Welche Kamera ist von unten genannten am besten?

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5 Antworten

Ich möchte an weiter entfernte Objekte heranzoomen können und trotzdem scharfe Bilder aufnehmen können

Das hängt vom Objektiv ab! 70-300 mit Stabi oder 70-200 f/2.8 wenn du Lichtstärke brauchst!

Auch wenn mein Motiv sich bewegt, sollte das Foto nicht unscharf werden

Eine kurze Verschulsszeit ist dein Freund! Damit das Bild dann nicht dunkel wird braucht man Lichtstärke und/oder Blitze bzw. helles Tageslicht und/oder hohe ISO-Werte.

Um das Rauschen in Grenzen zu halten sollte man die ISO-Werte aber nicht zu hoch nehmen ergo braucht man Lichtstärke oder zusätzliches Licht!

Außerdem sollte das AF schnell genug sein um mit dem Motiv mitzuhalten.

Also auch eine Sache, die zu 80% vom Objektiv abhängt!

Ich möchte in erster Linie Menschen fotografieren (Portraits), aber auch gelegentlich Landschaften und Objekte, die näher dran sind (z.B. Blumen etc.)

Auch hier geht es wieder um das Objektiv! Du brauchst Freistellungs-Potential (= Lichtstärke) und knackige Schärfe (= gutes Glas)

Brennweiten ab 50mm am Crop-Sensor sind ideal!

  • Nikkor 50mm f/1.8G - 170 EUR - günstigster Einstieg in die Portrait-Fotografie. Aber keine Makro-Linse...
  • Tamron 60mm f/2 - 330 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen aber für Tiere zu kurz - FLUCHTDISTANZ!!!
  • Tamron 90mm f/2.8 - 380 EUR - Top Portrait-Linse und gut für Pflanzen und Tiere
Die Kamera sollte nicht allzu schwer zu bedienen sein und einen guten Akku haben

Das ist subjektiv. Aber für 90-95% der Bilder reicht es ISO, Blende, Zeit und Brennweite zu verstellen. Für die anderen 5-10% muss man dann ins Menü rein :)

Canon EOS 1200D (18 Megapixel, 18-55mm IS Objektiv Kit) / Canon EOS 1100D SLR-Digitalkamera (12 Megapixel, Kit II inkl. EF-S 18-55mm 1:3,5-5,6 IS II)

Nimm auf KEINEN FALL ein Set mit 18-55mm Kit-Optik! Die ist sehr oft irgendwie zu Kurz und damit wirst du nicht glücklich auf Dauer. Zumindest ging es mir so. Da man sich den Fehlkauf dann auch nicht eingestehen will hab ich mir die 55-200mm Linsen nachgekaufen kann ist das "Doppelzooom-Kit" mit den 2 Linsen war auch nicht so toll. Andauernd die Linsen wechseln, hin und wieder her - was dann recht schnell Staub in die Kamera bringt und egal wo die 2. Linse mitnehmen - einfach nur nervig! Am Ende hab ich beide verkauft und ein 18-105er angeschafft.

Der Grund warum ich eingentlich hautpsächlich Nikon empfehle ist der, dass man bei Nikon einige wirklich großartige Objektive bekommt. Vergleichbare Modelle Bei Canon sind dann nicht so gut oder man muss für vergleichbare Bildqualität deutlich mehr zahlen!

Nikon D3100 SLR-Digitalkamera (14 Megapixel, Kit inkl. AF-S DX 18-105 VR Objektiv)

Das würde ich dir empfehlen... Wobei für Portraits wirst du dir wahrscheinlich dann noch ein 50mm 1.8G oder ein Makro-Objektiv so nachkaufen...

Sony SLT-A58K SLR-Digitalkamera (20,1 Megapixel, inkl. SAL 18-55mm Objektiv)

Sony ist führend bei Video und AF im Video und bieten dank der SLT-Technik sehr hohe Serienbild-Geschwindigkeiten auf Kosten von ein klein wenig Licht und ein wenig mehr Rauschen! Außerdem haben die einen elektronischen Sucher und der muss einem liegen... Wer damit irgendwas actionreiches fotografieren will wird schnell feststellen, dass das elektronische Sucherbild bei schnellen Schwenks schmiert und sich wie Kaugummi zieht. So würde ich seekrank - daher gilt für mich persönlich SO NIE!

3ngeI 20.05.2014, 20:05

Vielen Dank für diese Antwort, das hat mir schon sehr weitergeholfen.

