Welche Konsequenzen drohen einem Schuldner der im Privatinsolvenzverfahren nicht alle Schuldner angegeben hat obwohl ihm diese bekannt waren?

3 Antworten

Hallo,

auch wenn hier alle selbsternannten Rechtsanwälte was anderes behaupten, dem Schuldner passiert überhaupt nichts.

Es ist ganz normal, dass in einem Insolvenzverfahren Gläubiger vergessen werden. Das kann für den Schuldner nur dann nachteilig werden, wenn man ihm nachweisen könnte, dass er diese Schulden vorsätzlich und absichtlich nicht gemeldet hat.

Im Normalfall ist sowas aber nicht nachweisbar.

Fakt ist aber, dass Du damals falsch beraten worden bist. Deine Forderung hätte jederzeit noch nachträglich in die Gläubigerliste aufgenommen werden können. Ein Anruf und ein kurzer Brief an den Treuhänder hätte gereicht. Aus diesem Grund werden Insolvenzen ja veröffentlicht, damit Gläubiger die Möglichkeit zur Nachmeldung haben.

Wenn die Insolvenz 2011 begonnen hat, dann läuft sie noch bis 2017. Also schreib dem Treuhänder einen Brief und melde Deine Forderung an. Sollte es in dem Verfahren Ausschüttungen geben, dann wirst Du berücksichtigt.

Viel Erfolg

Falsche Angaben bei der EV /Vermögensverzeichnis /besonderes Vermögensverzeichnis werden bestraft.

Strafgesetzbuch (StGB) § 156 Falsche Versicherung an Eides Statt

Wer vor einer zur Abnahme einer Versicherung an Eides Statt zuständigen Behörde eine solche Versicherung falsch abgibt oder unter Berufung auf eine solche Versicherung falsch aussagt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Dem Insolvenzschuldner kann auf Antrag die Restschuldbefreiung nach § 290 I Nr. 6 InsO versagt werden.

Nach dem Verfahren wäre dann die Vollstreckung wieder möglich. Vermutlich ist aber nach wie vor nichts zu holen.

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Muss/Kann man einen Vollstreckungsbescheid umschreiben lassen?

Der Schuldner A ist umgezogen auf dem VB steht noch seine alte Adresse, kann bzw. muss ich den VB umschreiben lassen? Wenn ja wie und welches Formular? Über Google habe ich leider nichts gefunden, vielleicht nutze ich auch einfach die falschen Suchbegriffe... Danke

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Dinglicher Arrest, §916 ff ZPO

Hallo,

ich habe eine Frage im Bereich Vollstreckung. Nach § 916 ff ZPO kann ein dinglicher und persönlicher Arrest gegen einen Schuldner erlassen werden. Ein persönlicher Arrest muss vom Gläubiger begründet werden, z:B. der Gläubiger erfährt, dass der Schuldner sich ins Ausland absetzen will. Reicht schon eine bloße Vermutung aus ("Man könnte es sich vorstellen, dass er so etwas tut"), dass der Schuldner dies vorhat, um einen Arrest zu beantragen?

Liebe Grüße

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Real-Inkasso - Erstattungspflicht

Hallo, Schuldner konnte für 3 Monate die Raten nicht bedienen (Arbeitslos, ALG II), der Schuldner hat jedoch dem Gläubiger mittgeteilt dass er jetzt sie wieder bedienen kann. Der Gläubiger jedoch wollte die komplette Restschuld beglichen bekommen oder er beauftragt ein Inkasso. Schuldner konnte die Restsumme nicht sofort begleichen daher hat der Gläubiger ein Inkasso beauftragt. Der Schuldner hat vor der beauftragung des Inkassos dem G. mitgeteilt dass er ALGII emf. ist und dass er aber jetzt die Schulden bedinen kann. Wie sieht es aus, muss der Schuldner die Inkassokosten erstatten? Hauptforderung wird nicht bestritten, wird auch monatl. bedient. Allerdings beim Gläubiger und nicht inkasso.

Folgende aufstellung: Hauptforderung: 250,00 Mahnkosten der Auftraggeber; 11,00 Inkassokosten: 70,20 Kontoführungsgebühr 0,00 Ermittlungskosten/Vergleichskosten 81,80 = Wass sind dass für Kosten? Verzugszinsen 5%, bis 6.12.13 2,68 Gesamt: 415,68 / also 165,68 € Inkassokosten

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Kann man eine Erzwingung einer Vermögensauskunft aus dem Weg gehen?

