Welche Krankenversicherung ist sinnvoll als Beamtenanwärter?

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8 Antworten

Hallo Nouvie,

grundsätzlich kannst du dir aussuchen, ob du dich künftig privat versicherst oder als freiwilliges Mitglied in der Krankenkasse bleibst. Diese Entscheidung musst du übrigens nicht zwingend sofort treffen.

In der privaten Versicherung hast du den Vorteil, dass es Tarife gibt, die perfekt auf die Beihilfe abgestimmt sind. So kannst du alle Vorzüge und den hochwertigen Versicherungsschutz einer privaten Krankenversicherung nutzen.

Außerdem ist der Beitrag zur PKV i. d. R. deutlich günstiger, da du hier nur für den vereinbarten (prozentualen) Versicherungsschutz bezahlst.

In der gesetzlichen Krankenkasse hingegen berechnet sich dein Beitrag prozentual von deinem Gesamteinkommen.

Auch ich kann dir nur empfehlen - solltest du dich für die PKV entscheiden - nimm' dir die Zeit und lass dich von einem Versicherungsberater ausführlich informieren.

Ich hoffe das hilft dir ein wenig bei der Entscheidung, ansonsten meld' dich gerne :-)

Viele Grüße

Daniela vom Barmenia-Team

Bei Beamten ist fast immer zur PKV-Restkostenversicherung zu tendieren.

Ich rate dir, nicht nach der Meinung von Laien zu fischen sondern dir kompetente, möglichst unabhängige Beratung bei einem Vermittler oder Makler zu holen, der Erfahrung mit der Absicherung von Beamten hat.

In der Regel bietet sich eine private KV (Restkosten) an die dann den Anteil der Kosten absichert den die Beihilfe nicht trägt, und (via Beihilfeergänzungsbaustein) auch die eine oder andere Lücke der Beihilfe (u.a. Material- und Laborkosten bei Zahnersatz) ausgleicht.

Wenn Du gesetzlich versichert bist (volle Beiträge), dann gibt es zwar auch noch Beihilfe, diese ist aber auf die Bereiche begrenzt in denen die gesetzliche Krankenkasse prinzipiell überhaupt nicht leistet (z.B. Heilpraktiker).

Hier tut fachliche Beratung (von Maklern bzw. Beratern die sich mit Beamten und Beihilfe sehr gut auskennen) Not, da sollte u.a. über das Zusammenwirken von Beihilfe und KV, zukünftige Optionen (was ist wenn zwischenzeitlich angestelt, arbeitslos, usw.), Kinderversicherung (ggf. Elternzeit), Versicherung im Rentenalter, Tarifstruktur und -kalkulation bei Anwärtertarifen, Umstellung bei Verbeamtung auf Probe, u.v.m. gesprochen werden.

Ich will's mal so beantworten, Nouvie: Ich bin jetzt 71, bin von Anfang an in der PKV, und habe das nie bereut. Die so oft gescholtenen Vorteile bei Ärzten und in Krankenhäusern überwiegen ganz klar.

Zu den Beiträgen: Versichert werden muss immer nur der Anteil, der von der Beihilfe nicht abgesichert ist. Single: 50 %; Pensionär: 30%. Wenn man Kinder hat, steigt der Beihilfeanteil auf 70%; Kinder müssen versichert werden. Einziger Haken: Wenn man verheiratet ist und die Frau nicht berufstätig und/oder nicht in einer GKV ist, musst Du auch sie mitversichern. In der GKV ist sie ohne Aufschlag mitversichert. Die PKV-Beiträge steigen natürlich mit den Zusatzversicherungen, z.B. für 2-Bett-Zimmer und Chefarztbehandlung. Letztere hat sich bei mir übrigens gelohnt. Ich habe vor 6 Jahren ein neues Knie vom anerkannt besten Chefarzt hier eingesetzt bekommen.  Ich hatte nie auch nur die geringsten Probleme mit meinem Knie. Zahnersatz und, ganz wichtig, Ergänzungstarif für Medikamente, die von der Beihilfe inzwischen nicht mehr anerkannt werden, habe ich auch abgeschlossen. In jungen Jahren ist das nicht wichtig, wenn man keine Medikamente braucht; später schon.

In Hannover haben wir übrigens den Fair-Sicherungsladen http://www.fair-sicherungsladen.de/ Ich habe ihn an anderer Stelle als neutral kennengelernt. Wie die übrigen in Deutschland sind, weiß ich nicht. U.U. lont sich eine Beratung dort, um die beste PKV zu finden. Ich bin seit eh und je in der Continentale-KV und hatte nie Probleme. Ich habe sogar eine stationäre Reha und eine teure Schallwellentherapie (Tennisarm) bezahlt bekommen, nachdem ich ein persönliches Gespräch hatte. Ich halte es auch für nützlich, wenn die Versicherung ein Kundencenter vor Ort hat.

