Welche Kündigung ist gültig?

5 Antworten

Die erste Kündigung die ich schrieb ging jedoch an die falsche Stelle und war somit ungültig, laut meinem Arbeitgeber.

Was heißt denn "falsche Stelle"? Wohin hast du die Kündigung geschickt und mit welchem Kündigungsdatum?

Und auf welche/s Datum/Daten lauten die anderen Kündigungen?

Die Tage erhielt ich mein Arbeitszeugnis, welches nicht nur unter aller Sau ist

Dann stell es in einer neuen Frage hier zur Bewertung ein (vollständig und anonymisiert), dann kann man dir einen Rat geben, was du ggf. unternehmen kannst.

Du beschreibst an sich eine "verzwickte Situation". Leider sind Deine Angaben aktuell aber auch noch nicht vollständig für eine angemessene Bewertung.

Ich unterstelle mal grundlegend, dass Du jeweils "fristgerecht" ( also ordentlich ) kündigen wolltest.

- Was meinst Du "meine erste Kündigung ging an falsche Stelle" ? Zu welchem Datum wolltest Du erstmalig kündigen ?

 - zu welchem Datum wolltest Du in der 2. ( korrigierten ) Kündigung das AV beenden ?

 - zu welchem Datum kündigte Dein Arbeitgeber

 - auf welches Datum beziehen sich die Angaben Deines Arbeitgebers in dem Arbeitszeugnis ? Das Datum welcher Kündigung hast DU bei der Arbeitsagentur angegeben ?

Was das Arbeitszeugnis an sich betrifft, so hast Du natürlich schon mal ein Anrecht auf ein formell korrekt ausgestelltes AZ ohne Rechtschreibfehler und ( versteckte ) negative Bewertungen. Reklamiere daher dieses AZ und verlange eine formell wie auch inhaltlich den Vorgaben entsprechende Ausfertigung.

Eine Erstberatung bei ortsansässigen Niederlassungen von Gewerkschaften bekommst Du in der Regel auch als Nicht-Mitglied. Wenn Dein Betrieb einen Betriebsrat hat, so spreche dementsprechend auch hier vor.

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Danke für deine Antwort. Ich beantworte deine Fragen mal von oben nach unten.

Meine Absicht war es fristgerecht zu kündigen, ja.

Die erste Kündigung ging direkt an den Projektleiter, da dies vor einiger Zeit in einem persönlichen Gespräch so besprochen wurde, dieser teilte mir über eine dritte Person dann mit, dass die Kündigung an die Personalabteilung gehen muss. Die Kündigung war zum 18.03. .

Die korrigierte Kündigung meinerseits war zum 24.03. .

Arbeitgeber kündigte mir zum 31.03. .

Und das Arbeitszeugnis bezieht sich auf meine Kündigung zum 24.03.

Wie unten bereits geantwortet, als Beispiel. Meine zweite Kündigung ging an einem Dienstag raus und am Mittwoch ging bei mir die Kündigung des Arbeitgebers ein, in der darauffolgenden Woche wurde mir meine Kündigung vom Arbeitgeber bestätigt.

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@eisiice596

Wenn es streng nach gesetzlichen Formalgrundlagen ginge, so wäre eine fristgerechte Kündigung entweder zum 1. oder 15. eines Monats rechtswirksam, sofern niemand der beiden Parteien den tatsächlichen Kündigungsdaten der Kündigungen binnen 3 Wochen ab Zugang widerspräche.

Somit KÖNNTE Deine eigene ( korrigierte ) Kündigung zum 24.03 erst einmal durchaus wirksam sein, weil der AG dieser Datierung nicht widersprach. ( dieses jetzt mal ganz rudimentär )

Welche ( ordentlichen ) Kündigungsfristen lagen denn zum Zeitpunkt der Kündigungs-Formulierung / Zugang der ersten Kündigung Deinerseits laut Arbeitsvertrag vor ? ( nicht dass grundlegend Kündigungsfristen unterschritten wurden )

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@Parhalia

Lediglich eine Frist von 4 Wochen, kein bestimmter Termin wie von dir genannt.

Er widerpsrach der Kündigung zwar nicht, lies mir aber eine zukommen mit gekündigt zum 31.03.

Kündigungsfristen wurden somit nicht unterschritten.

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@eisiice596

Wenn die Kündigungen damit wechselseitig bereits im Februar jeweils zugestellt wurden, somit wären Rechtsmittel der Anfechtung ( Kündigungsschutz ) damit bereits "abgelaufen".

Somit sehe ich da jetzt ( wohlgemerkt als LAIE ) kein Anerkennungsproblem in der Haltung Deines Arbeitgebers, wenn er sich auf Deine Kündigung zum 24.03 bezog, wenn sie ihm z.B. Mitte Februar bereits zuging.

Für absolute RechtsSICHERHEIT solltest Du Deinen hier nun zeitlich "aufbereiteten " Fall mal kurz in einer regionalen Gewerkschafts-Niederlassung besprechen. Für eine Kurzberatung sollten die in der Regel halt wie gesagt auch Nicht-Mitgliedern rudimentäre Tipps geben.

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@eisiice596

Die erste Kündigung ging direkt an den Projektleiter, da dies vor einiger Zeit in einem persönlichen Gespräch so besprochen wurde, dieser teilte mir über eine dritte Person dann mit, dass die Kündigung an die Personalabteilung gehen muss.

