Welche Nachteile hat es Bundestagsabgeordneter zu sein?

6 Antworten

Keine. Man ist die Made im Speck und kann es sich gut gehen lassen. Natürlich muss man sich oft irgendwo sehen lassen und an Sitzungen und Terminen teilnehmen, ein kleiner Wermutstropfen. Aber oft gibt es zum Ausgleich leckere Häppchen.

Natürlich hat man auch ein saftiges Einkommen von etwa 10.000€ plus. Die wöchentliche "Arbeits"-zeit mag über der eines normalen 40h-Jobs liegen, aber kaputtarbeiten tut man sich als Abgeordneter mitnichten.

Auf welcher Liste kann man Dich wählen? Denn Du willst diesen nachteilslosen lukrativen Job sicher nicht anderen überlassen, oder?

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Bundestagsabgeordnete haben in der Bevölkerung ein schlechtes Ansehen.
Sie müssen sich überall sagen lassen, dass sie ihre Wähler täuschen und es mit ihrem Amtseid nicht so genau nehmen.
Dafür erhalten sie - sozuagen als Ausgleich  - eine Menge Geld.
Aber auch dies wird ihnen zum Nachteil ausgelegt, weil viele Wähler dies für ungerechtfertigt halten.

  • Man hat alle 4 Jahre eine Chance seinen Job zu verlieren.
  • Altersvorsorge ist nicht unbedingt gegeben.
  • Man verliert den Anschluss in seinem eigentlichen Beruf, während man als Politiker etwas völlig anderes arbeitet.
  • Man hat einen relativ stressigen, arbeitsreichen Job mit großer Verantwortung.
  • Man hat ein lange, aufreibende Karriere in unterschiedlichen Ebenen der politischen Landschaft hinter sich, bis man evtl. im Bundestag angekommen ist. Auch dies hat der "eigentlichen" Karriere nicht immer geholfen.
  • Man arbeitet in einem der meistgeschmähten Ämter überhaupt. Die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten wird sehr wenig gewürdigt, mitunter muß man sich sogar anfeinden lassen, von Leuten, die keine Ahnung davon haben, was man eigentlich macht. Praktisch jeder glaubt er könne Deinen Job besser machen als Du.
  • Man muss alle 4 Jahre einen anstrengenden Wahlkampf mit viel Reisetätigkeit hinter sich bringen, um seinen Job (vielleicht) behalten zu können.
  • Man muss ständig versuchen, es allen Recht zu machen.
  • Man ist Politiker. ;-)

Offensichtlich gar keine!

Ich kenne jedenfalls keinen Abgeordneten, der freiwillig aus dem Bundestag ausgeschieden ist, wenn er nicht anderswo einen hoch dotierten Job in der Wirtschaft bekommen hat, den er wahrscheinlich ohne das Sprungbrett Politik sowieso nicht hätte erreichen können.

Das Kleben an den Stühlen gilt besonders für die Hunderten von Hinterbänklern, die immer nur Stress haben, wenn die nächste Wahl ansteht und sie in ihren Parteigremien um den vorderen Listenplatz buhlen müssen.

Ansonsten treten sie kaum in Erscheinung  und sind oft genug kaum in der Lage einen vernünftigen Satz im Parlament geradeaus zu sagen.

Und weil diese weit überbezahlten Hinterbänkler ihre eigenen Pfründe natürlich nicht absägen, haben wir auch mittlerweile einen Bundestag von Rekordgröße. 

Besser wäre es endlich im Bundestag Qualität statt Quantität anzusiedeln, dann hätte ich auch nichts gegen die hohen oder noch höhere Diäten. 

So aber besteht der deutsche Bundestag überwiegend nur aus Wichtigtuern, die dort gern auf ewig sitzen.

Die Politik wird jedenfalls nur von einem ganz kleinen Zirkel bestimmt. 

Der Rest nickt nur ab und sieht zu, dass er Berufspolitiker bleibt.

An dieser Ecke herrscht auch eine erstaunliche Einigkeit quer durch alle Parteien.

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