DolphinPB 25.05.2016, 09:21

In Hannover haben wir übrigens den Fair-Sicherungsladen Ich habe ihn an anderer Stelle als neutral kennengelerntJeder Makler muss per se neutral sein.

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basiswissen 25.05.2016, 09:39
@kreuzkampus

Ich hab leider beim Fairsicherungsladen Dinge gesehen die eher unschön waren. Von Fair ist da keine Rede oder es ist fehlendes Fachwissen. Wenns da dann schon bei ner Sachversicherung "hakt" würde ich da eher keine Empfehlung für ne PKV geben...

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kreuzkampus 25.05.2016, 09:48
@basiswissen

Im Internet tummeln sich einige, die sich Fairsicherunsgladen mit oder ohne Bindestrich. Der Name wird nicht geschützt sein. Ich habe deshalb bewusst nur von dem Fair-Sicherungsladen geschrieben.

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Ich kenn das so. Mein Mann ist Soldat. Da zahlt der Bund 70% für die Frau und 80% für jedes Kind. Den Rest muß man selbst versichern was aber immer noch günstiger ist als die gesetzliche. Bei einem Beamtenanwärter ist das nicht anders.

Vom Grundsatz hast Du die freie Wahl. Ich könnte nun wieder die gleichen Berater zu dem Thema empfehlen, bin aber vor kurzem auf diesen kleinen Test gestossesn der Dir Auskunft gibt ob die PKV oder GKV für Dich das bestmögliche ist: http://www.info-referendare.de/ Oben Rechts ist n Button-ganz witzig gemacht. Und, soweit ich das beurteilen kann, fair und neutral ohne zu viele Angaben im Netz hinterlassen zu müssen. Viel Erfolg

DolphinPB 25.05.2016, 09:19

Na ja, das ist irgendein Makler mit einem ganz netten Internetauftritt, aber mehr auch nicht. Der "Check" ist aber Unsinn, da werden nur die Daten an den Makler übermittelt.

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basiswissen 25.05.2016, 09:27
@DolphinPB

Die Aussage ob PKV oder GKV kommt aber vor der Datenübermittlung. Ob man dann da beraten werden möchte steht einem ja frei.... Mir gefällts. Und die Idee ist gut wie ich neidvoll anerkenne...

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basiswissen 25.05.2016, 10:33
@DolphinPB

Ich habe durch deine Anregung mal ein paar Durchgänge gemacht. Es kommt interessanterweise nicht automatisch PKV 100 sondern auch GKV heraus. Je nachdem wie man die Fragen beantwortet. Insofern hab ich da nichts dran auszusetzen und finde es für eine erste Orientierung nicht schlecht

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DolphinPB 25.05.2016, 18:06
@basiswissen

Na ja, wenn es ernsthafte Vorerkrankungen gibt oder Kinder als Anwärter - das ist eben sehr vorhersehbar und das sind logischerweise die Grenzfälle.

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Auf alle Fälle als Grundversorgung ist die gesetzliche zu empfehlen, und dazu eine private Krankenzusatzversicherung. Wenn man im Falle einer Krankheit mal ins KH muss, dann kann man sich auf Klasse legen.

kevin1905 25.05.2016, 09:06

Für Beamte nicht zutreffend und absolute Geldverschwendung.

Beamte sind nicht versicherungspflichtig in der GKV, müssten sich also freiwillig versichern und die Beiträge komplett alleine tragen.

Nebeneinkünfte aus Vermietung etc. wären ebenfalls beitragspflichtig (§ 240 SGB V).

Beihilfe und 50% PKV sind definitiv die günstigere Wahl und den ganzen Kram, den du über Zusatzversicherung absichern willst, ist schon inkludiert.

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DolphinPB 25.05.2016, 09:20

Was für ein Unsinn bei Beamten, außer ggf. mittlerer Dienst und mehrere Kinder.

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Du bist doch beihilfeberechtigt. Die gesetzliche Krankenversicherung macht für Dich keinen Sinn: Nicht nur, daß Du kein Pflichtmitglied bist und Dich freiwillig versichern mußt, Du bezahlst zudem zwangsweise eine Vollversicherung obwohl Du teilweise schon abgesichert bist.

Sinn macht alleine, bei einer privaten Krankenversicherung einen speziellen Beamtentarif abzuschließen. Der sichert Dich hinsichtlich der Kosten ab für die die Beihilfe nicht aufkommt und ist in der Regel sehr preiswert.

Achten solltest Du aber darauf, daß Du nicht voreilig bei jemand abschließt. Offenbar haben viele PKVs ihre Vertrauensleute im Personalamt und es wird Dir passieren, daß Du schon bald die ersten Anrufe von Versicherungsvertretern bekommst.


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