Welche Kosten müssen Hartz IV-Empfänger selber tragen?

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3 Antworten

Strom, Telefon- und Internetkosten, Monatskarte, Versicherungen müssen alle aus dem Regelsatz von 399.- € bezahlt werden, da übernimmt das JobCenter nichts extra. Außer dem Regelsatz wird lediglich die Warmmiete (solange sie als angemessen gilt) und neuerdings auch die Kosten für Warmwasser übernommen. Die Kosten fürs Kabelfernsehen bekommt man nur erstattet, wenn sie in den Mietkosten bereits enthalten sind. Manche Hartz-IV-Empfänger müssen sogar einen Teil ihrer Miete aus dem Regelsatz bezahlen, da die Angemessenheitskriterien der JobCenter nicht mit den Mietpreissteigerungen Schritt halten.

Wer derart knapp bei Kasse ist und dann noch raucht wie ein Schlot, der kommt natürlich mit dem Geld überhaupt nicht hin. Aber sicher hast du dich auch über das unverschämte Auftreten deines Nachmieters geärgert. Hätte er dich nett gefragt, ob du ihm den Teppichboden überlassen könntest, hättest du sicher den kaputten Teppichboden dringelassen. Aber bei Erstbezug bekommt er ohnehin auf Antrag einen Zuschuss für die Erstausstattung. Dann hätte ich ihn an deiner Stelle daran erinnert, dass du als Studentin auch nicht mehr Geld hast als er und den Teppich bzw. Fußbodenbelag selber brauchst. Ich glaube, ich hätte ähnlich reagiert bei derartigem Auftreten.

Wenn er noch jung ist und keine Arbeit findet, dann könnte er´s ja auch mal mit einem Minijob versuchen. Davon kann er 100.- € behalten und käme etwas besser über die Runden.

Was mir aber die Sprache verschlagen hat, war die Meinung seiner Mutter, du hättest nur aus Zeitgründen die Steckdosen nicht abmontiert. Die Steckdosen gehören dem Vermieter, wie kann man da überhaupt auf die Idee kommen, diese abzumontieren (scheint aber offenbar vorzukommen)? Und die Mutter hat sich wohl geärgert, dass du deinen (!) Fußbodenbelag mitgenommen hast (was ja dein gutes Recht ist), wenn sie dir so etwas unterstellt.

Ich hoffe, das JobCenter macht dem jungen Bengel mal Beine mit 1-€-Jobs oder Ähnlichem.

Dass es Leute gibt die Steckdosen rausnehmen wusste ich bis dahin auch nicht (höchstens in Verbindung mit Kabeln um damit noch Geld zu machen aber ich denk mal bei sowas müsste man die Wand auch noch mit kaputt machen). Ich denk mal die wollten im Endeffekt einfach eine schöne Wohnung fertig haben und da gehörten z.B. meine Grünen Wände nicht dazu ;). Mir würde ohnehin im allgemeinen eine andere Regelung besser gefallen, dass Leute die keine Lust haben zu arbeiten eben nichts bekommen. Wenn man sich drum bemüht ist es ja kein Problem die Leute zu unterstützen. Aber das wäre denk ich zu aufwendig umzusetzen. Oder direkt eine Regelung wie in anderen Ländern wo man x Monate was kriegt und danach dann Pech hat. Aber sowas wird im hier eh nie umgesetzt, weil die Leute dann auch wieder rumzicken. Mehr als drüber ärgern kann man sich leider nicht.

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@Baumschmuser1

Im Prinzip hat man ja die Verpflichtung, sich zu bewerben und auch die, jede Arbeit anzunehmen (auch 1-€-Jobs), da einem sonst die Leistung gekürzt oder ganz gestrichen wird. Aber manchmal habe ich den Eindruck, bei diesen jungen Bengels drückt das JobCenter beide Augen zu, vielleicht haben sie auch schon aufgegeben. Dafür drangsalieren sie dann Ältere oder Aufstocker. Von Aufstockern, die nicht voll arbeiten, verlangen sie oft, dass diese sich bitteschön um einen Vollzeitjob bemühen sollen, selbst auf die Gefahr hin, dass sie bei diesem nach der Probezeit entlassen werden und dann auch der Teilzeitjob weg ist.

