Welche Möglichkeiten gäbe es für alte Menschen aus der Altersarmut zu kommen?

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19 Antworten

Fast keine, denn üblicherweise kommen mit zunehmendem Alter auch gesundheitliche Probleme. Damit fallen Vorschläge wie "weiter arbeiten" weg.

In die Altersarmut wurden die Menschen durch die Politik getrieben. Jahrzehnteland wurde gepredigt: "Die Rente ist sicher". Nun ist sie oft so gering, dass ein alleinstehender alter Mensch damit nicht über die Runden kommen kann. 

Junge Menschen sollten daraus lernen, den Politikern nichts zu glauben. Auch nicht, dass "wir" alles schaffen, damit "wir" uns wohl fühlen.

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Kommentar von Interesierter
02.03.2017, 12:55

Der Satz " Die Renten sind sicher" wurde von Norbert Blüm im Jahr 1997 gesagt und gilt seitdem als geflügeltes Wort.

Schon damals wurde er ausgelacht, weil jeder wusste, dass ist nicht funktioniert.

Das heisst, wir kennen dieses Problem doch schon seit mindestens 20 Jahren. Es ist nicht neu.

Ich sehe hier nur Politikerschelte. Ich sehe nirgends, dass auch die Arbeitnehmer beschimpft würden, die diese 20 Jahre haben ungenutzt ins Land gehen lassen.

Herrgott, wenn ich doch weiss, dass die Rente nicht reicht, dann muss ich doch vorsorgen.

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Für alte Menschen gibt es da kein Entrinnen mehr.

Wer allerdings noch ein paar Jahre zu arbeiten hat, der sollte vorsorgen. Evtl. mit Wohneigentum, mit einem Riester-Vertrag oder mit einer ganz popeligen Lebensversicherung.

Wer jedoch während seines Arbeitslebens alles verpulvert und sich nichts auf die Seite legt, wird als Rentner tüchtig in die Röhre schauen. Das Einkommen reduziert sich drastisch, die Kosten laufen 1:1 weiter. Das geht nicht gut.

Kann man aber mietfrei in den eigenen 4 Wänden leben, hat zur Rente noch einen Riester mit 2-300 € monatlich und vielleicht noch eine Lebensversicherung mit 100.000 € rausbekommen, dann sieht die Welt doch gleich ganz anders aus.

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Gar keine. Sie bekommen nur das pauschale Ergebnis der Erziehung ihrer Kinder zu spüren. Selbst, wenn von Altersarmut Betroffene die Mehrheit im Volk darstellen würden, ist eine Änderung extrem unwahrscheinlich, weil den Betroffenen dem äußeren Anschein nach das Stänkern gegen andere gleichermaßen Betroffene wichtiger ist als eine Einigkeit darüber, am Sytem etwas zu ändern.

Auch für den Einzelfall sehe ich (abgesehen von Glücks-Zufällen) keine wirkliche Chance zu Verbesserungen. In der Jugend haben Menschen alle Kraft, aber viel zu wenig Verstand. Im Alter ist es umgekehrt, so daß sich unter dem Strich am Delemma nichts ändert.

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Hallo!

Auch die Vorsorgeprodukte, die man abschließen kann, helfen nur bedingt.

Letztlich ist der beste Ausweg eine Art Kapitalanlage wie ein Haus, das man vermieten kann, aber das kann sich auch nicht jeder leisten & schon garnicht in jungen Jahren.

Auch Nebenjobs sind nur dann eine Option, solange man gesundheitlich halbwegs fit ist. Ich arbeite bei einem Zeitungsverlag; wir hatten einige Rentner als Zusteller, die sich damit die Rente aufbesserten oder austrugen, um sich zu beschäftigen -------> von fünf Personen sind aktuell noch zwei da und eine denkt mit 77 Jahren auch aus Aufhören, weil die Hüfte Probleme bereitet. 

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Vielen Rentnern bleibt nichts anderes übrig als auszuwandern, denn mit der niedrigen Rente normal leben fällt schwer.  Wenn jemand 700 eu Rente hat und alleine die Miete 500 kostet, und Rechnungen zahlen muss bleibt nicht mal für Nahrung oder Medikamente Geld. Da ist es besser auszuwandern und woanders 150-200 eu Miete zahlen und auch billiger Nahrung und Medikamente kaufen.

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Keine.

Wenn man nur wenig Rente bekommt (weil man z. B. ALHI und ALG II bezogen hat, welches bei der Rentenberechnung nicht mitzählt), bleibt einem nur die Grundsicherung.

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So grausam es jetzt klingt:

Wenn man erst man 'drin steckt, kann man nur auf die Unterstützung der Allgemeinheit bzw. der eigenen Familie hoffen.

Wenn man das nicht möchte: Spätestens mit Mitte Zwanzig mit einer zusätzlichen Altersvorsorge anfangen, dafür dann auch beispielsweise auf Urlaubsreisen und eigene Autos verzichten.

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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 12:06

teufelskreislauf? deutschland soll doch angeblich so reich sein, wieso sind wir eigentlich in billionenhöhe verschuldet...

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Sie hätten sich fürher gedanken machen müsssen. Jetzt bleibt ihnen nichts anderes übrig als arbeiten und hoffen dass die kinder einem geld geben

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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 12:03

gedanken auf was, in wiefern?

