Welche Kampfsport Art bringt mehr in einem kampf?

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7 Antworten

Hallo Momowest,

immer wieder dieselbe Frage, immer wieder dieselbe Antwort:

Wenn es Dir primär um Selbstverteidigung geht, würde ich Dir gar keinen Kampfsport empfehlen, sondern eine Kampfkunst. Beim Kampfsport
wird nach bestimmten Regeln gekämpft, die auf der Straße nicht gelten.

Was die Wahl der geeigneten Kampfkunst betrifft, da solltest Du einfach ausprobieren, was Dir am meisten Spaß macht. Nur unter dieser Voraussetzung wirst Du nämlich die nötige Disziplin aufbringen, so intensiv und so  dauerhaft zu trainieren, wie es nötig ist, um eine Kampfkunst zu beherrschen.

Es gibt grundsätzlich keine Kampfkunst, die allen anderen in allen Aspekten überlegen wäre. In einem Kampf stehen sich immer zwei Menschen gegenüber, nicht zwei Kampfkünste. Die besseren Aussichten hat derjenige, der seine Kampfkunst besser beherrscht.

Übrigens ist Kung Fu kein Kampfsport, sondern eine Kampfkunst.

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Es gibt keinen "besten Stil" und keine "effektivste Methode".

Das alles sind reine Werbeversprechen der jeweiligen Anbieter.

In einem Ernstfall ist die Verfassung der Beteiligten entscheidend.

Ist der Verteidiger mental mit der Situation überfordert und kann sich der realen Bedrohung nicht anpassen, nutzen 30 Jahre Training nichts.

Da ist es völlig egal ob man sein ganzes Leben lang die 108 geheimen Techniken der Shaolin studiert, oder die Selbstverteidigungsmethode für Spezialeinsatzkräfte irgendeines Geheimdienstes gelernt hast.

Wer angesichts einer realen Gefahr die Nerven verliert und mit dem Kampf in Alltagskleidung, oder der Verteidigung gegen ungewohnte Techniken überfordert ist, hat praktisch schon verloren.

Deshalb sind auch andere Fragen wie

Gleichstarker Kämpfer von Stil A gegen gleichstarken Kämpfer von Stil B - wer gewinnt den Kampf?

völlig irrelevant

Die mentale, charakterliche Komponente, oder die Persönlichkeit eines Menschen bleibt immer etwas individuelles, das im Ernstfall entscheidend sein kann.

Der Karateka übt sein ganzes Leben lang die gleiche Kata und gewinnt dadurch innere Ruhe und Konzentrationsfähigkeit.

Der Wettkämpfer ist in Dutzenden von Kämpfen gegen unterschiedliche Arten von Menschen angetreten

Der SV-Übende trainiert sein ganzes Leben lang unter möglichst realistischen Bedingungen mögliche Überfallszenarien.

All diese Herangehensweise stärken auf ihre Weise die Persönlichkeit des Verteidigers und verbessern seine Chancen, nicht völlig überfordert mit der Situation zu sein.

Ein Garant für die erforderliche "Coolness" im Ernstfall ist aber weder die Kata unter eiskalten Wasserfällen, noch Wettkampf-Erfahrung, oder das Vollkontakt-Training in Straßenkleidung.

Die beste Verteidigung ist es, keine Konfrontation zu suchen und gar nicht erst in solche Situationen zu geraten.

Wer ständig in gefährliche Situationen kommt, sollte sich fragen, welche Signale er an seine Umwelt aussendet.

Denn bereits das eigene Auftreten entscheidet maßgeblich, ob es überhaupt zur Gewalt kommt.

Deshalb sollte man einen Kampfsport nicht nach seiner "Effektivität", sondern danach wählen, welcher Stil einem Freude bereitet.

Entscheidend ist es nämlich, langfristig motiviert zu bleiben.

Ich selbst trainiere Aikido und bin der Ansicht, dass man erst nach mehreren Jahren intensiven Trainings wirklich die Selbstverteidigungsaspekte erfasst.

Vorher scheint Aikido einfach ein sehr harmonischer Stil mit eleganten, runden Bewegungen zu sein, der wenig mit "Kampf" zu tun haben scheint.