Leider gibt es nicht genug Arbeit für alle, noch nicht einmal 1-€-Jobs (manche haben sich um diese ja geradezu gerissen, das zusätzliche Geld wurde auf Hartz IV nicht angerechnet), und man kann auch nicht jeden Arbeitslosen in die Altenpflege schicken, wie manche JobCenter das versuchen. Dann täten mir die alten Leute leid, die derart unwilligen Zwangsverpflichteten ausgeliefert sind. Aus diesem Grund ist unser System der Existenzsicherung schon ganz o.k. Aber es müsste öfters mal Arbeitseinsätze für die Jungen geben, damit sie das Arbeiten nicht ganz verlernen.

Mit den grünen Wänden wäre ein anderer vielleicht auch nicht einverstanden gewesen, und der Vermieter kann auch Pastellfarben verlangen. Aber manche Vermieter vereinbaren auch mit den neuen Mietern, dass diese gegen einen oder mehrere Monate Mietfreiheit selbst renovieren. Das wäre hier vielleicht ganz angebracht gewesen.

Ich finde die jetzigen Bestimmungen zur Wohnungsübergabe sowieso blöd. Zu DDR-Zeiten haben wir beim Einzug renoviert und die Wohnung dann unrenoviert übergeben. Da konnte sich jeder Neumieter die Wände gestalten, wie er wollte. Heutzutage bekommst du eine einzugsfertige Wohnung mit weißen Wänden oder nach dem Geschmack des Vormieters eingerichtet, willst natürlich nicht alles gleich verändern und lässt es erst mal, obwohl es dir womöglich gar nicht gefällt.

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Wenn er / sie Single ist,dann steht einem derzeit ein Regelsatz von 399 € zu und dazu die angemessenen KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) da ist kein Abschlag für den normalen Haushaltsstrom enthalten,dass muss alles aus dem Regelsatz gezahlt werden !

Ich kann dir mal eine kleine Rechnung aufmachen .

- Kontogebühr 6 €

- Abschlag Strom 35 €

- Handy 8 €

- Internet 20 €

Das ist alles schon niedrig angesetzt und würde ca. 69 € ergeben.

Es bliebe also noch ca. 330 € pro Monat übrig und davon müssen alle sonstigen Ausgaben bestritten werden.

Du kannst mir nicht erzählen das du als Single mit dann 250 € jeden Monat noch 50 € sparen kannst und von den 200 € deinen Lebensunterhalt inkl.Kosten für dein Auto bestreitest.

Da fällt ja nicht nur das Benzin an,sondern auch Steuern / Versicherung und evtl.mal Kosten für eine Reparatur oder neue Reifen usw.und das kann man unmöglich mit 200 € pro Monat bestreiten,wenn man keine Unterstützung bekommt.

Von den ca. 330 € gingen dann ggf. noch Kosten für eine Monatskarte ab,damit man mobil ist,dass würden bei uns 25 € sein,dazu dann noch angenommen 20 € für die Anschaffung von defekten Geräten oder sonstigen Haushaltsbedarf,25 € für neue Klamotten und 10 € für evtl.Nachzahlung für Strom.

Das sind dann noch mal ca. 80 € die weg gehen,dann ist man bei deinen 250 € und da hat man auch ohne Auto zu tun über den Monat zu kommen,selbst wenn man diese 250 € zur Verfügung hat und du willst davon noch 50 € sparen.

Ich habe da  auch meine Zweifel...

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Kommt ja auch nicht jeden Monat so hin. Dafür halt ich den Rest klein. Ich geb kein Geld für Schminke und den Kram aus und neue Klamotten gibts auch nur wenn ich welche brauch. Ansonsten besteht der Rest aus Kleinigkeiten wie kein Fleisch essen, nur Leitungswasser trinken, usw. An sich hab ich ca 100€ für Essen, 80 für rauchen und der Rest begibt sich in den Tank, zum Sparen oder in andere Kleinigkeiten. Versicherung und Steuern übernehmen meine Eltern noch solange ich studier.

