Welche Kamera sollte ich mir kaufen als Anfänger?

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, weswegen ich empfehle, nicht zu sehr auf andere zu hören bei der Kamerawahl. Jede Mutter liebt ihr Kind, deswegen wirst Du hier in den meisten Antworten hören, wie gut die Kamera ist, die der Beantwortende selber benutzt und/oder die ihm gefällt! Neben der Tatsache, dass die Kamera gut in der Hand liegen, bestimmte Funktionen ausführen muss, die man von ihr erwartet und der Benutzer gut mit der Bedienung zurecht kommen muss, ist für den Fragesteller die Frage wichtig, ob sie diese Kriterien wirklich erfüllt und wie sie ihm optisch und haptisch gefällt.

Die Frage, ob Du überhaupt schon Erfahrung mit der Fotografie hast, ist ebenfalls wichtig, denn für erfolgreiches Arbeiten steht weniger der Body der Kamera im Vordergrund, sondern in erster Linie derjenige, der den Auslöser betätigt. Danach kommt auch erst einmal die Optik, durch die aufgenommen wird. Erst danach kommen die Kamera und ihre Fähigkeiten. Bei der Kamera ist neben den zur Verfügung stehenden Funktionen noch der Aufnahmesensor wichtig, der zusammen mit dem Objektiv maßgeblich für die Bildqualität zuständig ist.

Dabei ist die Behauptung, je mehr Pixel Auflösung, desto besser nicht immer richtig. Die Dichte der Pixel und die Technologie spielen eine wichtige Rolle. Ein 24 x 36 mm großer Sensor mit 18 Megapixel ist wesentlich besser, als einer mit gleicher Pixelanzahl aber einer Größe von 22,2 x 14,8 mm oder gar nur von 5,4 x 4 mm, wie er in Kompaktkameras vorkommt. Das hat seine Ursache zum einen in der Tatsache, dass sich dicht benachbarte Pixel gegenseitig beeinflussen und zum anderen, dass die Wärmeabfuhr bei kleinen Sensoren schlechter ist und somit die Fotos schneller verrauscht sind.

Der beste Aufnahmesensor macht aber auch keine guten Bilder, wenn das Objektiv von schlechter Qualität ist. Wie bei einer Kette das schwächste Glied die Stärke bestimmt, ist auch hier eine gute Abstimmung zwischen Sensor und Objektiv maßgeblich für die Qualität und Vergrößerungsfähigkeit der Fotos. Dabei sind heutzutage bei den hochwertigen Systemkameras die Sensoren den Objektiven weit überlegen, Standardobjektive können die heutigen Sensoren kaum ausreizen, dafür sind schon sehr teure Objektive der Spitzenklasse erforderlich, deren Preise schnell die Größenordnung von Kleinwagen überschreiten können.

Welcher Typ Kamera es sein soll, hängt davon ab, welche Art von Aufnahmen der Benutzer damit realisieren will und natürlich auch, ob er professionell, semiprofessionell oder rein privat fotografieren möchte und wie viele Aufnahmen damit täglich gemacht werden sollen.

Also ist die erste Überlegung:

1.) Soll es eine kompakte Kamera sein, die man für Aufnahmen, die ins „Familienalbum“ sollen, benutzen will und wovon keine Drucke im Posterformat erwartet werden?

2.) Soll es eine Bridgekamera sein, die etwas größer ist, Aufnahmen in etwas besserer Qualität macht und schon über ein paar Funktionen verfügt, die besondere Fotobereiche ermöglichen.

Bei diesen beiden vorgenannten Kameraarten muss man noch entscheiden, wie groß der Zoombereich des Objektivs und die Pixelanzahl des Aufnahmechips sein sollen. Auch muss sich der Käufer die Frage stellen, ob er mit der Kamera Videos aufnehmen möchte.

3.) Soll es eine semiprofessionelle Systemkamera mit oder ohne Spiegel sein und welche Erwartungen stelle ich an das zur Verfügung stehende Objektivsortiment in Beziehung auf Vielzahl, Qualität und Preisbereich? Welche Mindestanforderungen habe ich an Auflösung und andere Funktionen, wie ISO-Bereich, Serienaufnahmen, Videofunktionen u.v.m.?

4.) Soll es eine professionelle Systemkamera mit oder ohne Spiegel sein, welches Aufnahmeformat soll sie haben, Mittelformat, KB-Vollformat, APS-C oder MFT? Welche Erwartungen stelle ich an das zur Verfügung stehende Objektivsortiment? Welche Anforderungen habe ich an Auflösung und andere Funktionen, wie ISO-Bereich, Serienaufnahmen, Videofunktionen u.v.m.?

