Welche konkreten Folgen hat ein negativer Bescheid eines Statusfeststellungsverfahrens für den Arbeitnehmer?

1 Antwort

Dir wurde nicht "die Selbständigkeit aberkannt", sondern es wurde festgestellt, dass du in deiner Beschäftigung der Versicherungspflicht unterliegst. Selbständig arst du ja nur deshalb, weil du und deine Auftraggeber glaubten, du seist selbständig. "Zuerkannt" hat dir die Selbständigkeit niemand.

Zu deinen Fragen:

1) Nachzahlen musst du nichts. Beiträge nachzahlen muss immer nur der Arbeitgeber, mit Ausnahme der letzten drei Monate. Für die kann er die Beiträge rückwirkend von dir einbehalten, § 28g SGB IV

2) Du hast nicht umsonst in die freiwillige KV eingezahlt. Die freiwilligen Beiträge werden in Pflichtbeiträge "umgewandelt". Blöd wäre es, wenn du privat krankenversichert gewesen wärst, diese Beiträge wären verloren gewesen.

3) Die Einkommensbescheide musst du nicht ändern lassen. Abgesehen davon, dass das Finanzamt ja von dir Geld bekommen hat, sind die Kriterien für das Vorliegen einer selbständigen Tätigkeit im Steuer- und Sozialversicherungsrecht unterschiedlich. Steuerlich kannst du daher trotz Entscheidung der RV noch selbständig sein.

4) Ja, die Deutsche Rentenversicherung verschickt regelmäßig Kontoauszüge, aus denen die für dich gespeicherten Zeiten hervorgehen. Diesen Kontoauszug kannst du auch jederzeit selbst bei der DRV anfordern.

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