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@Baumschmuser1

Da siehst du mal das du mit deinen 350 € nicht hinkommen würdest,wenn deine Eltern die Steuern und Versicherung nicht übernehmen würden,kannst das ganze ja mal auf den Monat verteilen und zu deinen Ausgaben dazu rechnen und mit 20 € fürs Tanken kommst du auch nicht hin,dass hätte selbst in Zeiten der DM nicht gereicht über den Monat zu kommen !

Und wenn du noch studierst,dann kannst du bei den Versicherungsbeiträgen noch mal etwas dazu addieren,denn nicht jeder hat den Vorteil das Auto dann über die Eltern laufen zu lassen,sodass man dann weniger Prozente hat.

Hier gibt es dann sicher auch ab und zu mal noch was von den Eltern nebenbei,denn das sie die Steuern und Versicherung übernehmen hast du ja auch nicht geschrieben.

Ein ALG - 2 Empfänger kauft sich sicher auch nur Klamotten wenn diese benötigt werden,trotzdem muss dann jeden Monat etwas angespart werden und nicht erst wenn es gebraucht wird,sonst kann er den Monat dann den Kitt aus den Fenstern kratzen.

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@isomatte

Aber das Auto mit reinzurechnen ist doch eh Schwachsinn...das hat der durchschnittliche ALGII Empfänger auch nicht....
Also sind die Kosten für Sprit ungefähr das, was ein ALGII EMpfänger evtl für Bahn und Bus ausgibt und von daher passt das wieder wunderbar.

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@AuroraRich

Das spielt hier doch gar keine Rolle ob da ein Auto vorhanden ist bzw.mit einberechnet wurde,hier ging es nur um das Prinzip,dass hier von der Fragestellerin / er in den Raum gestellt wird,dass man als Hartz - 4 Empfänger mit ca. 400 € Regelsatz ein fettes Leben führen kann,denn sie käme doch sogar mit 350 € im Monat aus,hat noch ein Auto und kann noch 50 € sparen und das geht ohne fremde Unterstützung nicht !

Wenn man als Single kein KFZ - hat und gelernt hat mit Geld umzugehen,dann kommt man mit dem Regelsatz auch über den Monat.

Versicherungsbeiträge und Kontogebühr hatte ich noch bei der Aufzählung vergessen,dass gleicht sich dann in etwa wieder mit deinen genannten eingesparten Rundfunkgebühren aus.

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DAS ist eine Frage, die ich mir als Studentin auch immer wieder stelle.

400€ ist so eine Menge Geld, wenn man dafür nichts machen muss, ich verstehe auch nicht, wie man da immer Probleme haben kann und rumheulen kann "Ich komme damit nicht aus".

Ich habe auch 400€ zum Leben.

150€ Lebensmittel (bioloigisch wohl gemerkt, bis Billigzeug von Aldi würde wohl deutlich weniger gehen).

35€ Internet

35€ Strom

20€ Handy

30€ Hygieneartikel (Pille & Toilettenpapier & Putzmittel schon eingerechnet)

10€ Unizeug

20€ Rundfunk (das zahlen ALGII Empfänger ja nicht mal)

20€ Semesterbeitrag

= 320€

Und bei VIELEM könnte man zur Not noch deutlich reduzieren. + evtl noch eine Pauschale von 20 oder 30€ für Klamotten....

Nicht alle, die HartzIV bekommen, beklagen sich Meist sind es die, die noch nie wirklich gearbeitet haben und die nie sparen mußten.

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Treib dich mal in ALGII Foren rum, das ist fast peinlich, was da passiert.