Also solltest Du besser ein Fachgeschäft aufsuchen, dort die ein oder andere Kamera in die Hand nehmen und Dich beraten lassen, welche Funktionen sie haben, welche Objektive es dafür gibt, was sie taugen und kosten und wie ausbaufähig sie sind! Ob Du sie dann dort auch kaufst oder im vielleicht preiswerteren Versandhandel, ist eine andere Frage.

www.torfmauke.de

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sollen es lange Videos in HD sein? 

Wenn nein, dann würde ich mir als Anfänger immer eine ältere gebrauchte Kamera holen um erstmal zu üben. In der Regel brauchst man so ein halbes bis ein Jahr, bin man die Fotografie soweit beherrscht, dass eine aktuelle Kamera sinnvoll ist. Denn nichts ist ärgerlicher, als nach einem halben Jahr festzustellen, dass man genau das System der anderen Firma braucht oder seine teure neue DSLR durch einen Anfängerfehler zu beschädigen. Auch sind viele Leute frustriert, wenn sie nach dieser Zeit ihre DSLR zwar beherrschen aber es bereits ein neues Modell auf dem markt gibt.

Ich würde dir die Nikon D90 empfehlen, die hat ein gutes Rauschverhalten und dadurch kannst du höhere Iso Werte benutzen um schnellere Verschlusszeiten verwenden zu können, was dann am Ende in scharfen Fotos selbst bei Bewegung resultiert.

Auch kann die D90 HD Videos drehen aber leider nur maximal 5 Minuten am Stück und nur mit 25 Bilder die Sekunde. Mit richtigen Action Videos ist da also nichts.

-

Wenn aber lange Action HD Videos sein soll, dann besser eine aktuelle Nikon wie die D5300.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Fragentierchen
29.12.2015, 15:54

Und mit dem Geld, dass du bei der D90 übrig hast solltest du dir unbedingt ein Buch über die Aktion Fotografie kaufen. Mein liebling in der Kategorie ist der Photoguide Action und Abenteuer von National Geographics.

0

Schau mal auf der Chip Bestenliste

http://www.chip.de/bestenlisten/Bestenliste-DSLR-und-DSLM--index/index/id/968/price/500/

Ich persönlich würde eher die Nikon D5300 nehmen oder gar eine Systemkamera wie die Sony Alpha 6000. Bei einer Systemkamera hast du den Forteil eines guten Bildqualität, eines Wechselobjektives ohne auf die kompakten Außmaße einer Kompaktkamera verzichten zu müssen.

Oder hast du Lust überall eine schwere unhandliche Spiegelreflex mit rum zu schleppen.

Schau dir dazu auch mal Bewertungen von Photographen auf Youtube an.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Kamera ist nicht so das Problem, die Objektive sind wichtiger!

Dass die Bilder nicht verschwommen sein dürfen liegt einzig und allein an dir selbst! ;-) Nicht an der Kamera! :-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Für einen Anfänger in der Fotographie ist eine Spiegelreflexkamera, meiner Meinung nach, nicht wirklich geeignet.

Warum veruchst du deine ersten Schritte nicht mit einer Kompaktkamera?

Später kannst du dich ja immer noch vergrößern.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hey,

nur du kannst gute Fotos machen, dass die net verschwommen sind. Einfach ohne zu wackeln gute Fotos mit egal welcher Kamera Fotografieren und eine Handy Kamera (wenn du ein Handy hast) könnte auch reichen, aber kommt drauf an wo du es verwenden willst. :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Fragentierchen
29.12.2015, 15:52

Nope, eine Belichtungszeit von einer Sekunde kann kaum ein Mensch ruhig genug halten und Bewegungsunschärfe hat nichts damit zu tun, wie ruhig die Kamera gehalten wird. Wenn ein Pferd in vollem Galopp parallel zur Bildebene galoppiert und man keine 500stel Sekunde oder schneller eingestellt hat, dann kann die Kamera auch auf einem Stativ stehen, das Pferd ist verwaschen.

0

Die D5100 von Nikon ist eine gute Kamera mit der ein Bekannter sogar schon ein Gewinnerfoto für einen Wettbewerb gemacht hat, ist nicht mehr das neuste Modell aber als Anfänger mehr als ausreichend.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?