Welche kulturelle Verbindung besteht als Grundlage zwischen den Pyramiden in Egypten und denen in Mittel- & Sued Amerika?

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8 Antworten

Eine direkte kulturelle Verbindung würde ich ausschließen (Thor Heyerdahl hat eine solche Verbindung postuliert, dies fand jedoch unter den allermeisten Wissenschaftlern keinen Zuspruch). Zeitlich und (vor allem) räumlich ist die Differenz sehr groß.

Zudem ist auch der Baustil sehr unterschiedlich. Man sehe z.B. zum einen die deutlich verschiedene "Stufung" der Pyramide von z.B. Tikal (Maja) (oder Chichen Itza) und zum anderen den unterschiedlichen Winkel.

Symbolik/Ornamente sind deutlich verschieden. Die Schriftsysteme (Maja-Schriftsystem und ägyptische Hieroglyphen) sind deutlich verschieden.

Viele Errungenschaften (so z.B. auch die Landwirtschaft) sind unabhängig voneinander an verschiedenen Stellen der Erde erfunden worden. Wahrscheinlich war es bei den Bauwerken, die wir heute Pyramiden nennen, auch so.

Ich denke, dass eine quadratische Grundfläche recht naheliegend ist, und wenn man von den Ecken aus "nach oben" geht (ohne gerade Wände zu konstruieren, sondern zusammenlaufende Wände), kommt man automatisch auf die Pyramidenform.

Würde man von einer gemeinsam "ererbten" Technik ausgehen, müsste man eigentlich Zwischenformen finden, auch in Sibirien und in z.B. Alaska, dies ist aber (meines Wissens nach) nicht der Fall. Die Besiedelung über NO-Sibirien, Alaska, Pazifikküste (und weiter nach Süden) ist inzwischen recht gut belegbar.

Außer, dem Pyramidenbau bestanden keine kulturellen Verbindungen.
Warum die nun Pyramiden bauten, je nun, das Wissen versank im Orkus der Geschichte.

Naheliegend ist die Mathematik, das Wesen der Zahl.
Mit dem Schreiben hatten sie es nicht wirklich.
So'n Stein (a la Pyramide) ist jedoch nachhaltig geeignet um Wissen zu dokumentieren.
Hat in Ägypten wie in Südamerika durchaus geklappt.

Die darin enthaltenen Zahlen sind logisch, damit immer zwingend richtig.
So 'ne Pyramide leugnen lässt sich nicht.


Sie konnten den Himmel beobachten, sie konnten ihre Beobachtungen und ihre Rechnungen aufschreiben, und sie waren bei der Errichtung von Großbauten (Pyramiden) an die gleichen statischen Gesetze gebunden.

Keine. Da liegen  dreieinhalbtausend Jahre zwischen.

Die ägyptischen Pyramiden entstanden ~2500 Jahre vor Christus, die lateinamerikanischen ~1000 nach Christus.

Wer da eine Beziehung konstruiert, hat den Boden der Realität völlig verlassen.

Deine zweite Frage, die nach dem astronomischen Wissen: der Himmel wurde auch in früheren Jahrtausenden beobachtet. Zeitmessungen waren für ein bäuerliches Volk wichtig. Daran ist nichts geheimnisvoll, das ist völlig normal.


scatha 02.08.2016, 11:05

Wer da eine Beziehung konstruiert, hat den Boden der Realität völlig verlassen.

Das klingt schon sehr angriffslustig. Es ist doch völlig normal, daß man bei solch enormen Bauwerken zunächst eine Beziehung vermuten würde.

bäuerliches Volk

Wozu braucht ein bäuerliches Volk solch enorme Bauwerke ?

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paulklaus 02.08.2016, 13:16

An Schorsch:

Für wie einfältig hältst du prähistorische Bauern ? Müssen sie zum Himmel sehen, um festzustellen: 'Aha, es ist Frühling und Zeit, das Feld zu bestellen !' ??

pk

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OnkelSchorsch 02.08.2016, 16:05
@paulklaus

scathe: dreieinhalbtausend Jahre Differenz. Ungefähr zehntausend Kilometer Differenz. Es ist nicht normal, angesichts dessen einen Zusammenhang zu konstruieren.

paulklaus: Ja. Und für dieses "zum Himmel gucken" haben unsere Vorfahren sinnreiche Dinge gebaut. Die Pyramiden haben damit aber ohnehin nichts zu tun.