Gefällt einem dieses sanfte Konzept nicht, weil man sich mehr "Action" und Tritt-Techniken wünscht, dann wird man demotiviert das Training abbrechen und letztlich niemals an den Punkt gelangen, an dem sich die Effektivität des Aikido zeigt.

Das gleiche gilt für viele andere Disziplinen genau so.

Aus diesem Grund ist es immer wichtig, völlig unabhängig vom Stil, einfach eine Methode zu finden, mit dem man selbst glücklich ist.

Mein Ratschlag ist daher:

Suche dir alle Kampfsportvereine in deiner Umgebung und informiere dich über das dortige Angebot.

Entweder du gehst dann ganz offen und unvoreingenommen zum Training und schaust mal vorbei, oder du informierst dich vorab ein wenig über typische Elemente der dort angebotenen Disziplinen.

Wenn du zB meinst "wow, cool, Tritte wollte ich schon immer lernen!", dann schau halt, wie dir diese Stile zu sagen.

Allerdings sollte man immer bereit sein, bisherige Wunschvorstellungen über den Haufen zu werfen, wenn es wirklich keinen Spaß macht.

Also vereinbare bei den Vereinen ein Probetraining -so bekommst du nicht nur Erfahrungen aus erster Hand, sondern auch einen Eindruck vom Verein.

Wie gehen die Menschen miteinander um? Gibt es starkes Konkurrenzdenken? Redet der Lehrer gerne viel über seine Titel, anstatt zu unterrichten? Ist die Atmosphäre sympathisch?

Solch ein Probetraining ist, gerade als "Schnupperstunde" meist kostenlos möglich. Manche Vereine bieten auch ein längeres Probetraining von ca. zwei Wochen an - meist gegen eine kleine Gebühr.

Also anstatt nach dem Monster-Mega-Hammer-Self-Defens-Style zu suchen, mache etwas, von dem du  überzeugt bist und das Spaß macht.

Viel Erfolg. :-)

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Kommentar von jsch1964
09.04.2016, 09:39

Hervorragende Antwort! :-)

Genau so sieht's aus.

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Nicht die Sportart oder Kampfkunst entscheidet, sondern der Mensch.

Wenn dich auf der Straße einer angreift, ist sowieso der beste Sport, derjenige, der am meisten bringt - Laufen.

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Kommentar von Momowest
08.04.2016, 22:28

Wenn jetzt jemand deine Freunde oder Familie angreift willse einfach weglaufen oder wie

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Letztes wurde ein Freund von meinem cousa abgestochen.

Er war verdammt Breit und hat locker schon 10 Jahre lang trainiert doch wenn jemand bewaffnet ist hat man meistens keine Chance . Der Täter hat ihm 3 mal mit einem Rambomesser in die lunge gestochen. Der Junge wollte nur Zivilcourage leisten und hat mit seinem leben bezahlt p.s sie waren zu 3 gegen den Täter . Du kannst dich nicht richtig auf die strasse vorbereiten weil du nie weist ob dein Gegner eine waffe hat . Ich würd dir einfach ein Pfefferspray empfehlen wenn du dich auf die strasse vorbereiten möchtest p.s Kampfsportarten sind nicht wirklich für die strasse gedacht.

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Das nimmt sich nichts, da Sport ≠ Straßenschlägerei.

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Kann man Pauschal nicht sagen, hängt von Kraft, Technik und Fortgeschrittenheit ab ..

Auf der Straße können selbst die Leute gefährlich sein die nie nen Kampfsport betrieben haben ..

Heutzutage bringt einem Kampfsport auf der Straße wenig da die meisten Idioten mit nem Messer durch die Gegend laufen, das sind die gefährlichsten weils solche Idioten sind .. Unabhängig davon das man als Kampfsportler sowieso nicht auf der Straße kämpfen sollte ..

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ich sag mal ryukyuu kenpo mit nervendruckpunkten aber ok vielleicht gibts das bei dir in der nähe nicht..

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Kommentar von Momowest
08.04.2016, 22:24

Ich mein nur von den dreien

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