Welche Medikamente verabreicht der Notarzt bei einer Kohlenmonoxid Vergiftung?

5 Antworten

Ein spezielles Antidot (Gegengift) exisriert längst nicht für jede Vergiftung, schon gar nicht in der Präklinik, auch Gegengifte gegen Schlangengifte, werden auf Notfallrettungsmitteln nicht vorgehalten, deren Gabe erfolgt ausschließlich durch Fachärzte in einem spezialisierten Krankenhaus. In der Präklinik wird sympomatisch behandelt, also zum Beispiel der Kreislauf stabilisiert. Auch die Lagerung wäre auf Rettungsfahrzeugen nicht immer möglich, da die Arzneimittel dort besonderen äußeren Umständen wie Temperaturschwankungen und Erschütterung ausgesetzt sind, das geht nicht mit jeder Arznei.

Gegen Kohlenmonoxid exostiert generell kein Gegengift, die Behandlung erfolgt daher durch hochdosierte Sauerstoffgabe, bei ansprechbaren Lagerung mit erhöhtem Oberkörper und bei Bewusstlosen Freihaltung der Atemwege und Sauerstoffgabe, ggf. Einleitung einer Notfallnarkose und kontrollierte Beatmung über einen Endotrachealtubus mit einem Notfallbeatmungsgerät. Zudem natürlich eine engmachige Beobachtung und eine Infusionslösung, ggf. können dann Narkotika verabreicht werden, jenachdem, wie der Schweregrad ist und ob sich der Notarzt für eine Notfallnarkose und Intubation entscheidet. Dann erfolgt der Transport in ein geeignetes Krankenhaus mit einer Druckkammer, in die der Patient dann kommt.

Hi,

ein spezifisches Antidot gegen eine CO-Intoxikation existiert nicht.

Demnach beschränkt sich die präklinische Versorgung auf eine Standardtherapie (hochdosierte Sauerstoffgabe, engmaschige Überwachung der Vitalfunktionen, venöser Zugang, ggf. nicht-invasive Beatmung, ggf. Intubation...) und den schnellstmöglichen Transport in ein geeignetes Krankenhaus mit Druckkammer.

Ich würde gerne wissen,welche Medikamente der Notarzt verabreicht?

Allgemein wären das mindestens Sauerstoff und eine balancierte Vollelektrolytlösung - für die Narkoseeinleitung beispielsweise Fentanyl/Sufentanil, Propofol und Succinylcholin.

LG

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

da bleibt nur noch hinzuzufügen, dass längst nicht jedes KH über eine Druckkammer verfügt, häufig sind diese nur in Uniklinken und BGU‘s anzutreffen

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Vor allem Sauerstoffgabe, 100% gegebenenfalls mit Überdruck (CPAP). Und Überwachung der Vitalfunktionen und symptomatisch Behandlung.

Also, erst mal Sauerstoff hochdosiert, damit das CO möglichst von Hämoglobin abgelöst und verdrängt wird. Wenn der Patient wach und Bewusstseinsklar ist kann man eine Überdruckbeatmung (CPAP) machen. Wenn er bewusstlos ist, wird er intubiert, in Narkose gelegt und so mit Überdruck beatmet.

Jeder Notfallpatient bekommt auch eine Infusion. Nur über den Zugang können ggf Medikamente verabreicht werden.

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