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scatha 03.08.2016, 01:03
@OnkelSchorsch

Es gibt noch an einigen anderen Orten Pyramiden. Es geht bei dieser Frage tatsächlich um einen globalen Zusammenhang. Und ich halte es durchaus für sehr wahrscheinlich, daß es eine untergegangene sehr alte GLOBALE Zivilisation gegeben hat. Die Mythen vieler Völker deuten darauf hin.

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Allein die Tatsache, dass bei ägyptischen Mumien hohe Dosen von Kokain gefunden wurden, das nachweislich bis heute nur in Südamerika wächst, deutet auf frühgeschichtliche Verbindungen zwischen der alten und neuen Welt hin. Übrigens wurden die Kokainanalysen von Gegnern und Skeptikern wiederholt und bestätigt.

Auch wurde die Antarktis auf alten Karten, die verschollen sind und nur in Kopien erhalten, zwar verzerrt dargestellt aber immerhin, obwohl die Antarktis erst in geschichtlicher Zeit "entdeckt wurde". Mehr zu lesen in "Ancient Sea Kings von Charles Hapgood".

Genetisch ist auch ein Kontakt zwischen Europa und Amerika nahegelegt worden. Mehr in "Das Werden der Völker in Europa" von Elisabeth Hamel.

Es dürften Seefahrer unterwegs gewesen sein, die geheimes Wissen hatten. Die Indizien sprechen jedenfalls dafür. Es gibt viel mehr zwischen Sonne und Mond als die Wissenschaft wahrhaben will, weil bei der gilt leider zu oft: "Was nicht sein kann, darf nicht sein." Also Genossen bleibt tollerant und offen.

opti1908 04.08.2016, 22:30

Naja, Argumente sollten aber auf pruefbare Tasachen beruhen um einer kritischen Betrachtung ausgestzt werden zu koennen. Natuerlich kann man auch neuen Theorien gegenueber sketisch sein und seine Beweggruende dafuer sachlich anfuehre. 

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Bisher keine nachgewiesene Verbindung

opti1908 01.08.2016, 20:03

Schoen, aber wer sind nun jene die bisher die meiste Forschungsarbeit betrieben haben, und was ist der letzte Stand der Dinge?

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opti1908 04.08.2016, 22:18
@scatha

Danke sehr fuer die hoch interessanten Videolinks. 

Graham Hancock bezieht sich auf viele wichtige Aspekte der Mythologie vergangener Kulturen, der Weltgeschichte und der Astonomie ... wirklich super informativ!

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Sie haben wahrscheinlich beide von derselben noch älteren Kultur geerbt. Es ist übrigens auch noch nicht geklärt, wie alt die Pyramiden wirklich sind. Es gibt Hinweise, daß mindestens einige Megalithbauten älter als 10000 Jahre sind.

OnkelSchorsch 01.08.2016, 20:54

Das ist Quatsch, Das Alter der Pyramiden ist zweifelsfrei klar.

Das mit dem ungeklärten Alter ist Obskurantenquatsch und esoterischer Humbug.

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scatha 02.08.2016, 10:45
@OnkelSchorsch

Du verteidigst hier das klassische Dogma einer kontinuierlich fortschreitenden Evolution. Warum ?

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OlliBjoern 02.08.2016, 01:12

Üblicherweise bezeichnet man mit Megalithbauten zumeist europäische Bauwerke, wie z.B. Stonehenge (als bekanntestes Beispiel). Die Pyramiden von Ägypten rechnet man meines Wissens nach nicht dazu. Höchstens einige Bauten in Anatolien und in Marokko/Algerien/Tunesien rechnet man noch zu den "Megalithen" (die zumindest eine gewisse geographische Nähe aufweisen).

Auch diese (zumeist Europa betreffenden) Bauwerke werden nicht einer einheitlichen Kultur zugeschrieben. Es ist also auch unklar, ob (und wenn ja, wie) Stonehenge mit z.B. den Talayot-Bauten der Kanaren (z.B. Menorca) zusammenhängt. Man weiß das also nicht.

Es besteht also die Möglichkeit, dass die Talayots eine eigenständige Bauweise einer eigenständigen Kultur darstellen (und mit anderen Megalithbauten nichts zu tun haben, höchstens z.B. mit der Torre-Kultur Korsikas).

