Welche Konsequenzen könnte ich ziehen: Mutter ist Alkoholikerin?

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8 Antworten

Liebe Lisa,

einerseits möchtest du Antworten von Menschen, die Ahnung haben, andererseits willst du das nicht hören, was diese Menschen - aus eigener schmerzvoller Erfahrung - schreiben.

Das ist typisch für Angehörige! Woher ich das weiß? Ich war genauso! Und 'die Leute' versuchten damals alle mir einzureden, dass ich Schuld am Alkoholtrinken meiner Mutter sei!

Ich habe mit meinen verzweifelten Versuchen, alles für meine Mutter zu tun, damit sie nicht saufen muss, nicht verhindern können, dass sie letztendlich Suizid beging, als sie auch mit Alkohol nicht mehr leben konnte. (Ohne Alkohol konnte sie es schon lange nicht mehr!)

Und dann entwickelte sich auch mein Mann zum Alkoholiker und das Ganze begann von vorne: Ich wurde von der Verwandtschaft regelrecht gemobbt, weil ich ihm nicht 'zivilisiertes Trinken' beibringen konnte.

Ich bin dann irgendwann zu Al-Anon gegangen. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Angehörige und Freunde von Alkoholikern. Dort begriff ich, dass Alkoholismus eine Krankheit ist und dass kein Mensch daran Schuld ist.

Es schmerzte sehr zu hören, dass alles, was ich 'gut gemeint' für einen Alkoholiker tue, ihn daran hindert, zur Krankheitseinsicht zu kommen.

'In Liebe loslassen' ist ein Slogan in Al-Anon. Als ich zu Al-Anon ging und nichts mehr für meinen Mann tat, wurde das Saufen für ihn unbequem und er hatte selbst den Wunsch, mit Alkoholtrinken aufzuhören!

Er ist überzeugt, dass er nur aufhören konnte, weil ich ihn damals rausgeschmissen habe!

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du kannst dir sucht wie eine art käseglocke über ihren freien willen vorstellen. nichts kommt wirklich durch. jede entscheidung zum entzug muss von ihr kommen, von unter der glocke.

das einzige, das wirklich einzige, was selten(!!!) funktioniert, ist kompletter kontaktabbruch. so geschätzt ein trinker von 200 hat lieber kontakt zu seiner familie als zu seinem suchtmittel und geht in entzug. das klappt aber nur, wenn ihr das durchzieht. unsicherheit, unentschlossenheit oder manipulation merkt ein trinker sofort und sitzt das einfach aus.

es gibt leider keine alternative zu "verrecken lassen", so hart es klingt. sucht ist so alt wie die menschheit selbst und in dieser geschichte hat noch niemand es geschfft, von außen einen dauerhaften entzug zu erzwingen. du kannst natürlich versuchen die erste zu sein.. dabei wirst du vermutlich lernen, dass es einem immer schlechter gehen wird. egal wie schlecht es ist, es geht immer weiter runter.

ihr kannst du nicht helfen. nur dir selbst. die frage ist, willst du das? oder ist es dir egal, was mit dir passiert, solange du nur versuchen kannst, für deine mutter da zu sein?

so brutal es klingt, die beste lösung wäre wenn du zu deinen großeltern ziehst und ihr den kontakt zu deiner mutter komplett abbrecht. sie bringt ihre eltern um und ruiniert deine psyche fürs leben. und verantworlich für ihre sucht ist genau einer. sie selbst. sonst niemand

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Ich kann Dich gut verstehen, das ist eine fürchterliche Siutation, und psychisch furchtbar belastend, man ist wie gelähmt, kann nichts tun und will einfach nur das das aufhört  - ich kenne das selbst ....

1.) Geh zum Jugendamt und lass Dich dort von Fachleuten beraten, es gibt IMMER eine Lösung, (auch wenn Du sie im Moment noch nicht sehen kannst ) kein Mensch hat es verdient so zu leben - werde AKTIV !

