Welche Mieter (nach Gehalt) wären euch lieber?

11 Antworten

Ich würde in diesem Fall nach Sympathie entscheiden, vorausgesetzt ich schätze beide als Zuverlässig ein. Durch beide Gehälter kann sichergestellt werden dass die Miete langfristig tragbar ist.

Ich würde das Pärchen wählen, welches mir sympathischer ist. Leisten können es sich beide. Im Falle einer Trennung könnte auch der Mann die Wohnung behalten oder die Frau verdient eines Tages doch besser. Das wäre für mich persönlich kein Ausschlussgrund. :)

Bei uns werden oft Wohnungen aus Sympathie vergeben. Weil die Vermieter oft direkte Nachbarn sind. Das sollte einfach passen.

Ich würde Arbeiter, Familien, sowas vorziehen. Und sie sollten die deutsche Sprache gut beherrschen. Und keine Angst vor kleinen Lebewesen haben. Ist aber schwer zu finden. Seit nem Jahr suche ich und kaum einer meldet sich. Luxus der dreimal so teuer und doppelt so groß ist angesagt. Auch wenn man sich es kaum leisten kann.

Hier in meiner Gegend ist jeder froh überhaupt eine angemessene Wohnung zu finden. Die teuren, modernen, 2-Zimmer Wohnungen mit bis zu 100qm will keiner. Kann sich niemand leisten.

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@readyforthemosh

Und ich will unter dem Wert bleiben aber die Leute haben zu hohe Ansprüche. EG, Terrasse die nicht mit berechnet, Fußbodenheizung, Glasfaser, Sicht auf Wiese, sehr ruhig, hell, gute Verkehrsanbindungen in viele Großstädte, Kirchen in der Nähe, Geschäfte 5 Minuten wenn man zu Fuß schleicht. Wenn ich nicht mehr kann und alleine bin ziehe ich da ein. Selbst Kinder die grade ausziehen haben Träume von Riesenwohnungen und so viele Ansprüche. Und wenn der Mieter will kann er sich gerne ein Beet anlegen. Aus der Terrassentür raus und nen frischen Apfel vom Baume pflücken. Ne sowas ist in der digitalen Welt nicht gewünscht.

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Nun bei der zweiten Kombination hat der Vermieter wohl weniger Risiko bei einer Trennung.

Woher ich das weiß:Beruf – Softwareentwickler/Projektleiter seit 2012

Eine schwierige Frage.

Gehen wir mal von drei häufigen Szenarien aus: Trennung, Schwangerschaft und Tod:

Bei Paar 1 kann sich nur der Mann die Wohnung leisten, die Frau hat ein Einkommen unterm Pfändungsfreibetrag und ist daher für jegliche Ansprüche raus. Verliert er seinen Job (oder kündigt und hat 3 Monate Sperre beim Amt), ist die Mietzahlung ggf. nicht mehr gesichert. Gleiches gilt für den Todesfall. Schwangerschaft wäre hier egal, solange er weiter arbeitet.

Bei Paar 2 könnten sich beide die Wohnung leisten, auch wenn es finanziell ggf. sehr eng wäre, abhängig der sonstigen Ausgaben (z.B. Auto). Schwangerschaft könnte aber ein Problem sein, falls sie länger zu Hause bleibt und auch die 60% von ihrem Gehalt ausbleiben.

Hier fehlen letztlich noch mehr Punkte, nach denen ich entschieden würde.

Wie haben sie Personen auf mich gewirkt, wie zuverlässig waren sie in der vorherigen Kommunikation und vor Ort, gibt es soziale Aspekte (z.B. Kinder, Alter,...) die ich ggf. mit einfließen lassen möchte, wer wirkte auf mich sympatischer, welches Potential bezüglich der Finanzen sehe ich für die nächsten Jahre (z.B. ist die Frau gerade noch im Studium hat verdient daher so wenig oder arbeitet wegen eines Kindes nur Teilzeit) usw.

