Welche Meinungen haben Eltern und Jugendliche zu den Schönheitsidealen von Jugendlichen?

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4 Antworten

Hallo,

da ich Jungs und Mädchen habe, kann ich dir folgendes berichten:

der Junge ist nicht uneitler, als seine Schwestern, aber er übertreibt mit dem Styling der Haare keineswegs so, wie die Mädchen. Er ging lange nicht zum Friseur, trug seine Lockenpracht offen und sehr gepflegt, bis sie zu ihn störten. Ab einer gewissen Länge wurden sie ihm lästig, z.B. beim Sport, dann trug er sie zusammengebunden. Ging es dann in die Öffentlichkeit, zur Abifeier, z.B. ließ er sich einen schönen Kurzhaarschnitt machen. Stylte sie mit Gel, usw. aber das war's dann auch schon. Ich würde aber sagen, dass er keinem Schönheitsideal nacheiferte und sich an niemandem orientierte. Erst in der Studentenzeit experimentierte er mal ein paar Jahre lang mit farbigen Strähnchen und mit einer halbseitigen Glatze. Jetzt aber nicht mehr, er ist immer noch Student. In den Kosmetikartikeln wählt er bewusst gute Produkte aus und schaut nicht auf den Preis. Seine Kleidung trägt er auf, hat ein paar Hosen und Sweetshirts, damit er wechseln kann, aber nicht übertrieben viele. Bei den Schuhen hat er ein paar gute, die er aufträgt. Ich bin mit seinem Styling zufrieden, wobei mir die Glatzengeschichten und Farbensträhnchen nicht unbedingt gefliel. Aber ich hielt mich verbal zurück.

Die Mädchen hingegen wuschen jeden Tag ihre Haare, obwohl dies nicht nötig gewesen wäre. Ihre Lockenpracht vergewaltigten sie mit dem Glätteisen und waren nie mit ihrer Farbe zufrieden. Beide blond bis dunkelblond, hellten sie entweder auf oder färbten sie dunkel. Mitunter kamen auch mal bunte Strähnchen-Extensions zum Einsatz, die jedoch gar nicht lange hielten. Bis sie 18 Jahre alt waren, verbot ich diese Experimente, danach ließen sie ihren Bedürfnissen freien Lauf. Viel zu oft färbten sie, was zu Schädigungen von den Haaren führte. Sie leißen sich durch Fernsehserien beeinflussten, aber auch von anderen Mädels und Freundinnen. Mit der Schminke übertrieben sie es anfangs auch, was mich immer sehr verärgerte. Sie liefen mit schwarzen Balken um die Augen herum, was ich nicht schön fand. Mit der Zeit ließen sie es aber sein und schminken sich jetzt dezenter.

Klamotten bei den Mädchen: Sie kaufen sich viel zu viel. Jeden Monat werden Klamotten gekauft. Die Schränke sind zum Bersten voll, es ist ihnen egal, dass sie ein Shirt erst einmal getragen haben. Aber es ist ihr Geld, das sie ausgeben. Schuhe mit Absätzen, Ballerinas, Turnschuhe, 20 Stück stehen im Zimmer. Kein Platz mehr im Schrank.

Obwohl ich alle Kinder zur Sparsamkeit erzogen habe, wird bei der gehaltsauszahlung eingekauftm egal ob sie was brauchen oder nicht.

Dafür habe ich kein Vertständnis. Ich denke an ihre spätere Familie, wohin das wohl führt, ob sie sich irgendwann mal einschränken können oder ob daraus ein Kaufzwang entsteht?

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Diese hilft mir, meine Ausarbeitung aus Elternsicht zu erweitern.

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Schönheit ist subjektiv. Meiner Meinung nach zeugt es von mangelndem Selbstbewusstsein und nicht gefestigtem Ego, wenn man nicht das anzieht oder nicht so lebt wie man es selbst als bequem oder schön ansieht, sondern so wie Schönheits-, Mode- oder sonstige -Industrie. Wer nicht merkt dass, 40 Kilo Körpergewicht bei Frauen von einer Größe von 180 cm ungesund wenn nicht sogar krankhaft ist, ist selbst schuld. Viele Menschen sind viel zu leicht manipulierbar. Das ist schade und oft sogar gefährlich. Nicht nur für den Geldbeutel ...

Also ich als jugendlicher (17 jahre alt) sehe nicht wirklich Schönheitsideale. Vielleicht bei Mädchen hübsches Gesicht, guter Körper (!), da hat sich nicht so viel verändert :o und bei jungs ist meist auch durchtrainierter Körper, bisschen was im Kopf und so. Wirkliche Schönheitsideale sind das nicht, aber immer gefragt sind Leute die gern Fortgehen, saufen und so (ist halt kein Schönheitsideal aber vielleicht so ein Ideal!) Hoffe ich konnte dir (ein bisschen) helfen! :)

Ich hoffe, du gestaltest deine Arbeit nicht so verpeilt und oberflächlich wie deine Frage. Andernfalls droht dir wegen eklatanter Qualitätsmängel schlicht eine Sechs... :_/

Es liegt auf der hand, dass es kein jugendliches Schönheitsideal gibt, sondern allenfalls mehrere je nach subkultureller Ausrichtung. Und sowohl bei Jugendlichen wie bei Erwachsenen wird die Einstellung und Reaktion auf solche Schönheitsideale von den eigenen individuellen Präferenzen bestimmt. Somit entsteht ein verschachtelter Matrixraum an Einstellungen und am Ende steht lediglich die Erkenntnis, die man mit ein wenig Überlegung aber ohne jedweden weiteren Arbeitsaufwand schon zu Beginn hätte hypothetisieren können:

Alles eine Frage des individuellen Geschmacks. Und mit solch einem öden Mist beschäftigst du dich?

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