Welche kosten kommen beim Haus / Wohnungskauf auf einen zu?

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7 Antworten

Hallo rodney2016,

die Gebäudeversicherung ist keine "Pflichversicherung".

Bis vor einigen Jahren musste der Hauseigentümer zumindest eine Feuerversicherung haben. Diese Pflicht gibt es inzwischen nicht mehr.

Die Gebäudeversicherung zahlt für Schäden an deinem Eigenheim, die durch vertraglich festgelegte "Gefahren" entstehen. Dazu zählen u.a. Feuer, Leitungswasser , Sturm und Hagel.

Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich aufgrund der Katastrophen der letzten Jahre auch für den Baustein "Elementarschäden" (Stichwort: Überschwemmung).

Die DEVK bietet -wie die meisten Mitbewerber- unterschiedlich leistungsstarke Tarifvarianten an. Jeder Kunde kann sich überlegen, ob er eine günstige Grundabsicherung für ausreichend hält, oder ob ihm viele Extras einen Aufpreis wert sind.

Meist kann man eine Selbstbeteiligung vereinbaren, um die laufenden Kosten für die Versicherung zu senken.

Dann gibt es je nach Anbieter auch noch Rabatte für Neubauten oder kürzlich erfolgte Renovierungsmaßnahmen.

Das Eigenheim möglichst gut abzusichern ist eine so wichtige Entscheidung, dass ich dir unbedingt eine persönliche Beratung ans Herz legen möchte!

Die meisten Versicherer stellen bereits viele Informationen auf Ihrer Homepage zur Verfügung. Such dir ein paar Favoriten heraus und vereinbare dort einen Beratungstermin.

Zuletzt noch ein Hinweis zur Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht: für das Eigenheim ist sie oft schon automatisch in der Privathaftpflicht inklusive oder man kann sie durch ein Upgrade gegen geringen Aufpreis hinzubuchen. Frag mal bei deinem Anbieter nach!

Ich hoffe, ich konnte dir ein paar nützliche Informationen geben :)

Viele Grüße

Lydia vom DEVK-Team




Grunderwerbssteuer, die je nach Bundesland sehr unterschiedlich sein kann und im Bereich eines einstelligen Prozentsatzes vom Kaufpreis liegt.

Gebäudeversicherung (Risiken Feuer, Sturm, Leitungswasser und Elementarschäden), wenn Du das ganze Haus kaufst. Wenn Du das dann noch vermietest, solltest Du auch eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen, Dich außerdem beim Verein Haus&Grund als Mitglied anmelden und dort eine Vermieterrechtsschutzversicherung abschließen.

Wenn Du eine Eigentumswohnungkaufst, ist die Gebäudeversicherung schon eingedeckt. Ebenso die Haftpflichtversicherung, sodass nur noch bei Vermietung das Thema Mitgliedschaft bei Haus&Grund (kostet wenig, keine Pflicht, aber sehr hilfreich) und ggf. eine Rechtsschutzversicherung bleiben.

In beiden Fällen hast Du auch noch die Grundsteuer zu bezahlen.

Wenn Du vermietest, kannst Du ausser der Mitgliedschaft bei Haus&Grund und der Rechtsschutzversicherung alles auf die Mieter umlegen.

Zu den Kosten beim Kauf kommen evtl. noch Maklerkosten und Finanzierungskosten hinzu. Die Maklerkosten können einen ordentlichen Zuschlag zum Erwerb bedeuten, der nicht zu verachten ist und in der Finanzierung eingeplant werden muss.

Die Finanzierungskosten verteilen sich in der Regel auf einen großen Zeitraum und bestehen vor allem in der Verzinsung. Evtl. Abschlussgebühren gehen vom Darlehensbetrag weg, der natürlich wiederum entsprechend hoch angesetzt werden muss. Darüber gibt Dir die Bank Auskunft.

Zu den Finanzierungskosten gehören aber ggf. auch noch die Kosten einer Grundschuldbestellung, wenn zur Absicherung des Darlehens die erworbene Immobilie mit einer Grundschuld belastet werden soll, was auch üblich ist.

Sowohl bei Haus-, wie auch bei Wohnungskauf solltest Du unbedingt klären ob (Haus) noch Erschließungsbeiträge zu entrichten sind oder bei einer Wohnung, ob auf die Eigentümergemeinschaft aktuell Forderungen zur Rücklagenerhöhung aufgrund einer umfangreichen Maßnahme am Haus zukommen können. Beides könnten auch Gründe für einen Verkauf eines Objekts sein, die Dir vorenthalten werden, wenn Du nicht nachfragst, aber genannt werden müssen, wenn Du danach fragst.