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@AuroraRich

Was soll ich da? Es wird so nicht bleiben, da bin ich sicher. Mich mit Leuten anzulegen, die sich mit HartzIV wohl fühlen kann man eh nicht helfen. Die wollen auch keinen klugen Rat von uns... Aber es gibt genug, denen das unangenehm ist - vor allem älterer Menschen, die nicht mehr vermittelbar sind. Vor diesen Leute sollte man die Achtung nicht verlieren..lg

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Der hat glaub ich noch nicht wirklich gearbeitet. Der war glaub ich Mitte 20. Mehr als Ausbildung dürfte da nicht gewesen sein. Und wo das Geld bei denen hingeht weiß ich glaub ich auch. Zumindest haben die wie ein Loch Schachtelzigaretten geraucht und da kommt bei einer Schachtel im Tag monatlich ca. 200€ zusammen. Eher etwas mehr. Aber die Übergabe war zu gut 👍. Wo die gesehen haben, dass der Boden raus war haben die sich aufgeregt, weil ja morgen die Möbel kommen und das Auto war ja auch schon vollgeladen und dann war noch dies kaputt und das (die Fußleiste hatte schon einen kleinen Knacks und im Herd war was eingebrannt. Der wollte alles neu haben). Aber der Hammer war wo die von der Wohnungsgesellschaft geguckt hatte ob noch alle Steckdosen da waren. Da meinte seine Mutter, dass ich keine Zeit mehr hatte die auszubauen. Keine Ahnung wer sowas asoziales ranzieht.

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@Baumschmuser1

Du schreibst, dass nur glaubst...Wenn du es nicht sicher weißt, dann halte dich doch einfach nur zurück. Es ist nie gut, wenn man über eine bestimmt Gruppe hetzt, nur weil man anders ist und denkt. Machen wir es besser und sind wir ein gutes Vorbild für unsere nachfolgende Generation, denn an Vorbildern mangelt es in unserem Land an allen Ecken. lg

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Ich urteile auch gar nicht über Leute die sich um Arbeit bemühen. Ich urteil nur über Leute die sich auf Kosten anderer Leute die Füße hoch legen und alles ins Popöchen gesteckt kriegen. Also reg dich mal ab

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@Baumschmuser1

@AuroraRich

Und wie kommst du zur Uni oder zu deinen Eltern? Alles mit dem Fahrrad? Das geht aber nicht überall, also käme noch eine Monatskarte hinzu (Sozialticket in Berlin = 36.- €). Damit wärst du schon bei 356.- €, bei Fahrten zu den Eltern evtl. auch schon bei 376.- €. Und selbst, wenn du alles mit dem Fahrrad zurücklegst, brauchst du mal einen neuen Schlauch oder ein neues Rücklicht.

Dann vermisse ich Kleidung und Schuhe in deiner Aufzählung. Kaufst du dir nie etwas Neues? Sagen wir mal, hin und wieder Schuhe für 50.- €, Hose für 20.- €, Bluse für 20.- €, Jacke für 75.- €, dann müsstest du aber jeden Monat 20.- bis 30.- € dafür zurücklegen. Weiterhin sind Hartz-IV-Empfänger verpflichtet, für größere Anschaffungen, wie neue Möbel, einen neuen Kühlschrank oder eine neue Waschmaschine regelmäßig etwas anzusparen, denn diese Dinge bekommt man nur ein einziges Mal (bei Erstbezug einer Wohnung) erstattet. Und schon sind die 399.- € weg, auch ohne Semesterbeiträge und Rundfunkgebühr. Restaurantbesuche oder Urlaubsreisen sind da schon gar nicht möglich, und Eltern oder Freunde, die einem so etwas spendieren, hat auch nicht jeder. Weiterhin ist es peinlich, wenn man sich von Freunden aushalten lassen muss, weil man sich den Restaurantbesuch nicht leisten kann, also lässt man es und verliert seine sozialen Kontakte.

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Wie gesagt ich zahle Semesterbeitrag, da kann ich meist umsonst mit fahren und ich habe ein Fahrrad. Und kein Hartzer braucht ein Monatsticket, er hat ja keine Verpflichtungen. Selbst die Fahrten zum Amt werden erstattet!

Wenn meine Eltern mich sehen wollen, dann dürfen sie die Fahrt zahlen, aber das ist eh nur 2 mal im Jahr, weil sie zu weit weg wohnen.

