Welche Nachteile hat das Wohnen in einer WG?

10 Antworten

Habe mit Ende 30 in einer Art WG gewohnt. Gemeinsame Küche und zwei Toiletten und zwei Duschen mit Putzplan vom Vermieter. Das funzte nicht.

Hatte das Gefühl, dass ich einer von drei Leuten (von 12) war, der die Küche putzte und die Toiletten (selbst auch am Sonntag, wo ich alle Wochenenden weg war.)
Dann hat man das eben um 21.30 Uhr noch schnell gemacht.

Das kann mal vorkommen, das einer das nicht schafft, aber auf Dauer nervt das wenn das so unausgewogen ist.

Nachteile:

Mangelnde Privatsphäre (fremder Besuch, Badezimmer teilen....)

Es kann Auseinandersetzungen über unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit und Ordnung geben

Unterschiedliche Vorlieben im Allgemeinen können stören - Emissionen wie Essensgerüche, wenn der Mitbewohner kocht, oder einer dreht seine Musik in seinem Zimmer auf, so dass man es auch ausserhalb hört...

Je nach Tagesrhythmus kann man einander in die Quere kommen.

Vieles davon kann man zwar Regeln. Aber, das WG-Leben erfordert sehr viel Disziplin und gegenseitige Rücksichtname. Das ist nicht jedermanns Sache.

Es kommt sehr darauf an ob die Chemie zwischen euch stimmt. Größer als 4 Mitbewohner würde ich sowieso nicht wählen. Irgendwer kann dann immer nicht mit irgendwem und schon brennt die Luft.
Wichtig ist, dass du dich selbst gut reflektieren und deine Außenwirkung einschätzen kannst. Z.B. geht aus deinen anderen Fragen hervor, dass du eine Tendenz zu mangelnder Selbstdisziplin hast. Damit wird ein sehr disziplinierter Mitbewohner fast sicher Probleme haben; du musst dich also in dem Punkt zusammenreißen. Kann aber auch gut für die Persönlichkeit sein. Da gibt es noch eine Menge mehr Themen. Bsp: Morgenmuffel trifft Frühaufsteher usw.
Auch den Unterschied zwischen Hilfsbereitschaft und sich Ausnutzen lassen zu erkennen, ist nicht immer einfach, und immer in Relation zum Verhalten der Mitbewohner zu sehen.
Du siehst: es wird sozial auf jeden Fall komplizierter aber eben auch interessanter.

Ist zwar ein bisschen spät, aber vllt hilft es ja trotzdem noch (auch anderen). Also ich lebe derzeit in einer Studenten-WG mit 2 Mitbewohnern und finde es um ehrlich zu sein nach dem ersten Monat schon schrecklich. Nicht nur, dass die Wohnung wirklich sehr klein ist (Großstadttypisch eben), man hat auch kaum Ruhe. Eine Mitbewohnerin telefoniert bis spät in die Nacht noch mit ihrem Freund oder kocht zu unmöglichen Zeiten (Werktags 3 Uhr nachts) so laut, dass man nicht schlafen kann. Auch die Sauberkeit ist natürlich ein Problem, da sich plötzlich keiner mehr für das Geschirr im Waschbecken verantwortlich fühlt oder es nur halbherzig abgespült wird und der Nachfolger somit noch die Essensreste des Vorgängers auf dem Teller hat. Also generell denke ich, WG kann schon funktionieren, allerdings sollte man sich das dann wirklich davor anschauen und alle Fragen klären und es NICHT über eine Zentralvergabe für Studentenwohnungen machen, das kann nämlich gut schiefgehen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Als ich in einer WG lebte (ist aber schon eine Weile her) wurde mir ständig das Essen geklaut, auf Hygiene wurde nicht sonderlich geachtet, ständiges Badbesetzen stand an der Tagesordnung, immer volle Bude durch mir fremden Besuch usw...Aber ich hab wahrscheinlich nur die falschen Leute erwischt;)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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