Welche Kündigung ist gültig?

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5 Antworten

Es gilt die Kündigung, die zuerst ausgesprochen bzw. zugestellt wurde. Hier sollte das Datum auf der Kündigung ausschlag geben.

Gab es hier keine Kündigungsfrist? Das Arbeitsverhältnis geht üblicherweise bis zum Ablauf der Kündigungsfrist und nicht bis zum erhalt der Kündigung. Ebenso sollte ja in der/den Kündigung/en stehen "gekündigt zum XX.XX.XXX". Eine rückwirkende Kündigung ist nicht rechtens und somit ungültig. Am besten hier mal in den Arbeitsvertrag schauen. Da sollte die Kündigungsfrist festgehalten sein.

Wenn man mit seinem Arbeitszeugnis nicht einverstanden ist, darf man ein neues verlangen, welches man für angemessen hält. Dieser Vorgang kann so oft wiederholt werden, bis man mit dem Zeugnis zufrieden ist. (Sollte es diesbezüglich zu einem Rechtstreit kommen wird oft eine neutrale Lösung gefünden).

Ich persönlich würde ein entsprechendes Zeugnis vorschreiben, eine Kopie der Kündigung des Arbeitgebers beilegen und freundlich um Nachbesserung unter Angabe einer angemessenen Frist (1-2 Wochen) bitten. Natürlich werden die dein Original nicht verwenden, haben aber eine Vorstellung davon, wie du es haben möchtest. Evtl. hast du sogar Glück und du bekommst tatsächlich dein zeugnis unterschrieben zurück (hab ich schon erlebt).

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Kommentar von eisiice596
04.04.2016, 13:27

Danke für deine Antwort.

DIe Kündigungsfrist liegt bei 4 Wochen.

Die Frage ist nun, welche wurde zuerst ausgesprochen bzw zugestellt? Meine erste die lt. Arbeitgeber jedoch ungültig ist, da es an die falsche Adresse ging? Oder deren, da diese bei mir eher eintraf, als meine bei denen?

In meiner Kündigung steht "kündige fristgerecht zum 24.03." - Arbeitgeber sagt "wir kündigen dich zum 31.03.".

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Kommentar von wurzlsepp668
04.04.2016, 13:30

ich hatte eine Mitarbeiterin, der hat mein Zeugnis auch nicht gefallen

(war auf Note 2- gestellt). Lt. ihrer Aussage und ihres kompletten Freundeskreis wäre es eine 5, mit viel guten Willen eine 4 .....

hat mir ein selbstgeschriebenes Zeugnis vorgelegt, natürlich Note 1+ .......

komischerweise war im Arbeitsgerichtsprozeß vom Zeugnis nie die Rede ........

habe ihr das Zeugnis dann so gestellt, wie sie es wollte, da sie Telefonterror betrieben hat ...

hat ihr nur wenig genützt, innerhalb eines Jahres 3 oder 4 andere Arbeitsstellen ..... trotz "hervorragendem" Zeugnis ....

Meine persönliche Meinung: ein Arbeitszeugnis ist das Papier nicht wert, worauf es steht ......

ich habe von meinem letzten Arbeitgeber kein Arbeitszeugnis erhalten, aber auch keines angefordert ....

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Die erste Kündigung die ich schrieb ging jedoch an die falsche Stelle und war somit ungültig, laut meinem Arbeitgeber.

Was heißt denn "falsche Stelle"? Wohin hast du die Kündigung geschickt und mit welchem Kündigungsdatum?

Und auf welche/s Datum/Daten lauten die anderen Kündigungen?

Die Tage erhielt ich mein Arbeitszeugnis, welches nicht nur unter aller Sau ist

Dann stell es in einer neuen Frage hier zur Bewertung ein (vollständig und anonymisiert), dann kann man dir einen Rat geben, was du ggf. unternehmen kannst.

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Du beschreibst an sich eine "verzwickte Situation". Leider sind Deine Angaben aktuell aber auch noch nicht vollständig für eine angemessene Bewertung.

