Welche möglichkeiten gibt es eine Freiheitsstrafe zu Bewährung auszusetzen die auch höher als 2 Jahre ist ?

4 Antworten

und auch 2 Räuber hatten 3 Jahre wurde auch zur Bewährung ausgesetzt wie geht das ?

GAR nicht. Eine Freiheitsstrafe über 2 Jahren kann im Urteil in Deutschland  nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Das Gesetz lässt keine Ausnahmen zu. Deine Informationen sind vermutlich falsch, da sowas keine Staatsanwaltschaft in Deutschland mitmachen würde.

Es besteht einzig die Möglichkeit, dass man so lange im Knast sitzt, bis nur noch 2 Jahre übrig sind und dann gemäß § 35 BTMG der Rest der Strafvollstreckung zurückgestellt wird. Aber darum geht's hier ja auch nicht.

Doch im Wege einer Gnadenentscheidung ist bei besonderen Härten im Einzelfall mehr möglich: Wenn besondere Umstände vorliegen, die durch das Strafgericht aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht berücksichtigt werden konnten und die zu einer unerträglichen Härte im Einzelfall führen würden, so kann im Gnadenwege beispielsweise sogar eine Freiheitsstrafe von mehr als 2 Jahren im Gnadenwege zur Bewährung ausgesetzt werden. Beispielsweise ist dies bei eine Mutter gelungen, die von einem Gericht in Bayern wegen wiederholten Betruges zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden ist. Nach Rechtskraft des Urteils hat sich herausgestellt, dass ihr erst zwei Jahr altes Kind an Diabetes erkrankt ist

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Das waren vermutlich Übermittlungsfehler. und mit den längeren Zeiten die Bewährungszeit gemeint.

§ 56 StGB abs. 2 sagt zwingend, das nur für Strafen die 2 Jahre nciht übersteigen eine Bewährung möglich ist.

Doch im Wege einer Gnadenentscheidung ist bei besonderen Härten im Einzelfall mehr möglich: Wenn besondere Umstände vorliegen, die durch das Strafgericht aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht berücksichtigt werden konnten und die zu einer unerträglichen Härte im Einzelfall führen würden, so kann im Gnadenwege beispielsweise sogar eine Freiheitsstrafe von mehr als 2 Jahren im Gnadenwege zur Bewährung ausgesetzt werden. Beispielsweise ist dies bei eine Mutter gelungen, die von einem Gericht in Bayern wegen wiederholten Betruges zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden ist. Nach Rechtskraft des Urteils hat sich herausgestellt, dass ihr erst zwei Jahr altes Kind an Diabetes erkrankt ist

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Im Grunde ist schon eine Verurteilung zu mehr als einem Jahr nicht mehr zu Bewährung aussetzbar (§ 56 Abs. 1 StGB). Bei 1 - 2 Jahren müssen schon besonder Umstände vorliegen (§ 56 Abs. 2 StGB).

Bei mehr als 2 Jahren ist definitiv nichts mehr drin.

Doch im Wege einer Gnadenentscheidung ist bei besonderen Härten im Einzelfall mehr möglich: Wenn besondere Umstände vorliegen, die durch das Strafgericht aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht berücksichtigt werden konnten und die zu einer unerträglichen Härte im Einzelfall führen würden, so kann im Gnadenwege beispielsweise sogar eine Freiheitsstrafe von mehr als 2 Jahren im Gnadenwege zur Bewährung ausgesetzt werden. Beispielsweise ist dies bei eine Mutter gelungen, die von einem Gericht in Bayern wegen wiederholten Betruges zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten ohne Bewährung verurteilt worden ist. Nach Rechtskraft des Urteils hat sich herausgestellt, dass ihr erst zwei Jahr altes Kind an Diabetes erkrankt ist

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@ichfrageuchdas

Der Gnadenweg hat nichts mit der Gesetzeslage zu tun, denn Gnadenentscheidungen sind rechtlich nicht überprüfbar. Es handelt sich hier um einen ganz anderen Weg. Im Zuge des Gnadenwegs kann auch ein Lebenlänglicher jederzeit entlassen werden.

