Welche Möglichkeiten gibt es für Freiberufler, Gebühren für die Krankenkasse zu sparen?

3 Antworten

Ich bin in der gleichen Situation ! So zahlt (na hoffentlich) das Jobcenter noch die Kranken- u. Pflegeversicherung. Das kann ich nicht.

Nur: so komme ich von dem Leben mit Jobcenter wieder nicht weg ! Ich arbeite für 45 Min. mit 15 €, allerdings mit Vor-und Nachbereitung.....wenn ich das alles zusammenzähle.......

.....einen Nebenjob habe ich auch noch : Zeitungen verteilen bei Wind und Wetter...... auch für den Mindestlohn. Ich bin doof. Oder habe ein schwieriges Karma in dieser Hinsicht.....

Und wer mal 5 Stunden den "Alleinunterhalter" vor gleichgültigen Menschen geben muß, der weiß, wie schwer das ist..... immer versuche ich, alle in die Teamarbeit einzubeziehen, bei einigen beiße ich auf Granit oder könnte besser mit meinen schwerhörigen Schildkröten reden....... aber manche sind auch richtig gut !

Dafür arbeite ich !

Wenn Dein Beruf in ein künstlerisches Schema passt, dann kannst Du versuchen, Dich bei der Künstlersozialversicherung in Wilhelmshaven zu versichern.

http://www.kuenstlersozialkasse.de/

Die Künstlersozialversicherung (KSV) ist Teil der gesetzlichen Sozialversicherung. (Info aus der Wikipedia):

Das Gesetz über die Sozialversicherung der selbständigen Künstler und Publizisten (Künstlersozialversicherungsgesetz – KSVG) vom 27. Juli 1981 (BGBl. I S. 705) bezog als rechtliche Grundlage erstmals zum 1. Januar 1983 die selbstständigen Künstler und Publizisten pflichtweise in die gesetzliche Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung ein. Voraussetzung: sie erzielen aus dieser erwerbsmäßigen und nicht nur vorübergehend ausgeübten Tätigkeit ein Mindesteinkommen; beschäftigen nicht mehr als einen Arbeitnehmer; und sind nicht anderweitig von der Versicherungspflicht befreit. Nebenberufliche Künstler, die ihr überwiegendes Einkommen aus einer anderweitigen Haupttätigkeit beziehen, sind auch ausgenommen. Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft oder lehrt; Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in anderer Weise publizistisch tätig ist oder Publizistik lehrt. In anderer Weise beinhaltet die Gruppe der Kritiker, Übersetzer, Wissenschaftliche Autoren und Fachleute für Öffentlichkeitsarbeit oder Werbung.

Die Künstlersozialversicherung nimmt keine Kunsthandwerker auf, auch wenn sie zweifellos eine gewisse gestalterische Leistung erbringen, wie etwa Goldschmiede oder Instrumentenbauer. Das gleiche gilt nach einem letztinstanzlichen Urteil des Bundessozialgerichts vom 28. Februar 2007 (Az.: B 3 KS 2/07 R) auch für Tätowierer.[1]

Die Leistungen aus der KSV werden von den jeweiligen Versicherungsträgern (Krankenkassen, Deutsche Rentenversicherung Bund) nach dem jeweiligen Recht der gesetzlichen Renten- bzw. Kranken- und Pflegeversicherung erbracht.

Für die Versicherungsveranlagung und die Beitragserhebung ist die Künstlersozialkasse zuständig: als eine unselbständige, jedoch haushalts- und vermögensmäßig gesonderte Einrichtung - eine besondere, in die Unfallkasse des Bundes eingegliederte Abteilung. Sitz der Künstlersozialkasse und der Unfallkasse des Bundes ist Wilhelmshaven.

Eine wesentliche Besonderheit gegenüber anderen in die Sozialversicherung einbezogenen Selbständigen besteht in der Art der Finanzierung der KSV: Der Finanzbedarf wird (nur) zur Hälfte aus Beiträgen der Versicherten aufgebracht; die andere Beitragshälfte tragen die „Verwerter“ von künstlerischen Leistungen in Form der pauschal umgelegten „Künstlersozialabgabe“ (welche zur Zeit (Jahr 2007) 5,1 % aller Honorarzahlungen an einen Künstler oder Publizisten beträgt), nebst einem Zuschuss des Bundes. Die Verfassungsmäßigkeit dieser in der Sozialversicherung einzigartigen Finanzierungskonstruktion hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 8. April 1987 bestätigt.

In der Kasse versichert sind aktuell (2006) rund 150.000 Menschen. Etwa die Hälfte der Versicherten sind bildende Künstler, die übrigen Schauspieler, Musiker oder Journalisten.[

PS: der Link blockt z.zt. Hab's gerade gemerkt - vielleicht bauen die da gerade was um. Ist aber der offizielle von den Unterlagen.

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Die Krankenkassen berechnen den Beitrag nach dem Einkommen. Solange das Einkommen noch sehr niedrig ist, wird für die Beitragsberechnung ein Mindesteinkommen angesetzt. Dieses beträgt derzeit 1.837,50 EUR. Der Beitrag berechnet sich also folgendermaßen: 1837,50 x verminderter Beitragssatz der jeweiligen Krankenkasse + 1837,50 x 1,70 % für die Pflegeversicherung (bzw. 1,95 %, wenn kinderlos). Vermindeter Beitragssatz bedeutet, dass kein Krankentagegeld durch die Krankenkasse gezahlt wird. Nach dieser Berechnung liegen die meisten Krankenkassen bei einem Beitrag von etwas unter 300 EUR. TIPP: Seit 01. April 2007 haben die Krankenkassen die Möglichkeit von einem Mindesteinkommen von 1.225 EUR auszugehen. Dies kann die Krankenkasse anbieten, muss aber nicht. Früher wurde dieses Mindesteinkommen bei den sog. "ICH-AG's" angewandt. Seit April kann dies für jeden Selbständigen angewendet werden, wenn die Krankenkasse dies in Ihrer Satzung vorsieht. Einige Krankenkassen haben dies mittlerweilen bereits in Ihre Satzung aufgenommen, bei den meisten Kassen liegt die Satzungsänderung aber noch zur Genehmigung beim Bundesaufsichtsamt. Nach dieser neuen Regelung können ca. 100,00 EUR monatlich eingespart werden. Also bei der Krankenkasse einfach mal nachfragen, ob sie diese Möglichkeit schon anbietet oder in Kürze anbieten wird. Das Ganze muss natürlich beantragt werden, die Krankenkasse wird nicht von sich aus den günstigeren Beitrag anbieten.

Eine weitere Möglichkeit ist es natürlich zu prüfen, ob eine private Krankenversicherung in Frage kommt. Dies ist aber von vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Alter, Gesundheitszustand und ob weitere Familienmitglieder mit versichert werden müssen. Hier ist eine gute und umfangreiche Beratung unumgänglich.

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Besten Dank und viele Grüße

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