreffen. Eine Abweichung von dieser Reihenfolge weist auf ein Problem mit einer dieser Gruppen hin. Hier ist die Reihenfolge korrekt.

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@Cwmystwyth

Nachdem das persönliche Einschätzung ist KANN es sachlich gar nicht falsch sein. Und man weiß auch nicht wie die Chefs denken. Meiner hatte vollstes Verständnis dafür. Hat zwar nachgefragt, hat es aber nie gesehen.

Vorgesetzten, Kollegen und Kunden - Wozu Mitarbeiter?

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@Kitharea

Weil Kollegen und Mitarbeiter zwei Paar Schuhe sind. Das Wort "Mitarbeiter" verwendet man, wenn jemand Personalverantwortung hat.

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Eine Note kannst du nur aus dem Satz "... stets zu unserer vollsten Zufriedenheit ..." ablesen.

In deinem Satz ist die Formulierung "bislang" sehr ungewöhnlich. Alles Ungwöhnliche soll die Aufmerksamkeit dahin lenken. Das heißt, dein Verhalten wurde zumindestens zuletzt nicht mehr als einwandfrei bewertet.

Du kannst gegen solche Formulierungen vorgehen.

Das Wort ,,bislang" ist verdächtig.Es sind gerade solche Formulierungen oder Worte, die einen Personalchef stutzig machen sollen.Wenn es Dir wichtig ist, bestehe auf einer Änderung.

Das es einen Vorfall gab, ist eher negativ zu bewerten.

3-4 - Fehlverhalten ist zukünftig möglich..........

cheerio

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