Welche Kündigungsfrist hat man bei gewöhnlichen Arbeitsverträgen als Arbeitnehmer?

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3 Antworten

Die gesetzliche Kündigungsfrist durch den Arbeitnehmer beträgt nach der Probezeit laut Paragraf 622 BGB im einfachsten Fall einen Monat und ist entweder zum 15. oder 01. eines Monats zu datieren.

Ein von vornherein befristet geschlossenes Arbeitsverhältnis ohne besondere Zusatzvereinbarungen ist nicht "ordentlich" vor Ablauf der Befristung kündbar. Weder vom AN, noch vom AG.

Eine Kündigung bedarf zwingend der Schriftform.

Ein gewünschter Wechsel des Arbeitsplatzes rechtfertigt in sich als alleiniger Grund keine ausserordentliche ( fristlose ) Kündigung für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber. 

Die einzige Möglichkeit einer individuellen Verkürzung der gesetzlichen Kündigungsfrist wäre der Abschluss eines "Aufhebungsvertrages", welchem sowohl Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber zur Wirksamkeit dann ausdrücklich beiderseitig zustimmen müssen. Dieses wäre auch als einzige Alternative bei einem befristeten AV ohne Sondervereinbarungen zu nennen.

Diese Angaben beziehen sich allgemeines Vertragsrecht ohne individuelle Regelungen durch Betriebsvereinbarungen oder gewerkschaftliche Tarifverträge.

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Kommentar von lenzing42
18.04.2016, 16:57

Man kündigt nie zum ersten eines Monats, sondern zum Ende eines Kalendermonats.

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Kommentar von Familiengerd
18.04.2016, 17:12

... und außerdem ist es "im einfachsten Fall" nach BGB nicht 1 Monat, sondern es sind 4 Wochen!

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Nach § 622 Abs.:1 BGB beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats.

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fristlos kannst du nicht kündigen, wenn ein geregeltes Arbeitsverhältnis besteht. Aber: Mit dem Chef reden bringt oft segen.

Kündigungsfristen sind im Bürgerlichen Gesetzbuch in § 622 geregelt. Für
Arbeitnehmer und Arbeitgeber gelten einheitliche Fristen. Die Grundkündigungsfrist
- die sowohl bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber als auch bei
einer Kündigung durch den Arbeitnehmer einzuhalten ist - für beträgt 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende.

Es sei denn in deinem Arbeitsvertrag ist es anders geregelt.

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Kommentar von Familiengerd
18.04.2016, 17:17

Für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gelten einheitliche Fristen.

Wenn Du schon auf BGB § 622 verweist, solltest Du eigentlich wissen, dass das falsch ist - das gilt nämlich nur für die ersten 2 Jahre des Arbeitsverhältnisses!

Nach dem 2. Beschäftigungsjahr gelten für den Arbeitgeber gestaffelt längere Kündigungsfristen ja nach Beschäftigungsdauer!

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