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Stellungnahme zum Erlass der Freiheitsstrafe

Hallo!

vor 3 Jahren habe ich eine Freihheitsstrafe von 22 Monaten bekommen, die zur Bewährung ausgesetzt worden ist. Die Bewährungszeit (3 Jahre) ist nun um. Heute habe ich ein Schreiben vom Amtsgericht mit folgendem Text bekommen:

"In Ihrer Bewährungssache, ist beabsichtigt, die verhängte Strafe aus dem Urteil vom xx.xx.2011 nach Ablauf der Bewährungszeit zu erlassen. Hiermit haben Sie Gelegenheit zur Stellungsnahme innerhalb von 10 Tagen.

  1. Was heisst das?
  2. Was muss ich tun?
  3. Was schreibe ich in eine solche Stellungnahme?

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Also ein Bekannter von mir wurde November 2012 wegen Diebstahls im Besonders Schweren Fall und Sachbeschädigung zur einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt (Die auf eine Bewährungszeit von 3 Jahren ausgesetzt wurde...)

Dieser wurde dann 2014 wegen Körperverletzung zu 40 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt und die Bewährungslaufzeit wurde um 1 Jahr verlängert. (Bis November 2016)

Nun, jetzt hat er 7 Anzeigen wegen Betruges (Gesamtschaden 2500 Euro) offen. Das ihm die Bewährung widerrufen wird, ist wohl relativ Wahrscheinlich...

Wie wird ungefähr die Gesamt Freiheitsstrafe aussehen? Ich weiss das, dies ein Gericht zu entscheiden hat.

Vielleicht hat aber einer von euch ähnliche Erfahrungen und könnte mir eine Ungefähre Strafzumessung geben?

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Bewährung wieder entzogen - was erwartet den Angeklagten A?

Es ist sehr schwierig, mein Anliegen in Form einer Frage darzustellen.

Ich beginne mal "ganz vorne"

Angeklagter A hat 10/2012 eine Bewährungsstrafe von einem Jahr + sechs monate auf zwei Jahre Bewährung erhalten. ( Betrug )

Angeklagter A fällt 08/2013 erneut einschlägig Strafrechtlich mit mehreren Taten auf >

Bekommt im 05/2014 Eine Freiheitsstrafe von einem Jahr + zehn Monate ohne Bewährung.

Angeklagter geht in Berufung >

Angeklagter A bekommt im 09/2014 im Berufungsverfahren eine Freiheitsstrafe von einem Jahr + Zehn Monate die auf 4 Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden. Ein Bewährungshelfer wird diesmal erteilt, der Regelmäßig Kontakt Pflegt.

Die Freiheitsstrafe vom 10/2012 wird nicht wiederrufen, sondern verlängert.

Angeklagter A hat bis zum heutigen Zeitpunkt, keine Straftaten mehr begangen.

Vom Fall 08/2013 wurden nicht alle Taten zusammen verhandelt und so bleibt Ein Fall übrig, der einzeln verhandelt wurde (warum auch immer) somit bekommt Angeklagter A im 08/2015 eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten, ohne Bewährung - sprich, das Urteil vom Landgericht wird gekippt und die Bewährung quasi entzogen (trotz positiver Analyse vom Bewährungshelfer und generellem positiven Auftreten).

Angeklagter A geht erneut in Berufung (ausstehend, Termin 07.01.2016)

Ich hoffe ihr könnt mir soweit folgen. Ich weiß, dass das Ganze sehr komplex aussieht, aber aus eurer objektiven Sicht, inwiefern macht es Sinn, nachdem man eine Bewährung ausgesprochen hat, diese wieder zu kippen weil aus der selben Tatzeit, ein Fall nicht mitverhandelt wurde?

Inzwischen hat sich Angeklagter A komplett gewandelt, führt ein normales, geordnetes Leben.

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