Auch in anderen Teilen der Welt gibt es (wenig überraschend) Bauten aus Stein (z.B. Golanhöhen, Senegal/Gambia und viele andere Stellen auf der Welt). Einen Zusammenhang mit den europäischen Megalithen sieht man dabei nicht.

Natürlich ist es möglich, dass manche Steinsetzungen so alt wie 10000 BP sind, jedoch hat dies keinen Zusammenhang mit den Pyramiden (deren Alter man recht gut kennt).

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paulklaus 02.08.2016, 13:20
@OlliBjoern

Ähem !! Ja, ja, alles ist BEKANNT !!!

Und geologische Untersuchungen wie die von Schoch und West (dass die Sphinx ein Alter von mindestens 8.000 Jahren haben muss) werden tunlichst unter den Teppich gekehrt, da sie nun so gar nicht zu dem Weltbild orthodoxer Ägyptologie passen !

pk

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scatha 02.08.2016, 18:22
@OnkelSchorsch

Eine Hypothese aufzustellen ist durchaus wissenschaftlich.
Besonders, wenn sie ein schlüssiges Erklärungsmodell für etwas sonst Unerklärbares bietet.

Unwissenschaftlich hingegen ist es, an einer Hypothese festzuhalten, nur wegen kultureller Denkgewohnheiten oder gar wegen eines beruflichen Notstandes.

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OnkelSchorsch 07.08.2016, 11:20
@scatha

scatha, man merkt, dass du nur wenig  Ahnung von Wissenschaft hast. Sicher kann, darf und soll auch jeder der will, Ideen haben und Hypothesen aufstellen. Kein Problem. Dann müssen diese Hypothesen aber auch fundiert belegt werden. Und genau da hapert es bei all diesen Obskuranten und Fantasten stets. Dann verlaufen sie sich in wirren, haltlosen Spekulationen, die nicht seriös belgt werden. Folgt dann der Hinweis darauf, dass eine unfundierte und nicht belegte oder gar erwiesenermaßen falsche Hypothese wertlos ist, geht das Gejammere los und die Obskuranten und deren Anhänger erzählen dann die üblichen Märchen von "unterdrücktem Wissen" oder "neue Ideen sind verboten" und dergleichen. Das ist jedoch völlig an der Sache vorbei.

Wer eine gute Idee hat, soll die niederschreiben und in Fachjournalen veröffentlichen. Die wissenschaftliche Welt wird das dann begutachten und wenn die Idee Hand und Fuß hat, wird ernsthaft darüber gearbeitet. Aber: sonderbare Bücher zu schreiben, die dann in Verlagen wie dem Kopp-Verlag und ähnlichen Verbreitern von Humbug verlegt werden, ist ebensowenig "wissenschaftlich" wie Auftritte in Esoterik-Messen, auf UFO-Kongressen und ähnlichen Veranstaltungen. Da scheidet sich eben die Spreu vom Weizen.

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Kulturell eher keine.

Auffällig ist zunächst, daß die Pyramiden in Südamerika (soweit ich weiß) ausnahmslos wesentlich steiler gebaut sind, als die Ägyptischen.

Eine viereckige / quadratische Grundfläche haben dennoch beide Formen.

Die Wahl einer Pyramide speist sich meiner Meinung nach aus der Überlegung, daß man einer Pyramidenform die Zahl pi zu Grunde legen kann. Während des Baus strebt man somit stetig nach Perfektion. Wer also die genaueste/"perfekteste" Pyramide bauen kann, hat also - geistig gesehen - die dicksten Eier.

Schachpapa 01.08.2016, 20:51

Wenn man ein Rad für eine Strecke 10x abrollt und für eine andere Strecke 10x nebeneinander legt, ist die erste Strecke genau π mal so lang wie die zweite. Ganz ohne Mystik und ohne Ausserirdische.