Klamotten habe ich dazu geschrieben.

Ja ich muss meine größeren Anschaffungen auch selbst zahlen oder meinst du bei Studenten fällt das vom Himmel UND ich habe keine Erstausstattung geschenkt bekommen.

Aber darum habe ich im Monat ja auch mindestens 50€ übrig, im Jahr also 600€ davon kann man sich dann auch mal ein Schlauch fürs Fahrrad kaufen oder einen neuen gebrauchten Kühlschrank, oder geschobene für Freunde und Familie.

Wie gesagt, ich verstehe nicht, wie man mit dem Geld nicht gut auskommen kann.

Und meine Lebensmittelkosten bezieht sich momentan auf Lebensmittel aus dem Bioladen, also ein ganzes Stück teurer als Aldi-Ware.

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@AuroraRich

Wer Hartz IV bezieht, hat durchaus Verpflichtungen, denn man muss eine Eingliederungsvereinbarung unterschreiben, in der steht, wie oft man sich im Monat bewerben muss. Wer die Verpflichtung nicht erfüllt, bekommt die Leistung gekürzt, bis zu 100% bei mehrfachen Verstößen. Fahrten zum Amt werden nur bezahlt, wenn man eine förmliche Einladung bekommt, ansonsten gibt es nichts, auch nicht für das Herumfahren zwecks Bewerbungsbemühungen (lediglich für jede schriftliche Bewerbung kann man nachträglich 5.- € abrechnen). Schon dafür braucht man eine Monatskarte oder soll man da jede Fahrt einzeln bezahlen? Aber ich sehen schon, das Vorurteil vom faulen Hartz-IV-Empfänger, der nur auf der Couch herumliegt und das Geld hinterhergeworfen bekommt, ist leider nicht auszurotten. Zum einen wird Flexibilität und Bewerbungsbemühungen verlangt, zum anderen meinst du, Hartz-IV-Empfänger brauchen keine Monatskarte, sie können ja den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen. Wie verträgt sich das deiner Meinung nach?

Du hast wenigstens die Chance, mal einen gutbezahlten Job zu bekommen, wenn deine mageren Studienjahre vorbei sind. Ein Hartz-IV-Empfänger, vor allem, wenn er/sie schon älter ist, hat diese Chance nicht. Und wenn du mal gut verdienst, hast du immer noch genug Geld, um dich einzurichten. Studenten haben zu jeder Zeit spartanisch gelebt (es war ja nur vorübergehend), aber offenbar brauchen sie heute schon zu Studienbeginn alles, vom Fernseher über die Waschmaschine bis hin zum Auto. Damit hatte ich natürlich nicht gerechnet.

Und denke daran, dass auch du derzeit von Steuergeldern lebst, bevor du auf Hartz-IV-Empfängern herumhackst, und auch dein teures Studium wird aus Steuergeldern bezahlt.

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Ich lebe nicht von Steuergeldern, weder mein Studium noch mein Lebensunterhalt wird von Steuerzahlern gezahlt, das Zahlen alles meine Eltern. Sonst müsste ich ja keine Rundfunkgebühr zahlen.

Und um Bewerbungen zu schreiben, braucht man kein Monatsticket. Fahrten zu Bewerbungsgesprächen, können auch rückerstattet werden. Und man muss ja auch nicht täglich zum Amt, wenn man nicht eingeladen wird. Also Monatskarte ist völlig überflüssig. Und ich bezweifle jetzt mal, dass jeder ein Monatsticket hat. Da wird lieber 7 Packungen Kippen für gekauft ;)

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@AuroraRich

Dann müssen deine Eltern ja ganz schön Kohle haben, wenn sie dir dein Studium selbst bezahlen können. Dann greifen sie dir garantiert auch unter die Arme, wenn dein Geld mal knapp wird. Wie sich Existenzangst anfühlt, kannst du dann gar nicht wissen und also auch nicht mitreden.