Grundsätzlich ist es vollkommen egal, wer die Kündigung in der Firma entgegennimmt. Ob das nun die Personalabteilung, die Chefsekretärin oder sonstwer ist, solange sie beim AG eingegangen ist und du den Zugang belegen kannst, ist sie wirksam. 

M. E. wäre damit sogar deine Kündigung zum 18.03. wirksam gewesen.

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@Parhalia

WANN jeweils zugestellt ? Das ganze "Prozedere" muss doch DANN schon Mitte  bis Ende Februar über die "Bühne" gegangen sein.

( wie sonst wolltet Ihr gegenseitg denn rein die GESETZLICHE KüFri jeweils "per Zustellung" eingehalten haben wollen ..." )

Es bleibt leider "dubios" ...

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Die Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung. In eurem Falle heißt das, es ist die Kündigung gültig, welche zuerst zugegangen ist Hierbei kommt es nicht auf das Absendedatum an, sondern auf das Datum des Zugangs. Da du deine Kündigung einen Tag vorher abgeschickt hast, ist sie wahrscheinlich auch vor der anderen zugegangen. Somit ist deine Kündigung wirksam. Genauer lässt sich das aber bei normaler Post nicht sagen. Das ist der Grund weshalb man Kündigungen (und andere wichtige Geschäfte) IMMER per Einschreiben mit Rückschein verschicken sollte.

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Naja, sagen wir mal ich hab meine Kündigung am Dienstag in den netten gelben Kasten um die Ecke geschmissen. Am Mittwoch kam die Kündigung meines Arbeitgebers bei mir an.

In der darauffolgenden Woche erst habe ich eine Eingangsbestätigung meiner Kündigung erhalten.

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IMMER per Einschreiben mit Rückschein verschicken

Nein, NIEMALS per Einschreiben mit Rückschein, sondern wenn dann per Einwurf-Einschreiben! Wird ein ES mit Rückschein vom Empfänger nicht angenommen bzw. nicht auf der Post abgeholt, ist es nicht zugegangen und man verpasst die Frist.

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Rechtswidrige Kündigung unterschrieben. Gültig oder nicht?

Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage bzgl. dem Thema Kündigung. Es betrifft meinen Freund.

Er hat Mitte September eine neue Arbeit begonnen, Arbeitsverhältnis unbefristet, Probezeit laut Vertrag: drei Monate. Diese lief somit zum 11.12.15 aus. Ein Tag vor Ablauf der Probezeit hatten mein Freund und sein Chef ein Gespräch, bei dem sein Chef ihm quasi die Pistole auf die Brust gesetzt hat und meinte, entweder er arbeitet für 1,50€ weniger die Stunde oder er kann gehen.

Nachdem wir uns am Abend beraten hatten sind wir zu dem Entschluss gekommen, das "Angebot" nicht anzunehmen (man muss dazu sagen, dass es im Vorfeld einige Vorfälle gab und mein Freund nicht alles mit sich machen lassen wollte (verständlich), und dieser Punkt sozusagen das Fass zum Überlaufen gebracht hat). Daraufhin hat mein Freund seinem Chef per Whatsapp geschrieben, dass er es nicht akzeptiert ohne Angabe von plausiblen Gründen weniger Geld zu bekommen, und da er ihn anders ja nicht weiter beschäftigen möchte, er ihm doch bitte die Kündigung ausstellen solle.

Sein Chef hatte aber die Tage daraufhin keine Zeit und hat den Termin auf den 22.12. veschoben. Da ich mich erkundigt und herausgefunden habe, dass der Tag des EINGANGS der schriftlichen Kündigung auch der Kündigungstag ist, wurde er ja somit zum 22.12. gekündigt und nicht zum 11.12 (was daraufhin eine Kündigungsfris von 4 Wochen auf Monatsende (ist ja keine Probezeit mehr) ist statt einer Kündigungsfrist innerhalb der Probezeit von 2 Wochen auf Monatsende (steht so im Vertrag)).

Ich habe mir schon fast gedacht, da man den Chef durch die Erfahrungen der letzten Monate gut einschätzen kann, dass er am Datum rum schraubt und genau so war es auch: auf der Kündigung von gestern (22.12.) stand wirklich das Datum von deren letzten Gespräch (am 10.12.) drauf, was die Kündigung ja somit rechtswidrig bzw. ungültig macht. Auch steht in der Kündigung, dass mein Freund "auf seinen Wunsch hin gekündigt wird", was so ja auch nicht ganz richtig ist (ich weiß aber nicht, ob das nun eine großartige Relevanz hat). Es geht hier nun Hauptsächlich um das Datum, denn somit endet sein Arbeitsverhältnis ja Ende Dezember und nicht Ende Januar.

Das Problem bei der Sache ist nun, und hier kommen wir zur eigentlichen Frage, dass mein Freund die Kündigung, wie man das eben mal so "schnell schnell" macht, blöderweise vor Ort unterschrieben hat. Wird durch seine Unterschrift nun die eigentlich festgelegte Kündigungsfrist in seinem Arbeitsvertrag, die der Chef in der Kündigung ja umgangen hat, ausgehebelt? Hat er somit die Kündigung, so wie sie da steht, komplett akzeptiert oder gibt es eine Chance sie anzufechten? Man muss dazu auch sagen, dass wir die Terminverschiebung der Kündigung seitens des Arbeitgebers auch schriftlich per Whatsapp haben.

Über eine Antwort (oder mehrere) würde ich mich sehr freuen! :)

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