2.) Suche Dir eine Gruppe von Al-Non (Angehörigengruppe) oder einer Jugendgruppe von Al-Non. Setze Dich hinein, alleine oder mit Deinen Großeltern,  hör Dir an was die Menschen dort sagen, Du KANNST, musst aber selbst nichts sagen. Es wird Dir gut tun, zu hören das Du nicht allein bist! Sie werden Dir keine guten Ratschläge geben, aber Du wirst trotzdem sehr viel lernen FÜR DICH SELBST !!

Alles Gute!

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Also es ist möglich, sie, auch wenn es hart klingt, in eine Psychiatrie einzuweisen. Ich glaube, das geht nur mit richterlichem Beschluss und aus dem Grund, dass sie selbst- oder fremdgefährdend ist. In diesem Fall ist sie ja selbstgefährdend.

Dort würde sie bestimmt in eine Entzugsstation kommen und hätte psycholog. und psychiatr. Betreeung.

Aber wie das genau geht, damit kenne ich mich nicht aus. Ich würde mich an deiner Stelle durchtelefonieren. Beim Jugendamt nen Termin ausmachen und die Situation schildern und in der Psychiatrie auch anrufen...Und wenn du kein Arschlochjugendamt hast erlauben sie dir vlt. in nem Internat zu wohnen oder betreutes Jugendwohnen.... das kannst du alles nachlesen. Dass die dir ne Wohnung stellen und einer von denen kommt einmal die Woche und schaut ob du klar kommst.



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Kommentar von LisavE1998
31.05.2016, 23:39

Könnte theoretisch auch schon alleine in ne Wohnung ziehen bin bereits 18. kriegt man da Geld vom Jugendamt zur Verfügung gestellt? denn bezahlen könnte ich das alles nicht aus eigener Tasche trotz Nebenjob

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Alles was du schilderst, ist typisch für Borderliner. Borderline ist für das Umfeld sehr anstrengend, denn die Patienten neigen dazu, ihnen nahestehende Leute zu terrorisieren.

Auch wenn dir dein Herz und dein GEfühl etwas anderes sagen - das einzig vernünftige ist, das Jugendamt einzuschalten und sich aus ihren Fängen zu lösen.

Du kannst ihr nicht helfen und sie nicht am Alkoholkonsum hindern oder vor den Folgen des Trinkens bewahren. Du kannst nur dich selbst schützen und das ist wichtig, da Borderliner und Alkoholiker ihr Umfeld mit in den Abgrund reißen.

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Kommentar von LisavE1998
31.05.2016, 23:24

Ja werde ich dann wohl auch aber meine Mutter will ich trdn nicht verlieren :(

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Abhauen? Das kann ja wohl nicht ernst gemeint sein... Deine Mutter braucht professionelle Hilfe. Kenne einige mit einem Alkoholproblem oder Drogensucht, bekannten Kreis oder verwandtschaft... Und ein paar haben es tatsächlich geschafft, aber halt nur mit professioneller Hilfe. Das Jugendamt kann dir da ganz sicher weiter helfen.

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Kommentar von LisavE1998
31.05.2016, 23:45

Leider habe ich wirklich schon oft an die Option gedacht weil ich verzweifelt war. Das Jugendamt werde ich denn wohl auch kontaktieren. ich hoffe das bringt mich weiter.

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Kontaktiere das Jugendamt, die findne sicher eine Lösung.

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erstmal Respekt an dich das du offen darüber redest. ich habe selbst ein Onkel die Alkoholiker ist. Ich kann dir nur sagen versucht ein psychologe für deine Mutter zu finden, deine Mutter hat selbstmordgedanken und ist Depressiv, Sie braucht professionelle Hilfe. es gibt Suchthilfezentrum wo Menschen mit Alkohol problemen gehen und das kann deine Mutter vielleicht helfen. Falls du noch mehr Tipps brauchst dann schreibt mich an (=

lg

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