Und zum Amt muss man zwar nicht jeden Tag, aber auch nicht nur, wenn man eingeladen wird. Schon, um den Antrag abzugeben, muss man hin. Dann wollen sie deinen Ausweis sehen, damit sie wissen, ob du es auch wirklich bist. Und bei fehlerhaften Bescheiden musst du auch den Widerspruch persönlich abgeben, sonst verschwindet er im allgemeinen Chaos. Dann wirst du sofort zum Bewerbungstraining geschickt.

Da außerdem viele Hartz-IV-Empfänger arbeiten und  aufstocken müssen, brauchen sie eine Monatskarte, um zur Arbeit zu kommen (na gut, dafür bleiben ihnen dann auch mindestens 100.- € mehr im Monat als ganz ohne Job). In so einem Fall verrechnen sich die JobCenter auch gern und berechnen das Einkommen zu hoch, und wenn der Widerspruch mit ein paar nichtssagenden Floskeln abgelehnt wird, hast du auch noch Fahrtkosten zum Anwalt und zum Sozialgericht (ist einem Bekannten von mir passiert). Weiterhin musst du zum Amt, wenn du Ortsabwesenheit beantragen willst, und auch, wenn du wieder zurück bist. Alles persönlich, und die Fahrtkosten werden nirgendwo erstattet. Mitunter schicken sie dich auf eine Jobbörse oder zu einer Maßnahme. Wie kommst du dort hin? Richtig, mit den Öffentlichen. Kündigt dir der Vermieter deine Wohnung wegen Eigenbedarfs (evtl.  vorgeschoben, um teurer vermieten zu können)? Ab, zum JobCenter und erst einmal die Erlaubnis zur Anmietung einer neuen Wohnung holen. Möglichst auch noch zum Anwalt zwecks Überprüfung des Eigenbedarfs und zum Gericht wegen Prozesskostenhilfe. Evtl. verlangt auch das JobCenter von dir die Senkung der Mietkosten, weil die Wohnung zu teuer geworden ist. In beiden Fällen folgen diverse Wohnungsbesichtigungen und wenn eine Wohnung passt, wieder ab zum JobCenter, Genehmigung für die anvisierte Wohnung holen. Mit den Unterlagen dann zum potentiellen Vermieter. Lehnt dich dieser ab, geht die ganze Prozedur von vorn los.

Bei Bewerbungen geht es nicht nur um Bewerbungsgespräche. Wenn du 20 Bewerbungen im Monat vorweisen musst (da kenne ich auch jemanden, der schon über 50 war und dazu verpflichtet wurde), gehst du zu vielen auch persönlich, stellst dich vor und lässt dir dann bei Ablehnung (die meist so sicher kommt wie das Amen in der Kirche) die Bewerbung bestätigen. Wenn du dein Soll nicht erfüllst, bekommst du eine Sanktion von 30%, und dann kommst du schon gar nicht mehr mit deinem Geld aus.

Soviel nur zu: Hartz-IV-Empfänger haben keine Verpflichtungen und brauchen keine Monatskarte. Sei froh, wenn dir bei deinen betuchten Eltern diese Prozedur erspart bleibt. Manche fallen nämlich auch gleich nach dem Studium in Hartz IV. Einer hat darüber ein Buch geschrieben, mit den Einnahmen daraus kam er dann aus Hartz IV heraus. Aber die Prozeduren, Bewerbungstraining, Maßnahme, das kam mir sehr bekannt vor.

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Du tust gerade so, als müsste man monatlich umziehen. Ist doch Schwachsinn. Es ist auch niemand gezwungen vom Staat zu leben, ist also selbst gemachtes Leid.

Dann braucht er eben eine Monatskarte, ja und? Wie gesagt er zahlt weder Semesterbeitrag noch Rundfunkbeitrag und damit ist das wieder drin. Also, kommt genau auf selbe raus.

Nein ein Hartz4 Empfänger muss auch keine Existenzängste haben, der er kriegt ja genug Geld, im Gegensatz zu so vielen anderen Menschen auf der Welt.

Und ja ich habe gut betuchte Eltern. Ändert nichts daran, dass ich von 400€ im Monat Leben und JEDEN Monat mindestens 50€ über habe.

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