Ich unterstelle mal grundlegend, dass Du jeweils "fristgerecht" ( also ordentlich ) kündigen wolltest.

- Was meinst Du "meine erste Kündigung ging an falsche Stelle" ? Zu welchem Datum wolltest Du erstmalig kündigen ?

 - zu welchem Datum wolltest Du in der 2. ( korrigierten ) Kündigung das AV beenden ?

 - zu welchem Datum kündigte Dein Arbeitgeber

 - auf welches Datum beziehen sich die Angaben Deines Arbeitgebers in dem Arbeitszeugnis ? Das Datum welcher Kündigung hast DU bei der Arbeitsagentur angegeben ?

Was das Arbeitszeugnis an sich betrifft, so hast Du natürlich schon mal ein Anrecht auf ein formell korrekt ausgestelltes AZ ohne Rechtschreibfehler und ( versteckte ) negative Bewertungen. Reklamiere daher dieses AZ und verlange eine formell wie auch inhaltlich den Vorgaben entsprechende Ausfertigung.

Eine Erstberatung bei ortsansässigen Niederlassungen von Gewerkschaften bekommst Du in der Regel auch als Nicht-Mitglied. Wenn Dein Betrieb einen Betriebsrat hat, so spreche dementsprechend auch hier vor.

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Kommentar von eisiice596
04.04.2016, 14:14

Danke für deine Antwort. Ich beantworte deine Fragen mal von oben nach unten.

Meine Absicht war es fristgerecht zu kündigen, ja.

Die erste Kündigung ging direkt an den Projektleiter, da dies vor einiger Zeit in einem persönlichen Gespräch so besprochen wurde, dieser teilte mir über eine dritte Person dann mit, dass die Kündigung an die Personalabteilung gehen muss. Die Kündigung war zum 18.03. .

Die korrigierte Kündigung meinerseits war zum 24.03. .

Arbeitgeber kündigte mir zum 31.03. .

Und das Arbeitszeugnis bezieht sich auf meine Kündigung zum 24.03.

Wie unten bereits geantwortet, als Beispiel. Meine zweite Kündigung ging an einem Dienstag raus und am Mittwoch ging bei mir die Kündigung des Arbeitgebers ein, in der darauffolgenden Woche wurde mir meine Kündigung vom Arbeitgeber bestätigt.

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Welche Kündigung ist denn nun gültig? Meine? Oder die des

Arbeitgebers?



Eine eigene Kündigung des Arbeitnehmers hat in der Regel eine Sperre des Arbeitslosengeldes  zur Folge, bei der Kündigung durch den Arbeitgeber wird es keine Sperre geben.                                            


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Die Kündigung ist eine einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung. In eurem Falle heißt das, es ist die Kündigung gültig, welche zuerst zugegangen ist Hierbei kommt es nicht auf das Absendedatum an, sondern auf das Datum des Zugangs. Da du deine Kündigung einen Tag vorher abgeschickt hast, ist sie wahrscheinlich auch vor der anderen zugegangen. Somit ist deine Kündigung wirksam. Genauer lässt sich das aber bei normaler Post nicht sagen. Das ist der Grund weshalb man Kündigungen (und andere wichtige Geschäfte) IMMER per Einschreiben mit Rückschein verschicken sollte.

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Kommentar von eisiice596
04.04.2016, 13:28

Naja, sagen wir mal ich hab meine Kündigung am Dienstag in den netten gelben Kasten um die Ecke geschmissen. Am Mittwoch kam die Kündigung meines Arbeitgebers bei mir an.

In der darauffolgenden Woche erst habe ich eine Eingangsbestätigung meiner Kündigung erhalten.

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Kommentar von DarthMario72
04.04.2016, 15:05

IMMER per Einschreiben mit Rückschein verschicken

Nein, NIEMALS per Einschreiben mit Rückschein, sondern wenn dann per Einwurf-Einschreiben! Wird ein ES mit Rückschein vom Empfänger nicht angenommen bzw. nicht auf der Post abgeholt, ist es nicht zugegangen und man verpasst die Frist.

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