Welche Kosten (Flughafen/u. U. Quarantäne) können bei der Adoption eines Welpen aus dem Ausland auf mich zukommen?

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3 Antworten

Hallo,

das wird eine ziemlich aufwändige Sache.

Zumindest, was die Einfuhr von Hunden aus Asien anbelangt, kann ich dir einige Infos geben - und Südkorea gehört ja nun auch zu Asien:

Der Hund muss natürlich gegen Tollwut geimpft werden. 30 Tage nach der Impfung muss man dann eine Blutprobe nach Deutschland senden, und zwar in ein anerkanntes Labor - davon gibt es einige. Das geht am besten per UPS, FedEx oder DHL, denn das Blut muss ja ziemlich frisch in Deutschland ankommen. Ist der Befund ok, dann darf der Hund nach 3 Monaten nach Deutschland einreisen, ohne in Quarantäne zu müssen.

Verläuft nicht alles ordnungsgemäß, dann kann folgendes passieren:

Der Hund wird auf deine Kosten

* ins Herkunftsland zurückgeschickt oder

* für mehrere Monate in Quarantäne genommen oder

* unter Umständen auch die Tötung des Tieres angeordnet.

Ganz genaue Infos solltest du beim Amtsveterinär bekommen.

Einfach alles nur sehr aufwändig, ungeheuer teuer wird es nicht, wenn es ordnungsgemäß gehandhabt wird.

Gutes Gelingen

Daniela

Hallo Daniela,

dir auch danke für die ausführliche Antwort. Ich möchte schon, dass das alles seinen geregelten Gang geht. Einen Hund aus der Tötung zu holen, nur damit er dann in Deutschland unter Umständen getötet wird, wäre nicht unbedingt mein Ziel. :)

Liebe Grüße

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@Minhee

Dann drücke ich dir mal ganz feste die Daumen, dass das alles so klappt, wie du es dir wünschst.

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Ich habe einen Jindo-Mix aus SK adoptiert (der Zweite wird gerade "fertig gemacht" und kann voraussichtlich im Dezember zu uns nach DE kommen :)) und kann dir (wenn du möchtest) viel weiterhelfen.

Die Leute in Korea werden soweit alles übernehmen, d.h. nicht die Kosten - sie übernehmen nur die Vorraussetzungen, die erfüllt werden müssen, sodass der Hund nach DE einreisen kann (Chip Impfungen, Bluttest usw.)
Also da keine Sorge - die wissen was zutun ist.

Dazu muss ein Kurier gefunden werden, der in der Zeit, in der der Welpe/Hund ausreisen darf (genau genommen innerhalb der 10 Tage) von SK nach DE fliegt.
Ansonsten muss einer von euch für den Hund "Flugpaten" spielen - oder halt Cargo (ca. 2,500,-).

Wenn der Hund dann endlich hier ankommt, wird er noch kurz "überprüft" (wobei das ziemlich karg teilweise ausfällt), dann könnt ihr gleich mit dem Hund nach Hause.

An Kosten kommen nur die Impfungen, die Schutzgebühr, Chip, Transportbox etc. auf euch zu.

Ich habe eine Freundin, die auch zwei Jindo-Mix(xe?) aus SK adoptiert hat und da musste auch keiner in die Quarantäne.
Die Leute in Korea arbeiten genau, d.h. die Chance, das der Hund dort landet, ist sehr gering.

Hoffe ich habe alle deine Fragen beantwortet?
Und wie gesagt, wenn du Fragen hast, einfach fragen. n_n

Haru ~

P.S.: Wie heißt die Tierschutzgruppe, die du bei FB gefunden hast?

Danke, Harumin, für diese ausführliche Antwort! Die Gruppe die ich auf FB gefunden habe, nennt sich Empathy for Life: EFL

klang bei denen in den Kommentaren eigentlich immer alles recht seriös, es sind auch viele Leute in der Gruppe, die schon Hunde von ihnen adoptiert haben.