Ich merke schon, die Fotografie ist ein teures Hobby... Für den Anfang habe ich aber vor, mir wirklich nur ein Objektiv zu kaufen, mit dem ich dann auch möglichst alle Fotos machen kann, die ich machen möchte. Ich hatte auch überlegt, mir eine Bridge-Kamera zu kaufen, wo man die Objektive nicht wechseln kann/muss, da man die Brennweite da ja noch mehr verstellen kann. Denkst du, das ist eine bessere Alternative oder würdest du mir dann die Nikon D3100 SLR-Digitalkamera mit dem 18-105 VR Objektiv empfehlen?

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mbauer588 20.05.2014, 20:34
@3ngeI

18-105mm deckt 90% der Alltagsaufgaben ab! Also ist das auch mein Tip!

Bridgekamera:

Eine zB 35mm Festbrennweite ist perfekt auf 35mm abgestimmt. Gleiches gilt für alle anderen Festbrennweiten... Da Fotografen meistens nicht mit 10-20 Festbrennweiten-Objektiven runrennen wollen gibt es Zoom-Objektive.

Je größer der Zoom-Bereich desto großer der Kompromiss zwischen kleinster und größter Brennweite. Ergo muss bei einen zB 18-270mm Objektiv ein viel extremerer Kompromiss eingegangen werden als bei zB 18-55mm und weiters wird die Konstruktion teuer und viel aufwändiger bei einem 18-270mm als beim 18-55mm.

Durch diesen Kompromiss wird die Bildqualität beeinträchtigt. Je größer der Kompromiss desto größer die Beeinträchtigung. Daraus kann man schließen, dass eine zB 18-270mm Linse ist nicht grottenschlecht ist aber von der Bildqualität einer anderen Linse deutlich unterlegen ist. In dem Fall ist es eben eine der Ausnahmen von der "You get what you pay for" - Regel!

Naja wenn du gute Bildqualität haben willst kommst du kaum an einer DSLR vorbei.

Die ganzen Bridge-Kameras und Kompakten haben alle winzig kleine Sensoren mit denen sie deutlich mehr Rauschen und vor allem deutlich schlechtere Detailwiedergabe erreichen.

Schau dir mal das Thema an: http://www.gutefrage.net/frage/makrofotografie---kamera-fuer-einsteiger

Da siehst du ein Bild von einer Kompakten / Bridge vs. billigst DSLR. Das von mir verlinkte Bild ist mit einer D3000 + 18-55mm Kit-Linse + 10 EUR Nahlinse gemacht worden....

Bei der Wire-O-Bindung kann man an den Schnittkanten sogar noch leicht die Struktur und die Fasern des Papiers erkennen. Das ist eben DSLR-Bildqualität.

Bei der Fliege wirkt alles irgendwie metallisch und Details wie Häärchen sind einfach zugematscht und nicht mehr erkennbar. Da zeigen sich die Schwächen des kleinen Sensors deutlich!

Ich kann dir die Nikon D3100 + 18-105mm Kit wärmstens empfehlen. Dieses Set ist mit ca. 400 EUR sehr gut bezahlbar und deckt ca. 90% der Alltagsaufgaben hervorragend ab!

Die DSLR ist auch eine Anschaffung für Jahre. Im Gegensatz zu den Kompaktknipsen kann man damit durchaus 3, 4, 5 Jahre fotografieren und man wird immer noch Top Bildqualität haben. Das ist auch ein Grund warum 5,6,7 Jahre alte Modelle immernoch einen sehr hohen Wiederverkaufswert haben! Für eine 5 Jahre alte Kompakte bekommst du auf ebay noch 5 EUR... Für eine 5 Jahre alte Einsteiger-DSLR werden auf ebay auch noch schnell mal 150-200 EUR bezahlt!

Daher empfehle ich dir - spar noch ein wenig und kauf einmal was ordentliches.

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Erstmal - ich empfehle nichts!

Aber warum eigentlich diese begrenze Vorauswahl auf drei Marken - ersetze doch mal eine der Canon durch ne Pentax? Besonders die von Dir genannten Canon-en sind sowiso eher von zweifelhaftem Ruf und die 18-55er Objektive fürs ranzoomen praktisch unbrauchbar. 18mm ist weitwinkel und 55 noch etwa das normale menschliche Sichtfeld, sofern man den KB Maßstab anlegt, bei APS C Cameras kann man meist noch den faktor 1,5 multiplizieren, dann bist du bei 55mm im bereich eines leichten Tele das zu Porträtaufnahmen nutzbar ist. Such Dir was mit einem 200er oder 250er! Weiterhin haben die meisten dieser Kit Objektive eine grottige Lichtstärke und sind damit reine Schönwetter und Tagesobjektive. Abgesehen davon, es gibt ja noch andere kriterien als das rein technische, hierzu meine Empfehlung...