Achtung, falls Du vor hast, zu vermieten:

Alle Kosten, die unmittelbar mit dem Kauf zusammen hängen werden dem Kaufpreis hinzu gerechnet, wenn es um die Abschreibung geht. Die Abschreibung ist ein wesentlicher Posten in der Einkommenssteuererklärung. Sie läuft normalerweise über einen Zeitraum von 50 Jahren. 30000 € Erwerbskosten würden somit 600 € absetzbaren Betrag zusätzlich pro Jahr bedeuten.

Das gilt auch für Renovierungskosten, die Du gleich nach dem Erwerb hast. Angenommen, diese betragen 20000 €, so würden sich diese mit 400 € pro Jahr auswirken.

Kannst Du mit wesentlichen Teilen der Renovierung aber 3 Jahre abwarten, besteht die Möglichkeit, diese in einem weit kürzeren Zeitraum abzuschreiben. Also z. B. 15000 € für eine neue Heizung in drei Jahren erst investieren, könnte bedeuten, dass Du damit lediglich einen Abschreibungszeitraum von 20 Jahren hättest und somit eine steuerliche Absetzbarkeit von 750,-, statt nur 300,- €. Gerade am Anfang kann das einen wesentlichen Unterschied ausmachen.

Was ich Dir ausführlich geschildert habe, sind wesentliche Aspekte, die man schon bei der Auswahl eines geeigneten Kaufobjekts beachten sollte und ich hoffe, dass ich Dir damit weiterhelfen konnte.

Vor dem Grundbucheintrag kommt noch die Zahlung der Grunderwerbssteuer. Waren bei mir damals, vor etwa 13 Jahren, 3,75 % des Kaufpreises.

Dann kommen die laufenden Kosten. Strom, Wasser, Abwasser, Heizung, Grundsteuer usw.

Gebäudeversicherung ist keine Pflicht. Außer die Bank verlangt das im Rahmen der Finanzierung.

Abschließen sollt man aber in jedem Fall eine. Neben den "allgemeinen" Risiken wie Feuer, Sturm etc. sollte man noch besondere versichern.

Ich denke da besonders an Schäden durch Leitungswasser und dann noch regionale wie z. B. Hochwasser.

Kosten dieser Versicherung sind sehr unterschiedlich. Am besten holt man sich Angebote von div. Versicherungen ein.

Bei immoscout24 kannst du dir das exakt ausrechnen lassen, und versicherungen vergleicht verivox für dich. Kann ich absolut empfehlen.

Hinsichtlich der Gebäudeversicherung würde ich mich an einen Versiche-rungsmakler wenden, da gerade dieser Bereich sehr vielfältig ist. Pflicht ist in jedem Fall der Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Zu allen anderen Punkten kommt es auch auf das Objekt an.

anitari 25.08.2016, 11:55

Pflicht ist in jedem Fall der Abschluss einer Haftpflichtversicherung.

Auch wenn das Wort Pflicht darin vorkommt besteht keine Pflicht eine abzuschließen.

1
bwhoch2 25.08.2016, 12:10
@anitari

Und wenn man Haus oder Wohnung zum Selbstbezug kauft, sogar überflüssig, denn dann sind Haftpflichtrisiken daraus schon über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt, die allerdings schon jeder haben sollte.

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rolfmartin 26.08.2016, 11:07
@anitari

Richtig. Nur war das diesseits im übertragenen Sinn zu Papier gebracht. Gemeint war die Persönliche Pflicht, falls z. B. bei  Sturm, Treppenstürzen aufgrund von grober Fahrlässigkeit, etc. Sach-wie Personenschäden auftreten, insbesondere was den Bereich von Wohn-und Geschäftshäusern betrifft. Diesseits waren diese "Pflich-verletzungen"  im Schadenfall ein beträchtlicher Kostenfaktor für den VN. 

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Pflicht ist zumindest keine der Verischerungen, aber es wäre grob Fahrlässig einige Versicherungen nicht abzuschließen...

Die Gebäudeversicherung ist meiner Meinung nach unverzichtbar...
Im Falle eines Worst Cases kann es nicht nur passieren selbst über Nacht obdachlos zu werden. Sondern auch noch für Schäden Dritter aufkommen zu müssen.
Falls das Eigenheim abbrennt und das Feuer auf das Nachbarhaus übergreift, können Sie u.U. dafür haftbar gemacht werden.

Gut wenn man dann einen ausreichenden Versicherungsschutz besitzt, welcher nicht nur für das eigene Haus Unterstützung bietet, sondern auch ggf. Haftungspflichten abdeckt.


Auch eine Hausrat ist sehr sinnvoll. Denn alles was nicht "Niet- und Nagelfest" ist kann im Schadensfall teuer werden.

Kannst dir hier deine Prämie ausrechnen:

[Link vom Support entfernt]


Die Notarkosten, die Maklerprovision, die Grunderwerbssteuer, die Grundbesitzabgaben, .....

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