Welche Meinung haben Atheisten, Gläubige und Agnostiker zur (Homo) - Sexualität? Hat sexuelle Toleranz oder Intoleranz etwas mit Religion zu tun?

Das Ergebnis basiert auf 19 Abstimmungen

Ich bin nicht gläubig. Das ist mir egal, jeder soll lieben wen er will. 57%
Ich bin gläubig. Das ist mir egal, jeder soll lieben wen er will. 21%
Sonstiges. 15%
Ich bin nicht gläubig. Ich finde es nicht natürlich, wenn Menschen schwul oder lesbisch sind. 5%
Ich bin gläubig. Ich finde es nicht natürlich, wenn Menschen schwul oder lesbisch sind. 0%

19 Antworten

Ich bin gläubig. Das ist mir egal, jeder soll lieben wen er will.

Hallo,

niemand wird homophob geboren, das hängt von der Erziehung ab, davon, was einem von den Eltern oder anderen prägenden Personen vermittelt wird.

Ich selbst bin gläubig, gehöre dem Christentum an. Gegen Homosexuelle habe ich nichts, viele meiner Freunde sind nicht hetero (also homosexuell, bi-, pan- oder asexuell). Ich versuche auch gegen Homophobie und Diskriminierung vorzugehen.

Meine "Homofreundlichkeit" und meine Religion lassen sich meiner Meinung nach gut miteinander vereinbaren.

Zur Homosexualität steht ja einiges in der Bibel. Allerdings muss man alles, was in der Bibel steht, im historischen Kontext von damals sehen. Eine Ehe zwischen Homosexuellen wird nicht erwähnt, ebenso wenig  wie eine liebevolle, gleichberechtigte Partnerschaft. Bei den Stellen geht es ausschließlich um homosexuellen Geschlechtsverkehr. Beziehungen und sexueller Verkehr waren immer ein Machtgefüge: Die Frau ordnete sich ihrem Mann unter. Schliefen allerdings zwei Männer miteinander, übernahm einer der beiden Männer in deren Augen ja automatisch die „Frauenrolle“, ordnete sich unter, was ein Tabu war. Zudem wurde Homosexualität damals auch immer mit Tempelprostition der „heidnischen“ Völker in Verbindung gebracht, gegen die man sich auch abgrenzen wollte. Die Bibel (insbes. Paulus) kannte keine gleichberechtigte  homosexuelle Beziehung in Verbindlichkeit, Treue und  Partnerschaftlichkeit, aber sie kannte im Umfeld eine zum Teil in der Kulturpraxis zum Teil im gesellschaftlichen Establishment verankerte sexuelle Freizügigkeit, gegen die sie sich abgrenzte. Das hat also mit unserem heutigen Verständnis von Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften nichts zu tun. Und: Die Schöpfungserzählungen und entsprechende Verweise auf die Schöpfungserzählungen bieten den Spielraum, in ihnen nicht allein eine exklusive Begründung der Partnerschaft zwischen Mann und Frau zu lesen. Und zu guter Letzt: Die Bibel stellt die Liebe in den Mittelpunkt .

Zu deiner Frage, ob man sagen kann, ob eine bestimmte Gruppe homophober ist als eine andere: Eine repräsentative Umfrage im Rahmen des jährlichen „Thüringen-Monitors“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena brachte 2013 folgende Ergebnisse: Der Aussage, homosexuelle Beziehungen seien unnatürlich, stimmten 29 % der Befragten zu, wobei die Spanne von 14 % bei den 18- bis 24-Jährigen bis 41 % bei den Über-60-Jährigen reichte. Männer äußerten sich homophober als Frauen und religiöse Personen homophober als nichtreligiöse.

Religiöse Personen sind also nach dieser Umfrage eher homophob als nicht religiöse. Trotzdem gibt es in beiden Gruppen sowohl homophobe als auch nicht homophobe Menschen und man sollte sie nicht alle über einen Kamm scheren.

Liebe Grüße

Ich bin nicht gläubig. Das ist mir egal, jeder soll lieben wen er will.
  • Ich bin Atheist und Naturwissenschaftler.
  • Homosexualität ist offensichtlich ein natürliches Phänomen, auch wenn die Ursachen und der eventuelle Nutzen noch nicht voll verstanden sind.
  • Meinetwegen kann jeder leben und lieben, wie er will, solange es andere nicht in ihrer Freiheit einschränkt.
  • Fakt ist, dass die Ablehnung von Homosexualität sehr oft religiöse Ursachen hat und selbst jene, die nicht mehr wirklich religiös sind, haben oftmals die Vorbehalte, weil sie in entsprechender Tradition erzogen wurden.
  • Jeder Mensch hat aber das Recht, zu fühlen, wie er möchte und viele Menschen fühlen sich nun mal von bestimmten homosexuellen Verhaltensweisen eher abgestoßen. Auch das muss man akzeptieren, solange sie andere damit nicht einschränken.
Ich bin nicht gläubig. Das ist mir egal, jeder soll lieben wen er will.

Es ist nicht zwingend, dass Atheisten gegenüber Homosexuellen die gebotene Toleranz aufweisen.

Fakt ist aber, dass Götterglaube eher Intoleranz fördert.

Fakt ist aber auch, dass Homosexualität ebenso wenig auf die Toleranz von irgend jemandem angewiesen ist wie rote Haare. Das sind individuelle Merkmale, die nicht unter Beurteilung von Dritten stehen sollten.

Das geht schlicht niemanden etwas an.

Grundsätzlich ist Götterglaube immer trennend. Ebenso wie bei Pegida oder ähnlichen Gruppen und Ideologien.wird immer unterschieden in "Die und wir."

Dabei werden dann völlig willkürlich irrelevante Unterscheidungsmerkmale festgestellt wie Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung und dergleichen.

Homosexualität ist hier nur ein Feld, auf dem die Fraktion der einfachen Antworten seine Xenophobie ausbreitet.

Realsausi - wo kann ich denn deine Fakten mal nachschlagen?

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Interview im DLF:

Papst zu Abtreibungen

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Ganzes Interview hier: https://www.deutschlandfunk.de/papst-zu-abtreibungen-das-ist-eine-ganz-unerhoerte-botschaft.694.de.html?dram:article_id=430249

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