Zudem hängt es auch etwas davon ab, was ich mit der Immoblie vor habe. Stehen in den nächsten Jahren teurere Renovierungen an, die ich auf die Mieter umlegenwill, ist es sinnvoll die Mieter zu nehmen, die ich für finanzstärker halte (z.B. durch die Jobs).

Ich habe mal einen Vermieter kennengelernt, der am liebsten jungen Leuten mit wenigen Jahren Berufserfahrung bzw. nach dem Studium die Wohnung geben wollte. Vor wenigen Jahren hatte seine Tochter in gleicher Situation eine Wohnung gesucht und wurde überall abgelehnt, da viele durch das Alter meinen man würde ständig nur Party machen und das Einkommen oft ja auch noch nicht so hoch ist. Zudem gerne auch Singles, da man ständig im hart umkämpften Markt gegen Paare mit dadurch höherem Einkommen verliert. Daher wollte er, sofern man sich die Wohnung leisten kann und der erste Eindruck gut ist, Leuten in der gleichen Situation wie seiner Tochter damals die Chance geben.

Wir haben wegen Abwesenheit (duales Studium) mehrfach unsere WG Zimmer für ein paar Monate untervermietet, da habe ich den sozialen Aspekt einfließen lassen und oft ausländische Gaststudenten genommen. Viele andere hatten in Inseraten zwar auch angegeben, dass sie Englisch können und Leute die kein Deutsch sprechen akzeptieren usw., aber haben dann eher an coole Amerikaner oder so gedacht, statt an den Chinesen der nicht mal selber gut Englisch kann und daher einen dolmetschenden Freund mit hat oder die Frau aus dem Nahen Osten oder aus Ghana. Die wurden dann ständig abgelehnt (selbst wenn es um 1-Zimmerwohnugen ging, wo ja kein Mitbewohner sagen kann den mag ich nicht) und waren total froh, dass ich (habe das hauptsächlich koordiniert für die WG) ihnen bei gutem ersten Eindruck eine Change gegeben habe. Natürlich ein Risiko blieb, hätten sie alles verwüstet hätten wir als Hauptmieter gehaftet und sie wären über alle Berge, aber es lief immer sehr gut. Gerade weil sie so dankbar war, es gab nicht mal Beschwerden von Nachbarn wegen Lautstärke oder so. Mietvertrag, Hausordnung, Infos zur Müllentsorgung usw. hatte ich alles auf Englisch vorbereitet und bin es mit denen auch immer genau vor Unterschrift durchgegangen um zu sehen, wer wie reagiert. Natürlich kostet das Zeit, gerade wenn ein Bewerber dabei dann "so spät" noch rausfliegt, aber viele waren wirklich verzweifelt und hatten schon dutzende Absagen hinter sich. Dabei waren die, die ich noch näher kennengelernt habe z.B. durch Überschneidung ihrer Mietzeit im anderen Zimmer und meiner Rückkehr in meins, wirklich immer super nett und oft ordentlicher und zuvorkommender als meine eigentlichen Mitbewohner...

Letztlich muss jeder Vermieter für sich entschieden, wie er was gewichtet und wie man bei vermeitlich gleich guten Personen Prioritäten setzt. Gerade in Gegenden mit hunderten Bewerbern, wo man einfach viele gute, aber verschiedene Interessenten hat.

Mir fällt gerade noch ein: Ein Vermieter meinte mal zu mir, dass am Ende von den 10 Besichtigungen 3 gleich gute Partein übergeblieben waren, die sich alle die Wohnung leisten konnten und die alle gleich sympatisch waren, zwischen denen hat er dann gelost, da er sich nicht entschieden konnte.

Ob das stimmt weiß ich nicht, ich war nämlich eine der 2 Partein die es nicht geworden waren, hätten die Gewinner den Mietvertrag nicht unterschrieben, hätte er nach eigener Aussage zwischen mir und einer andern Person noch mal gelost. Er wollte einfach nur einen Zwischenstand geben, dass ich zwar in der engsten Auswahl bin/war und eine kleine Restchance besteht, aber wahrscheinlich andere die Wohnung bekommen und es daher mit einer finalen Rückmeldung noch ein paar Tage dauern kann.

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