welche knochen des skellets bei toten bleiben am längsten bestehen. vermutlich schädel und halswirbelsäule oder?

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4 Antworten

Am längsten erhalten sich Knochen mit dicker Compacta, am schnellsten vergehen die Knochen mit viel Spongiosa.

Wenn das Meiste schon vergangen ist, hat man meist noch Reste der Langknochen, am Schädel hält sich das Felsenbein am längsten. Hat man beispielsweise Skelette von Frühgeburten oder Kindern, ist oft das Felsenbein der einzig vollständige Knochen, der durch Vermessung die Ermittlung des Sterbealters ermöglicht. Die Schädelknochen können unter Umständen recht lange überdauern, werden allerdings oft auch zerdrückt.

Selbst wenn alles andere dahin ist, bleiben oft noch die Zähne.

Wirbel vergehen ähnlich schnell wie Becken und Gelenkenden, schließlich bestehen sie vor allem aus Spongiosa. Die Halswirbelsäule hält sich da nur unwesentlich länger als die Lenden- oder Brustwirbelsäule, wobei die obersten Wirbel der HWS meist durch die Position unterhalb des Schädels weniger zersetzenden Einflüssen unterliegen und daher länger erhalten bleiben.

Wie lange Knochen brauchen, um sich vollständig zu zersetzen, ist vom umgebenden Sediment abhängig, auch davon, ob sich umgebende Pflanzen den Kalk aus den Knochen holen. Unter guten Bedingungen sind Knochen auch nach Jahrtausenden noch gut erhalten, aber selbst unter schlechteren Bedingungen halten sich Knochen in der Regel ein paar Jahrhunderte. Für eine schnellere Zersetzung braucht es schon sehr besondere Einflüsse.


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Das kann man so nicht sagen. Hängt von vielen Faktoren ab, etwa wie der Leichnam liegt, wo er liegt und so weiter.

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Kommt drauf an, wie der Konserviert wird, also wie die Aufbewahrung ist. Wenn die Leiche irgendwo in den Bergen im Schnee begraben liegt, dann hält sie sich ewig.

Es gibt auch Fälle, wo Archeologen alte Mumien gefunden haben, die kaum verwehst sind, weil sie so gut eingepackt waren, mit allen möglichen Leinen und Ölen.

Wenn die Leiche aber einfach unter der Erde liegt, dann verwehst die ziemlich schnell, es kommen ja dann die ganzen Würmer die die Knochen, die Haut und die Gedärme fressen.

Kommt halt drauf an. Ich glaube kaum, dass es die perfekte Experimentier-Umgebung für sowas gibt.

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Kommentar von Maienblume
28.09.2016, 01:29

Doch, es gibt die perfekte Experimentierumgebung für sowas. "The Body Farm", was auch in einem Krimi schon bearbeitet wurde. Das ist ein Gelände, in dem tatsächlich Leichen ausgelegt werden, um an ihnen alle Stadien der Vergänglichkeit zu studieren. Ganz wichtig für die Kriminaler. Abteilung Forensik.

Ähm... und es heißt "verwest". Da weht kein Wind... ;-) (Klugscheißmodus aus.)

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Kommentar von Jerne79
28.09.2016, 02:27

Dem Fragesteller geht es um die Knochen, nicht um die Weichteile.

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Der Unterkieferknochen, der ist so ziemlich am härtesten.

Oft auch Teile vom Schädeldach....

Guck Dir mal die Knochenfunde von Urmenschen an, da kann man das gut sehen.

Die Wirbelknochen sind gar nicht so extrem hart, weil sie poröser sind.

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