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Infomercial 01.08.2016, 20:59
@Schachpapa

Stimmt, aber ich glaube kaum, das  man mit dieser Methode auf einer Strecke von rund 240m genau genug arbeiten kann. Abgesehen davon, daß heute selbst Bauexperten einräumen, daß die Genauigkeit bspw. der ägyptischen Pyramiden auch mit modernen Geräten nicht nachbaubar wären (von den Lasten mal abgeseehn)

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VortexDani 01.08.2016, 21:10
@Infomercial

man muss allerdings bedenken, dass solche Bauten eine vergleichsweise hohe Aufmerksamkeit erhalten haben, sich prozentual mehr Bevölkerung damit beschäftigte und auch mehrere Generationen an unzähligen Versuchen und Forschung daran arbeiteten.. das wird allzu oft unterschätzt wie viel Wissen verloren ging - ich bezweifle, dass alle Bauingenieure das als unmöglich abtun würden ;) es gibt noch viel engere Toleranzen bei weit massiveren Bauten... man weiß heute nicht, wie historischer Damast gefertigt wurde oder römischer Zement nur als Beispiel

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OnkelSchorsch 01.08.2016, 21:30
@Infomercial

selbst Bauexperten einräumen, daß die Genauigkeit bspw. der ägyptischen Pyramiden auch mit modernen Geräten nicht nachbaubar wären

Das ist Unsinn. Welche Genauigkeit denn? Die Dinger sind verwittert, da ist nicht eine saubere Kante. Von "Genauigkeit" kann da gar keine Rede sein. Und selbstverständlich kriegt jeder Maurer sowas hin, mit höchster Präzision. Egal, ob mit modernen Werkzeugen oder einfachem Handwerkszeug.

Die Story mit den angeblichen Bauexperten und dem angeblich "nicht hinkriegen" ist nur ein dummes Gerücht, das auf solchem Quatsch wie den Däniken-Büchern und ähnlichem Unsinn beruht. Mit Fakten hat das nichts zu tun.

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Infomercial 02.08.2016, 07:13
@Infomercial

p.s. In Ägypten habe sie zudem buchstäblich auf Sand gebaut....mehrere tausand Tonnen Stein....die Kasper von heute schaffens ja nicht mal ne Landebahn in die märkische Heide zu setzen.

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scatha 02.08.2016, 10:58
@Infomercial

Er hat halt die "Mehrheit" der orthodoxen Archäologen hinter sich.

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paulklaus 02.08.2016, 13:03
@scatha

1. Der einstige Ober-Ägyptologe Rainer Stadelmann hat seine falschen Abmessungen der Großen Pyramide aus vorherigen so genannten wissenschaftlichen Werken übernommen nach Eugen Roths Motto: "Die Wissenschaft, sie ist und bleibt, was der ein' vom and'ren schreibt !"

Erst Rudolf Gantenbrink gelangen cm-genaue Abmessungen, auf Grund derer sich R.S. notgedrungen korrigieren musste !!

2. Sowohl die USA als auch Japan hatten 1996, bzw. 2002 vergeblich versucht, die Große Pyramide nachzubauen, scheiterten jedoch fatal an den "Innereien" wie der "Großen Galerie" sowie diversen "Seelenschächten".

(Wer lesen kann, hat Vorteile...!)

pk

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OnkelSchorsch 02.08.2016, 23:38
@paulklaus

Sowohl die USA als auch Japan hatten 1996, bzw. 2002 vergeblich versucht, die Große Pyramide nachzubauen,

Soso. Dann nenne bitte mal die belegbaren, seriösen Quellen für diese Behauptung, "die USA" und "Japan" hätten das versucht und wären gescheitert. Nein, bitte keine Däniken-Bücher oder ähnlichen Humbug, bitte seriöse, peerreviewte Quellen. Und da es ja "die USA" und "Japan" waren, also höchst staatliche Angelegenheiten, muss es da ja ausführliche, hochoffizielle Dokumente zu geben.

Aber hier habe ich ein Geheimnis: jeder Depp kann eine Pyramide bauen. Das ist so ziemlich das einfachste, was man basteln kann. Kriegen Fünfjährige mit einem Haufen Legosteine hin.

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scatha 03.08.2016, 00:07
@OnkelSchorsch

Joo.. ich habe mit 14 Jahren eine Pyramide aus Beton gegossen. 30 cm breit und 19 cm hoch. Also mit dem gleichen Proportionen wie die ägyptischen. War ganz einfach. Spielt ja auch keine Rolle, daß die echten das 500 Millionen-fache Volumen haben.

Ok, und staatliche Quellen sind IMMER seriös, wenn es um Informationen geht, die gesellschaftlich hochrelevant sein könnten. Auch ganz klar.

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