Zweitens, ich empfehle folgendes:

  • Vergiss wer alles seine Camera lobt. Die Wenigsten Menschen gestehen Fehlkäufe ein. Wichtiger ist wenn jemand sein Modell kritisiert! Warum - ist es für Dich ebenfalls ein Problem. Wenn ja, wie schwerwiegend? Lass Dich nicht von technischen Daten wie mehr Megapixel etc. beeindrucken. Das ist Digitaler Schwanzvergleich.
  • Die wenigsten Testberichte sind neutral - ist Deine Meinung die des Testers? Überlege was DU mit der Camera machen willst. Welches der Modelle unterstütz DICH hinsichtlich der Technik am besten?
  • Geh in den Laden, nimm alle Modelle in die Hand. Wie fühlen Sie sich an. Sind alle für dich wichtigen Funktionen bequem und schnell erreichbar (Knöpfe, Schalter) oder tief in den Menüs versteckt (Kamera abnehmen, Aufs Display sehen, umstellen kostet Zeit)
  • Kommst DU mit den Menüs zurecht oder sind diese Schlecht strukturiert, Überladen?

Und jetzt : DU musst Dich entscheiden. Denn DU musst mit der Camera umgehen. Nicht ich, nicht sonst wer.

Prinzipiell gibt es keine schlechten Kameras. Sony hat von allen Kameras den größten Dynamikumfang. Ob Canon oder Nikon ist rein persönliches empfinden.

Objektive gibt es für alle Kameras sehr gute. Wenn du nur ein Objektiv willst, was alles abdeckt, dann solltest du versuchen evtl. ein Tamron 18-270 zu nehmen. Damit hast du wirklich einen extrem großen Bereich abdeckt. Mit diesem wirst du am Anfang auch bestimmt glücklich werden. Mit der Zeit wirst du dann schon die Schwächen erkennen, dann kannst du das Objektiv durch ein oder zwei bessere ersetzen.

Um näher an Objekte heranzukommen braucht du einfach mehr Brennweite also 100m und mehr.

Das mit der Bewegung kann jede Kamera, du musst nur eine entsprechend hohe Verschlusszeit wählen. Ein galoppierendes Pferd ist bei 1/8 Sekunden immer unscharf egal ob man eine Vorkriegskamera hat oder die teuerste Canon.

Um kleine Sachen groß aus Bild zu bekommen benötigst du ein Objektiv mit möglichst großer Naheinstellgrenze.

Ich kenn keine Kamera die schwerer zu bedienen ist als eine andere, es ist immer das gleiche mit- und gegeneinander von Blende, Verschlusszeit und Iso. Hat man das verstanden kann man jede Kamera bedienen, bei der man gesagtes von Hand einstellen kann.

18-105mm Nein bitte nicht, um so länger die abgedeckte Brennweite um so schlechter die allgemeine Schärfe. Außerdem sind 105mm nicht das Wahre hier bleibt man auf halbem Weg meist hängen. Lieber ein 28-90 oder 18-55 und zusätzlich ein richtiges Teleobjektiv.

Ratirat 21.05.2014, 05:43
18-105mm Nein bitte nicht, um so länger die abgedeckte Brennweite um so schlechter die allgemeine Schärfe.

Grundsätzlich gebe ich dir da Recht, das beschriebene Nikon-Objektiv ist aber für den Preis wirklich gut und bietet über den gesamten Zoombereich in dieser Klasse wirklich gute Schärfe. Gerade für jemanden, der erst einmal nur ein Objektiv haben will, ist es eine sehr gute Wahl, noch dazu als Kit, wo der Mehrpreis ggü. dem Body moderat ausfällt.

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Ich habe eine Canon EOS 700d und bin beeindruckt von den fantastischen Fotos. Die EOS 1100d hat eine ISO- Zahl von 6800, richtig tolle Nachtaufnahmen bekommt man wahrscheinlich nicht damit hin. Und ich würde immer zur höheren Pixelzahl tendieren, das gibt brillantere Bilder. Das Objektiv 18.55 mm ist für den Anfang ausreichend. Aber manchmal hätte ich gerne einen stärkeren Zoom, muss also ein neues Objektiv kaufen.

Fragentierchen 20.05.2014, 19:06

Für Nachtaufnahmen sollte man sich eher weniger auf die ISO Leistung verlassen, sondern eher ein Stativ bemühen.

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