Verstehe ich das richtig, dass Cargo 2.500 Euro kostet? Oder generell auch für Paten? Ich habe vorhin mal etwas gegoogelt und bin auf der Seite von der LH gelandet, die meinte, dass Hunde in der Größe in Begleitung, 150 Euro kosten. Und welche Kosten kommen in etwa auf mich zu bezüglich Schutzgebühr und Reisevorbereitungskosten?

Aber es ist zumindest schon einmal sehr gut zu wissen, dass die Chancen, dass der Hund in Quarantäne landet, sehr gering sind. Der Flug ist schon anstrengend genug, da muss er nicht noch wochen- oder monatelang in Quarantäne hocken :)

Liebe Grüße :)

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100% seriös! Meine Hunde sind beide im EFL Tierheim gewesen! Bzw. einer ist noch da.
Ich habe gute Bindungen zu den Personen dort - also perfekt, das du dieses Tierheim gefunden hast!

Cargo kostet so viel, ja.
Wenn ein Kurier gefunden wird, muss dieser nur deinen Hund als "excess bagage" anmelden und ihn dann (nach Ankunft) zu euch bringen. Da kommen nur die Kosten der Transportbox auf euch zu (also die beste Variante).

Schutzgebühr ist immer unterschiedlich, meistens aber 100,000 Won (~ 80 Euro waren das, meine ich).
Allgemein solltest du (für Chip, Impfungen, Transportbox, Hund an sich, evtl. Kastration usw.) ca. 1000 Euro beiseite legen, auch ggf. schon mal für Zubehör, Steuer, Versicherung usw.

In die Quarantäne würde er ja nur kommen, wenn etwas unklar ist oder fehlt etc. Aber das ist bei EFL unmöglich - ich liebe die Personen da drüben.

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@HARUMIN

Ah! Das ist super, dass die Leute da so super sind :) 

Kennst du eine Möglichkeit unter Umständen einen Kurier zu finden? Bevor ich den Hund per Cargo schicken lassen würde, würde ich dann noch eher selbst nach Korea fliegen und ihn mitnehmen. Das käme mir dann sogar noch günstiger, denke ich.

Das Geld ist dementsprechend kein Problem! Ich würde mich wirklich freuen, wenn das klappen würde.

Sag mal, wäre es unter Umständen möglich, dass wir vielleicht über Facebook Kontakt aufnehmen? Das würde die Unterhaltung einfacher machen :)

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@Minhee

Es ist schwierig einen Kurier zu finden, der in genau den 10 Tagen, in denen der Hund ausreisen darf, von SK nach DE fliegt.
Darum kümmern sich auch die Leute in Korea. Also keine Sorge.
Und vor allem ist es wichtig, erstmal das Datum zu kennen, wann dien Hund vorraussichtlich fliegen darf. (Wenn wir jetzt davon ausgehen, das du den Hund 100%ig bekommen würdest.)
Denn zuerst, musst du die adoption application ausfüllen.

Cargo ist wirklich nur als Notfall anzusehen - da das wirklich teuer ist.
Außer man ist reich. xD

Auch wenn das viele nicht glauben: Wenn man rechtzeitig bucht, ist es wirklich nicht so teuer.
Damals hatte sich einiges günstig in meinem Leben verändert, sodass ich für meine Hündin rüberfliegen und sie abholen konnte.
Letztlich war das billiger als Cargo.

Natürlich, sehr gerne. Da ich auch in der Gruppe bin (EFL), weiß ich, welchen Welpen du meinst. Ich schick dir eine FA. :)

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Meines Wissens nach ist der Export von Jindos von Koreanischer Seite aus verboten.

Das hab ich im Netz dazu gefunden: Der Korea Jindo Dog wurde 1938 zum koreanischen Nationaltier erklärt und steht dort unter Natur- und Artenschutz. Der Export dieser Hunde ist bis heute verboten http://www.einfachtierisch.de/hunde/korea-jindo-dog-ide446/

Es ist nicht verboten. Viele amerikanische Soldaten adoptieren in Korea Jindos und holen sie dann mit nach Amerika :)

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Reinrassige Jindos dürfen Korea nicht verlassen - korrekt.

Ein Jindo-Mix darf ausgeführt werden.

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