Kann man eine Erzwingung einer Vermögensauskunft aus dem Weg gehen? Ein Termin beim Gerichtsvollzieher konnte wegen falscher Adresse nicht eingehalten werden. Nun ist Haftbefehl erlassen worden zur Erzwingung der Vermögensauskunft- auch wieder die falsche Adresse. Zuvor erfolgte eine Aufrechnung mit dem Gläubiger, diese wurde jedoch ignoriert. Wenn man jetzt in Haft kommen sollte, weil man nach wie vor keine Erklärung abgeben möchte, wie wird der Haftrichter reagieren, wenn klar wird, dass das Verschulden nicht beim Schuldner liegt, sondern wegen falscher Adresse beim Gläubiger??? Wird man dann aus der Haft wieder entlassen? Oder wird dort geklärt, wer wem was tatsächlich schuldet? und welche Folgen kann so eine Haft für den vermeintlich unschuldigen Schuldener haben???

Zur weiteren Info: Der Schuldner hatte aus persönlichen Gründen (Angst vor Rache) über seinen Anwalt eine andre Adresse angegeben, über die er seine Briefe von Gläubiger empfangen kann. Der Schuldner hat einen entwerteten Titel vom Gläubiger nicht ausgehändigt bekommen trotz mehrfacher Aufforderung. Daher kann der Schuldner seine hinterlegte Sicherheitskaution bei einem Gericht nicht zurück bekommen. Der Schuldner rechnete nun auf. Der Gläubiger wurde darüber schriftlich in Kenntnis gesetzt. Nun meldete sich ein Gerichtsvollzieher. Der Briefumschlag enthält keinen Hinweis auf eine gerichtliche Angelegenheit, deshalb wurde dieser Brief nicht unverzüglich, sondern erst bei nächster Gelegenheit an den Schuldner weiter geleitet. Leider viel zu spät. Die Ladung beim Gerichtsvollzieher konnte so nicht wahrgenommen werden. Der Schuldner hat sofort nach Kenntnisnahme den zuständigen Gerichtsvollzieher kontaktiert. Dieser hatte die Akte jedoch schon irgendwo zurück geschickt. Dem Schuldner blieb nun nur noch das Abwarten, welche Maßnahme der Gläubiger weiter betreibt. Nun ist es so gekommen, dass ein neuer Gerichtsvollzieher mit Haftbefehl sich per Brief gemeldet hat. Dieser Brief konnte jedoch sofort als gerichtliche Sache gedeutet werden,  da dieser ein Stempel vom Gerichtsvollzieher enthalten hatte. So gelang nun der Brief unverzüglich zum Schuldner.

Wie kommt der Schuldner nun aus dieser Sache noch raus. Fest steht, dass er keine Vermögensauskunft abgeben möchte, weil er sich nicht als Schuldner fühlt und definitiv auch keiner ist. Der Gläubiger muss erst den Titel raus rücken, dann kann der Schuldner seine Sicherheitskaution auslösen und der Gläubiger bekommt sein Geld. 

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darf der gläubiger den gerichtsvollzieher begleiten?

hi leute

der gläubiger hat den titel zur vollstreckung bekommen, darf der gläubiger den gerichtsvollzieher begleiten und pfändbare sachen beim schuldner auswählen?

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Gläubiger, die ihre Forderung nicht angemeldet haben

Hallo, die Gläubiger, die beim Insolvenzantrag vom Schuldner angegeben wurden, haben nicht alle ihre Forderung angemeldet. Ist es richtig, dass die Erteilung der Restschuldbefreiung auch gegen diejenigen Gläubiger wirkt, die ihre Forderungen nicht angemeldet haben. Und was hat es mit dieser Aussage auf sich: Insolvenzgläubiger, die ihre Forderung nicht angemeldet haben, bleiben Gläubiger mit allen Vollstreckungsbeschränkungen, aber einer Quote von 0 %. In der Praxis melden insbesondere bei etwas älteren Forderungen etwa 50 % der Gläubiger ihre Forderung nicht an, weil sie den damit verbundenen Aufwand scheuen. Was heisst Vollstreckungsbeschränkung? Vielen Dank im voraus für mögliche Antworten!

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