Welche Lebenserwartung hat man bei Parkinson?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sie ist eine chronische, langsame fortschreitende Krankheit. In den ersten 3 bis 5 Jahren zeigen die Patienten unter Therapie einen guten Verlauf. Zwischen 5 und 8 Jahren treten Bewegungsschwankungen und erste psychische Störungen auf. Zwischen 10 und 12 Jahren treten Haltungs- und Gangstörungen hinzu.Die in diesem Zustand zunehmende Bewegungsunfähigkeit stellt ein Risiko für Sekundärerkrankungen wie Infektionserkrankungen, Fremdstoffeinatmung und Mangelernährung dar. Das durchschnittliche Todesalter wird heute auf 70 Jahre angegeben.

Wie bei der übrigen altersgleichen Bevölkerung stehen bei P.-Patienten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebserkrankungen und Schlaganfälle an vorderster Stelle.

Erhöhtes Risiko besteht an den Folgen einer Lungenentzündung oder Grippe zu Sterben, was mit der allgemeinen Einschränkung der körperl. Aktivität und mit dem Aspirationsrisiko (Einatmen von flüssigen oder festen Stoffen) bei Schluckstörungen erklärt wird.

Ich wünsche dir viel Kraft und für deinen Vater trotzdem eine gute Lebensqualität in seinem jetzigen Pflegestatus!

Man kann das Fortschreiten der Parkinson-Erkrankung nicht tabellarisch nach Jahren staffeln. (wie in Deinem Beispiel) Mag sein, dass diese Rechnung bei einigen Betroffenen eintritt. Ich kenne viele Betroffene, einer von ihnen hat P. schon 18 Jahre, wer es nicht weiß, bemerkt es nicht einmal. Andererseits kenne ich Betroffene die weniger als 7 Jahre an P. erkrankt sind, aber schon viele Symptome deutlich sichtbar sind. Jeder Betroffene hat seinen eigenen Parkinson. Bei jedem verläuft die Krankheit individuell verschieden.

Um ein der Krankheit entsprechenden "guten" Lebensstil zu führen ist eine regelmässige Anpassung der Medikation, am besten in einer Parkinson-Klinik sinnvoll. Ich weiß wovon ich rede, da ich selbst betroffen bin.

0

Diese Krankheit veläuft verschieden. Sie beginnt auch oft nicht nur im hohen Alter, sondern schon bei unter 50-jährigen. Mir ist bekannt, daß man durch spezielle Gymnastik und Lebensweise, alles aufhalten kann. Aber es ist bei jedem anders. Mittlerweile gibt es Medikamente in Pflasterform, die gut helfen, zwar wohl auch nur aufhalten, aber es ist einen Versuch wert. Bitte unbedingt einen Facharzt dafür aufsuchen.

Normalerweise stierbt man nicht an Parkinson da es heute spezielle kliniken gibt die die patienten so gut mit medikamenten auf die krankheit einstellen, dass diese auch mit parkinson ein relativ normales leben führen können. allerdings haben diese medikamente auch nicht ganz so tolle nebenwirkungen, die aber nicht bei jedem patienten wirken. die lebenserwartung bei parkinsonpatienten ist so ziemlich die gleiche wie bei ,,gesunden" menschen auch.

Was möchtest Du wissen?