Welche Netzwerkverkabelung ist sinnvoll?

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6 Antworten

Ich brauche momentan keine Verbindung unter den Geräten, also kein Netzwerk.

Das, was Du aufbauen möchtest, ist ein Netzwerk. Du brauchst keine Vollvermaschung der Geräte, die ergibt sich aber automatisch. Dass sich die Geräte nicht direkt miteinander unterhalten können, muss auf höhreren Netzwerkebenen unterbunden werden, nicht bei der physikalischen Verbindung.

Leerrohre sind schon mal eine gute Idee. Natürlich ist es möglich, fertig konfektionierte Patchkabel durch die Rohre zu ziehen, die kommen dann aber durch ein Loch in der Wand einfach so heraus und werden mit den Geräten verbunden. Das ist weder schön, noch praktikabel. Deshalb montiert man an den Wänden Netzwerkdosen. In die Dose wird dann ein Patchkabel gesteckt, das andere Ende dann in das Gerät (Rechner, Fernseher, Accesspoint ...)

Die Netzwerkdosen werden mit sogenannten Verlegekabeln angeschlossen. Das sind auch Netzwerkkabel, allerdings ohne Stecker, als Meterware verkauft und mit Kupferdrähten. Patchkabel kauft man meist fertig konfektioniert, sie haben Kupferlitze und sind deshalb flexibler. Kupferlitze kann man aber an Netzwerkdosen nicht anschließen. Umgekehrt kann man an Verlegekabel kaum die RJ45-Stecker ancrimpen.

Ob Du nun ein Patchfeld benötigst, hängt von den konkreten Bedingungen ab. Ich habe z.B. meinen Netzwerkzugang im Keller. Den WLAN-Router dort anzuschließen, wäre unsinnig. Im Keller brauche ich kein WLAN, der Empfang zwei Etagen darüber wäre miserabel. Also habe ich im Keller neben den Netzwerkzugang vom Provider eine Netzwerkdose gesetzt, zwei Etagen höher ebenso, die Dosen per Verlegekabel verbunden. Oben ist dann der WLAN-Router angeschlossen. In diesem Raum stehen alle Geräte, die per Kabel am Router angeschlossen werden sollen.

Bei Dir sind die per Kabel anzuschließenden Geräte verteilter. Ein kleines Patchfeld ist dann gar nicht verkehrt. Am Netzzugang des Providers wird dann der Router angeschlossen. Die LAN-Schnittstellen des Routers verbindest Du mit dem Patchfeld. Vom Patchfeld aus verlaufen die Verlegekabel durch die Leerrohre in die Räume, dort schließen sie mit Netzwerkdosen ab. Dort kannst Du dann Deine Geräte anschließen. Dann benötigst Du einen Accesspoint, der ebenso in einem Raum an einer Netzwerkdose angeschlossen wird. Einen WLAN-Router kannst Du auch als Accesspoint verwenden, der muss dann aber richtig konfiguriert sein - ansonsten gibt es Probleme. Ein Patchfeld ist eigentlich nicht anderes als eine kompakt gebaute Ansammlung von Netzwerkdosen. Einen Switch benötigst Du nur bzw. erst dann, wenn Du mehr Geräte per Kabel anschließen möchtest, als der Router LAN-Schnittstellen hat.

Danke für diese tolle und ausführliche Antwort! 

Ich bin gestern auch noch etwas weiter gekommen in meinen Überlegungen. Der Plan lautet nun so : 

Die netzwerkkabel aus den verschiedenen räumen laufen im Keller an einer zentralen stelle zusammen (sternförmig), werden auf einem Patchpanel aufgelegt, gehen von dort in einen Switch von dem aus dann nur noch ein Kabel ins Erdgeschoss geht, wo der Router aufgestellt wird, um gleichzeitig als Access point zu dienen. 

Frage : das Kabel von Switch zu Router kann ein normales Netzwerkkabel sein und wird auch durch die Wand verlegt, kommt dann jeweils in einer Netzwerkdose aus und wird dann noch mit einem kurzen patchkabel in das jeweilige Gerät gesteckt, richtig? 

Fake 

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@Goldkind01

Frage : das Kabel von Switch zu Router kann ein normales Netzwerkkabel sein und wird auch durch die Wand verlegt, kommt dann jeweils in einer Netzwerkdose aus und wird dann noch mit einem kurzen patchkabel in das jeweilige Gerät gesteckt, richtig?

Korrekt.

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Hallo, habe in jedem Zimmer mindestens eine Netzwerkdose installiert. Bei mir lm Keller hängt ein Schrank wie man ihn aus firmen an der Wand kennt in dem sich ein NAS und der Router befindet. Für das Netzwerk im Haus würde ich mich an einen IT-Fachmann wenden und nicht an einen Elektriker. Den Elektriker höchstens zum Kabel verlegen. Ich hatte das Glück einen IT-Fachmann zu kennen der mehrere Firmen betreut und sich dadurch bestens auskennt.

Für 3 Räume brauchst du keinen switch und so. Kauf ein fritzbox bei denen ist Switch meist schon integriert. Den stellst du da auf wo du dein WLAN haben willst und von dort aus kannst du dann die Kabel in die einzelnen Räume verlegen.

Hallo,

welche Netzwerkverkabelung sinnvoll ist, kann man eigentlich nur Vorort entscheiden. Wenn es nur auf einen ordentlichen Internetzugriff ankommt ("ich brauche keine Verbindung unter den Geräten"), kann durchaus eine optimale WLAN-Versorgung ausreichen. Legt man dagegen beipsielsweise Wert auf eine schnelle Datensicherung übers Netzwerk ist eine Verbindung per LAN-Kabel angesagt. Lasse dich daher von einer Spezialfirma bei dir zu Hause beraten.

LG Culles

Die aufgezählten Begriffe wie Patchfeld, Serverschrank usw. werden interessant, wenn du Bürogebäude verkabelst. Du selber brauchst nur einen guten Router und von dem Punkt, wo er steht, legst du Cat7-Leitungen zu allen Orten, wo du Internet brauchst. Dort setzt du dann eine Netzwerkdose, an die du später deine Geräte anschließen kannst. Cat7 ist die modernste Variante. Ist aber auch sehr teuer. Dafür ist es zukunftssicher und sehr sehr gut isoliert. Dein Vorhaben wird teuer. Du solltest dich an einen beruflichen Elektriker wenden, wo du es so günstig wie möglich bekommst. An Material brauchst du für dein Vorhaben Cat7-Patchkabel, Cat7-Module und die dazu passenden Wanddosen. Das Zeug ist auch kinderleicht zu installieren.

Installierst du die neue Verkabelung eigentlich selber?

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@Shalidor

Nein. Mein Freund wird das machen. Er kennt sich mit elektrik aus, aber noch nicht mit Netzwerkverkabelung etc. Ich habe die "Aufgabe" mich  schlau zu machen :-)  

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Bei der Elektrik kann man einiges falsch machen. Es ist daher empfehlenswert, das ganze einen Fachmann machen zu lassen.

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Gigabit Ethernet ist ideal. Würde noch kein Glasfaser verlegen, weil du die Geschwindigkeit nicht brauchst und vielleicht nie brauchen wirst

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