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Kommentar von HansH41
02.03.2017, 12:23

Und man hofft, dass die deutsche Regierung vornehmlich für den indigenen Anteil der Bevölkerung sorgt. Diese Bevölkerungsgruppe hat schließlich hier gearbeitet.

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aufhören etablierte Parteien zu wählen, welche sich für die Privatisierung von vielen Bereichen, wie eben die Rentenversicherung ausprechen.

Umverteilung war viel besser/ effiziernter/fair, als die Riesterrente, welche doch nur eine weitere Möglichkeit ist, die Arbeitnehmer auszunehmen.

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Ohne eine erhebliche Rentenerhöhung verbleiben Armutsrentner im Elend gefangen. Da sowohl sPD als auch CDU und Grüne daran nichts Wesentliches verbessern wollen, ist folglich keine Aussicht auf lebenswertes Leben für Senioren und Seniorinnen in Sicht!

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Erfolgreiche erwachsene Kinder die sie unterstützen.

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Altersarmut ist ja kein Schicksal oder ne unvorhersehbare Naturkatastophe, sondern politisch gewollt, und das Ergebnis der "Rentenreform" der Schröderregierung (SPD/Grüne). Die Mehrzahl der bettelarmen Rentner in DE kann sich natürlich aus eigener Kraft nicht daraus befreien, genausowenig wie in USA.

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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 12:30

SPD ist doch eine soziale (sozialistische) Partei oder ist das nur so gesagt, damit die gewählt werden und die Wähler sich vertreten fühlen und für eine gute Sache stehen?

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Kommentar von Interesierter
02.03.2017, 12:50

Nein, Altersarmut ist sehr vorhersehbar. Wer während seines Arbeitslebens nichts zur Seite legt, der hat als Rentner in der Tat ein Problem.

Aber seien wir doch ehrlich, soweit sollte doch jeder geradeaus denken können und vielleicht seine Altersvorsorge auch ein Stück weit in die eigene Hand nehmen.

Probleme bekommen weitestgehend die, die sich ausschliesslich auf Väterchen Staat, also auf die Allgemeinheit verlassen haben.

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Ganz einfach.

Die Rentner in Deutschland suchen sich einen Rechtsanwalt der den Staat im Rahmen einer Sammelklage wegen Vertragsbruch und Veruntreuung verklagt.

Diese Geschichte mit der Altersarmut ist ja nun kein Ding was da urplötzlich vom Himmel gefallen ist. Da haben jahrzehnte von Politikergenerationen geschlampt.

Wenn diese Situation innerhalb der Privatwirtschaft passieren würde, also bei einer x-beliebigen Versicherung oder Kapitalanlagegesellschaft, da würde kein Staatsanwalt lange fackeln.

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Als Kind in der Schule aufpassen, Gesund leben und stehts ihr Gehirn benutzten. Menschen die schon alt sind haben wenig Chancen, es sei denn sie haben von außen Hilfe (Familie o.Ä.)

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Kommentar von KaeteK
04.03.2017, 14:08

Dennoch hast du dein Leben nicht in der Hand. Oft kommt es anders als man denkt

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Flaschensammeln würde mir noch einfallen oder Minijobs ...

ansonsten leider sehr schwierig heute geworden

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Altersarmut ist - auch wenn es keiner gerne hört - vor allem eine Folge von individuellen Fehlentscheidungen.  Warum dafür die Allgemeinheit in Haftung genommen werden soll, ist mir schleierhaft.


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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 13:42

politische immunität, verantwortung = 100% beim wähler alle 4 jahre, viele kleinste schritte mit großer wirkung, "repräsentative demokratie"

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Kommentar von KaeteK
04.03.2017, 14:03

wie hast du denn vorgesorgt? Du vergisst die vielen Rentner,die aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden müssen und Frauen, die durch Kindererziehung auf Arbeit verzichtet haben...u s.w.

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Kommentar von beangato
04.03.2017, 14:16

vor allem eine Folge von individuellen Fehlentscheidungen.

Ach ja?

Wovon soll man sparen, wenn man nur ALG II bekommt, was so schon nicht zum Leben ausreicht?

Sorry - aber bei solchen Aussagen könnte ich ko...

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Keine realistischen.

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Wenn unsere bisherigen Regierungen (gleich welch Partei oder welcher Finanzminister) sich nicht immer reichlich aus der Rentenkasse bedient hätten. Gebe es kaum Altersarmut. 

Ansonsten sehe ich keinen anderen Weg, als die Steuern zu erhöhen und/oder neue zu schaffen. Z.B. Katzensteuer, Wellensittiche und Hamster nicht vergessen. 

Da kommt dann schon einiges zusammen, nur wer würde das vereinnahmen, der liebe Staat mit seinen Parteien. 

Jetzt vor der Wahl wird alles versprochen, doch dann? halten sie erst einmal ihre eigenen Taschen auf und erhöhen ihre Diäten und senken das Pensionsalter. Macht ja nichts  sie haben ja keine oder kaum Steuern bezahlt.

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Aktuell beträgt der Zuschuss aus dem Bundeshaushalt für die Rentenversicherung 80 Milliarden €/Jahr. Was denn noch?

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Kommentar von Kajawizu
02.03.2017, 12:57

viel zu wenig, 8 billionen wären das mindeste

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