Welche Lebenserwartung bei Knochenmetastasen

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Also ich wage mich da mal ran, ich bin, um es zu erklären, studierte Diplomkrankenschwester, habe überwiegend als Intensivschwester auf der Onkologischen/Hämatologischen Station gearbeitet. Da es ja sehr viele Krebserkrankungen gibt, dazu noch berücksichtigt werden muss, wie die übrige Konstitution des betroffnenen Patienten ist, ergo Alter, Gewicht, zusätzliche Probleme/Erkrankungen, wie auch von der Psyche abhängig ist (Überlebenswillen des Patienten/Aufgabe...etc.) kann ich Dir hier und an dieser Stelle nur sagen, dass ich in vielen Jahren meiner Arbeit selten Patienten erlebt habe, die mit ossären Metastasen (Knochenmetastasen) länger als ein 3/4 Jahr überlebt hatten. Ich schliesse mich deshalb auch dem Teil der Meinung meiner Vorrednerin an, dass ich raten würde, PALLIATIVE Versorgung (ENDVERSORGUNG) anzustreben, hier wird nicht mehr auf kurative Behandlungsmethoden gesetzt, was bei Knochenmetastasen eh nicht mehr möglich ist, sondern primärer Zielgedanke ist, den Patienten weitestgehend SCHMERZFREI zu bekommen, so dass es dem Patienten in seiner verbleibenden Zeit, so gut wie möglich geht. Man wird hier auch Dinge wie begleitende psychologische Betreuung, wie ggf. diverse andere Therapiearten wie Musiktherapie, Maltherapie etc. je nach Klinik und Befinden des Patienten anbieten, dass hier ein wenig Ablenkung von der Krankheit gewährleistet ist, was natürlich auch für den Patienten wesentlich ist, Patienten die sich nicht ablenken können, haben es auch unter maximaler Schmerztherapie sehr schwer. Aber es ist wirklich keine GENERELLE auf alle PATIENTEN die betroffen sind, AUSSAGE zu treffen, denn dies würde bedeuten Gott zu spielen. Was ich Dir oben dazu geschrieben habe sind reine Erfahrungswerte. Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen und wünsche Dir viel Kraft.

bei meinem Vater ist auch der komplette Oberkörper voller osteoplastischer Metastasen als Folge von Prostatakrebs; ich frage mich woran stirbt denn letztendlich ein Patient mit Knochenmetastasen, wenn keine Organe befallen sind? Kein Arzt gibt mir dazu eine genaue Auskunft...

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Ganz klar, zwischen 30 Sekunden und 30 Jahren. Die Frage ist auch falsch gestellt. Sie muss heissen: Gibt es Jemanden, der mit der Krankheit lange gelebt hat? und Die wird dann immer mit ja beantwortet. Dazu 3 Beispiele: Mein Vater ist nun bummelige 82 Totensonntage alt. Vor 8 Jahren wurde unheilbarer Kehlkopfkrebs mit Streuung diagnostiziert, der eine Lebenserwartung von maximal 2 Jahren gewähren sollte. Das war vor 7 Jahren. Der alte Sack kann zwar nicht mehr sprechen aber pöbelt immer noch wie ein Weltmeister. Mir selbst wurde eine Mortilitätsrate von 100% nach 3 Jahren attestiert, was bedeutet, das alle Leute, die die gleiche Krankheit haben wie ich, nach 3 Jahren den Löffel zurücklegen. Das ist nun 9 Jahre her. Und ich zahle immer noch in die Rentenkasse. Ich hatte einen Schulfreund. Dieser Schulfreund war von Magenkrebs geheilt. Ein halbes Jahr danach haben wir ihn begraben. Und zum Schluss noch ein Wort zu Statistiken: Nachdem ich selbst einige gefälscht habe, traue ich nur noch meinen Eigenen.

hallo....ich bin vor 4 jahren an brustkrebs erkrankt und habe auch knochenmetastasen und mir geht es relativ gut....habe zwar ab und zu schmerzen an den betroffenen stellen ABER es geht auch wieder vorbei!keiner weiß wie lange man damit leben kann aber ich denke es ist auch eine kopfsache...laß ich mich hängen oder will ich leben!!???und ich WILL leben wie jeder andere kranke auch,schon allein für meine 2 mädchen(5und10)da mein (ex)mann mich nach nem halben jahr verlassen hat.....und das mit 2 kleinen kindern :-((((ich denke man kann nicht sagen ob man 2 monate oder 20 jahre damit lebt...aber ich kenne eine frau die schon seit 15 jahren damit lebt..und das habe ich mir auch vor genommen,schon allein für meine kids.....dann sind sie ,,alt,,genug und ich kann gehen.also immer positiv denken.. :-)))))

Glg Lila2311

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