Welche Kamera und welches Objektiv?

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4 Antworten

Canon Kameras sind wegen ihres etwas bescheidenen Dynamikumfang nicht die erste Wahl fuer Landschaftsfotografie. Das koennen Fuji, Pentax, Sony und Nikon deutlich besser. Den erfolgreichen Umgang mit extrem kurzen Brennweiten muss man lernen. Ein Anfaenger macht damit nur langweilige "Vieldrauffotos".

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat.

Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei  jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett, Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein

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Kommentar von Si10100
28.02.2017, 22:41

Welche Kamera kannst du mir empfehlen? Vielleicht die neue D3400 oder die d5400? Und welches Objektiv?

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Kommentar von Si10100
02.03.2017, 15:39

Die Systemkameras haben mich nicht wirklich überzeugt. Ausser das kleinere Format und vielleicht dem guten Autofocus sehe ich da keine relevanten Vorteile für mich. Soweit ich gelesen habe soll die Sony alpha 6000 gut sein... allerdings soll man mit dem kleineren Sensor der Sony nicht so ''gute'' Bilder schießen können, wie mit einer Spiegelreflexkamera in der selben Preisklassen. Es gibt zwar noch die Sony a7, allerdings bewegt die sich im Bereich deutlich über meinem budget :D. Letztendlich würde ich sagen, dass man für mein Bugdet mit Spiegelreflexkameras besser bedient ist. Habe mir mal ein paar Sony Spiegelreflexkameras angeguckt und auch pentax. Allerdings haben die mich alle nicht wirklich überzeugt. Vielleicht hast du ja noch eine Idee ;)

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Kommentar von Si10100
02.03.2017, 18:40

Ohh.. ups, da habe ich mich wohl verlesen mit dem Sensor. Habe mir die alpha 6000 nochmal angesehen. Habe gelesen die Kamera hätte ein stärkeres Grundrauschen. Da ich aber auch gerne abends fotografieren möchte, wäre die Kamera vllt nicht die richtige wahl. Ich weiß jetzt nicht in wie fern man das bestätigen kann, aber ich denke mit einem vernünftigen Objektiv lässt sich diesers ''Problem'' beheben. Hättest du noch Vorschläge für etwas kostengünstigere Objektive? Also so rund um 300€? 400€ währen mir etwa zu viel :(

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Ganz allgemein gesagt - die Brennweite des Canon EF-S ist für Landschafts (und für Architektur) -Aufnahmen sehr gut geeignet. Da tut auch die "schwache" Lichtstärke des EF-S keinen Abbruch. Durch das Schrauben an der ISO und einem Stativ kann das mühelos kompensiert werden.

Ich habe selber auch schon Landschaftsaufnahmen mit einer Brennweite von 7 mm geschossen. Das ist schon der Hammer. 

Mit der EOS 700 d kannst Du nicht viel verkehrt machen. 

LA

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Kommentar von Si10100
28.02.2017, 17:53

Danke für deine Antwort. Also mit der 700d werde ich gute Aufnahmen hinbekommen?

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Kommentar von Linuxaffiner
28.02.2017, 19:10

Ja, Du kannst damit gute Bilder machen. Ich selber habe Jahrzehnte mit Canon (analog) fotografiert - die Canon war eine normale analoge SLR auf einem einfachen Niveau (A1 AE1-Programm). 

LA

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Kommentar von Si10100
02.03.2017, 15:30

Okay danke :)

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Da die 700D in allen Bereichen der Bildqualität hinter der 600D liegt, solltest Du vielleicht doch besser letztere nehmen oder besser doch eine Nikon, Pentax, Sony. Canons Priorität lag in den letzten Jahren mehr auf dem Speed, ist also eher was für Sportaufnahmen. https://www.dxomark.com/Cameras/Compare/Side-by-side/Nikon-D3300-versus-Canon-EOS-700D-versus-Canon-EOS-600D___928_870_692 Nein auch die 750/760D machts nicht besser, erst die 80D kommt wieder in die Nähe aller anderen Mitbewerber.

Und 10mm sind schon ein gewaltiger Bildwinkel, bei dem man wegen der Verzerrungen auch viel falsch machen kann. Versuch am Anfang besser ein lichtstarkes 17-50mmF2,8, da kann man wirklich nichts falsch machen.

Ansonsten hat Airbus380 ja schon alles geschrieben.

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Kommentar von Si10100
28.02.2017, 19:42

Da mir dieses Drehbare Display der eos sehr gut gefallen hat und mir wichtig wäre für meine weiteren Verwendungszwecke würde ich dann in den sauren apfel beißen und die d5300 kaufen. Ich denke damit wäre alle abgedeckt. Welches Objektiv kannst du empfehlen?

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Kommentar von Si10100
01.03.2017, 21:07

Welche würdest du letztendlich empfehlen? In Kombination mit dem tamron objektiv?

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Kommentar von Si10100
01.03.2017, 23:42

Eger eine systemkamera? Beispielsweise die sony alpha 6000?

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Kommentar von Linuxaffiner
02.03.2017, 21:59

Darum empfiehlt sich bei einer Brennweite von 10 mm der Einsatz einer Kamera-Wasserwaage. Und zwar mit einer horizontalen und einer vertikalen Libelle. Das vermeidet stürzende Linien bei Architekturaufnahmen. Es gibt auch schon Stative mit integrierter Wasserwaage. 

LA

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Ich würde mir heute keine "Spiegelreflex-" Kamera mehr kaufen, sondern eine spiegellose Systemkamera.

Die können Alles, was DSLR-Kameras können, nur eben da ohne Spiegel in manchen Punkten besser. Und gerade auch für Landschaftsaufnahmen absolut perfekt.

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Kommentar von realfacepalm
04.03.2017, 14:44

Haben uns gerade die Canon M3 zugelegt. Genial, auf dem Bildschirm direkt die Änderungen bei den verschiedenen Einstellungen zu sehen. :-)

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