Welche Konsequenzen hat man zu erwarten, wenn man mit alg1 mehr als die Obergrenze von 165 verdient?

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5 Antworten

Was über 165 € liegt wird beim ALG-I angerechnet (Nettobetrag ist entscheidend - vom Netto können noch pro Entfernungskm 0,30 € für den Weg zur Arbeit abgezogen werden und auch ggf. andere Werbungskosten (z. B. Arbeitskleidung, Arbeitsmaterialien, Fortbildungskosten))

Wieviel man über dem Freibetrag liegt ist unerheblich; es kann im Grunde so hoch sein, daß der anrechenbare Betrag das auszuzahlende ALG-I überschreitet - dann erhält man eben nichts ausgezahlt aber bleibt weiterhin arbeitslos und die Anspruchstage verringern sich weiter...

Für Personen, die einen Nebenjob bereits gewisse Zeit vor der Antragstellung von ALG-I ausgeübt haben gibt es Sonderregelungen; hier darf mehr anrechnungsfrei verdient werden.

Ernste Konsequenzen gibt es nur, wenn die wöchentliche Stundenzahl über 14,99 Std. liegt - denn dann gilt man nicht mehr als arbeitslos und das ALG-I wird eingestellt.

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MetIHaIPiIK 11.12.2015, 15:17

Und wenn man unangemeldet Geld verdient hat? Und das im Nachhinein raus kommt, versteht sich.

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DerSchopenhauer 11.12.2015, 15:25
@MetIHaIPiIK

Die Nebentätigkeit muß VOR Arbeitsaufnahme der Arbeitsagentur mitgeteilt werden.

Wenn man das nicht gemeldet hat, dann muß man die zuviel erhaltene Leistung zurückzahlen und es wird ggf. ein Strafverfahren wegen Betruges eingeleitet.

Sollte bereits eine Tätigkeit aufgenommen worden sein ohne das die Arbeitsagentur informiert wurde, dann sollte man das unverzüglich nachholen - ggf. wird bei verspäteter Selbstmeldung (wenn man die Tätigkeit erst vor Kurzem angefangen hat) von einer Strafanzeige abgesehen.

Es kommt i. d. R. sowieso raus, denn die Arbeitsagenturen und Sozialversicherungsträger/Minijobzentrale gleichen regelmäßig die Daten ab - da Dich eine Firma ja bei den Sozialversicherungsträgern/Minijobzentrale anmeldet, ist es nur eine Frage der Zeit, wann das entdeckt wird.

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Beim AlG 1 wird der komplette Betrag über 165,00 € auf das AlG angerechnet.

Du musst dann monatlich dein Einkommen nachweisen.

Wenn du mehr als 15 Stunden wöchentlich arbeitest, fällt das AlG weg.

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Du darfst ja auch bei ALG1 bis zu 450 Euro verdienen.

Dein Vorgesetzter muss dir ja aber eh einen Zettel über dein Gehalt ausfüllen, welchen dann das Amt bekommt.

Sagen wir mal du verdienst nun 300 Euro. Davon darfst du 165 behalten, die restlichen 135 Euro werden dir bei der nächsten Überweisung des Amtes abgezogen. 

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Wenn du die Obergrenze überschreitest und das raus kommt, wird das zu viel verdiente Geld einfach zurückgefordert. Im schlimmsten Fall direkt verrechnet, wobei ich nicht weiß ob die direkte Verrechnung rechtlich ok ist.

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DerHans 11.12.2015, 15:30

Da kommt dann noch eine Anzeige wegen Leistungsbetrug dazu. Das weiß jeder, der AlG bezieht. Dafür unterschreibt man beim Antrag.

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Wieso "verschärfen" und "Konsequenzen"?

Wenn Du ALG1 beziehst, darfst Du innerhalb festgelegter Grenzen Geld dazuverdienen. Überschreitest Du diese, wird Dir im Gegenzug das ALG1 entsprechend gekürzt. Das ist gut und richtig so.

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MetIHaIPiIK 11.12.2015, 15:08

Wenn du das Geld verschweigst und dem Staat auf gut Deutsch vorenthältst, hab mich zu kurz gefasst.

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Holgi0567 11.12.2015, 15:14
@MetIHaIPiIK

Dann ist das erstens illegal und zweitens asozial und wenn's rauskommt, zahlst Du zurück plus Strafe

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