Welche Kamera ist für mich die Richtige? Nikon D90 oder Nikon D200?

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6 Antworten

Hi!

Wenn du es noch nicht getan hast, würde ich auf jeden Fall das erst Angebot für die D200 nehmen.

Gerade wenn du sagst, dass du von allem ein bisschen machen willst, und dich als Anfänger erstmal orientieren willst, ist das die perfekte Kamera.

Ich habe sie selbst seit 10 Jahren (vor 2 Jahren endlich von meinem Vater übernommen, davor auch seit Beginn genutzt) und mache damit auch alles:

Am liebsten Landschaften (hier sind ISO egal, man hat ja eh ein Stativ dabei und Bäume laufen echt selten weg).

Einmal im Jahr mindestens Sport (Ein Schlittenhunderennen im Harz, übriges sehr zu empfehlen), wo es hauptsächlich auf schnelle Verschlussgeschwindigkeiten ankommt und die Lichtsituation bei Schnee Sonnenschein auch alles als leicht sind.

Sehr selten auch mal Porträts (trotz Nikon Farben, siehe im letzten Absatz).

Vor einigen Wochen habe ich mich an ein bisschen Konzertfotografie versucht, mit 300mm Brennweite bei Open Sie gerade machbar von ISO her, jedoch hätte ich ein stabilisiertes Tele weitaus besser gefunden!

Letzte Nacht habe ich sogar die Milchstraße einfangen können und sitze nun vorm PC und bearbeitet das ganze Bildrauschen weg (bis ISO 500/640 würde ich noch gehen, darüber nur wenn unbedingt nötig, um überhaupt was zu erkennen).

Zu den Funktionen:

Die eingebaute Blitzsteuerung mit dem eingebauten als Master nutze ich sehr oft und man kann so auch mit einem externen Blitz sher professionell aussehenden Studio Ergebnisse erzielen. (Ein externer Blitz ist in jedem Fall eine Gute Investition, insbesondere Yongnuo  hat einige für Nikon, aber hier unbedingt auf ttl achten)

Sonst wurde schon zum Funktionsumfang alles gesagt.

Zu den Objektiven:

Ich hatte die ersten knapp zwei Jahre nur ein 28-80mm Objektiv und ich muss sagen das ist ein verdammt gutes Glas für fast alles, was man so machen kann (als Schüler auch nicht gerade reich, daher musste das erstmal reichen). Es mag viele Philosophien geben, welches Objektiv für den Anfang das Beste sein mag, aber ich finde definitiv das! Einen Großteil des habe ich damit gemacht und für Porträts auch brauchbar, bei Landschaften passt gelegentlich etwas wenig drauf, aber man lernt damit umzugehen.

Seit Anfang des Jahres habe ich nun auch das 18-55mm von Nikon (mit Bildstabilisierung, das kann dieser Kamera nie schaden) und seit einigen Wochen nun auch ein 50mm 1.8 (von Yongnuo), was sicherlich kein schlechtes Objektiv ist, jedoch für den Anfang meines Erachtens nach gänzlich ungeeignet, mit den hier bereits genannten Begründungen.

Dazu habe ich noch ein 500mm Schrottobjektiv (nach dem Motto "Brennweite lässt sich nur durch noch mehr ersetzen") von meinem Vater übernommen, eigentlich unnötig genauso wie ein 70-300mm (nicht so unnötig, eigentlich das Gegenteil).

Zu den ganzen Fachbegriffen (ISO, Nikon Farben usw. Kann ich dir uneingeschränkt die YouTube Kanäle Benjamin Jaworskij uns Stefan Wiesner empfehlen, wenn du sehen möchtest, was man mit der D200 machen kann auch gerne das Instagram Profil fotosvonmichel (wenn vorhanden, darf man auch abonnieren, damit genug der Eigenwerbung).

Wenns dir geholfen hat, markiere doch als hilfreich und für weitere Fragen stehe ich gerne bereit!

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Kommentar von Fischek
17.07.2017, 09:07

Sogar sehr hilfreich! Danke

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Die D200 hat ein Wahlrad mehr. Mit zwei Wahlrädern kannst Du Belichtungszeit und Blende schnell im manuellen Modus bedienen. Das ist elementar, wenn man nicht nur statische also unbewegte Fotografie betreiben möchte. Ansonsten wirst Du keine großen Unterschiede bemerken. Es sind auch beides Kameras im Crop-Format. Die Objektive sind bei allen drei angeboten sofort wieder zu verkaufen. Du kaufst Dir von dem Geld eine DX 50 mm Festbrennweite. Denn damit lernt man erst das Fotografieren. Nur mit offener Blende kann man freistellen. Das sind erstmal böhmische Dörfer für Dich. Sobald Du ein Handbuch Dir gekauft hast, wirst Du sehen, dass ich recht habe. Erst nach zwei Jahren mit der 50 mm Scherbe, weißt Du, was Du tatsächlich noch so brauchst. 

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Kommentar von Sternenfleit
12.07.2017, 11:38

Also 50mm Festbrennweite ist das einzig wahre?

Für jemanden der mit Fotografie bislang keine Berührung hatte, sind Deine Tipps nicht hilfreich. Was soll ein blutiger Anfänger ohne jeglichen Zoom, sei es Weitwinkel oder Zoomobjektiv?

Vielleicht solltest Du auch die Nachteile einer Festbrennweite nennen, wenn Du Dich doch schon soooo toll auskennst?

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An deiner Stelle würde ich in ein Fachgeschäft gehen. Dort würde ich mir professionelle Beratung suchen und denen auch erklären, was dein Ziel ist. Des Weiteren ist es essentiell, sich beide Kameras vorstellen zu lassen und beide auch mal in die Hand zu nehmen, um zu wissen, was auf dich zukommt.

Solch eine Kaufentscheidung würde ich ehrlich gesagt nicht von deinen Antworten, die du bekommst abhängig machen. 

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Auf jeden Fall das Angebot mit der Nikon D200!

Damit machst du dich dann zuerst mal mit den verschiedenen Brennweiten bzw. Bildwinkeln vertraut, d.h. indem du die Objektive benutzt, die zum Angebot gehören.

Probier dabei mal aus, die Brennweite auf genau die Werte zu stellen, die am Zoom-Ring als Zahlen aufgedruckt sind und damit Fotos zu machen. In den Fotos schaust du dir dann genau an, wie die Perspektive wirkt. Die Brennweitenwerte, mit denen die Objektive beschriftet sind, sind nämlich nicht zufällig gewählt, sondern richten sich meistens nach denjenigen Bildwinkeln, die sich seit vielen Jahrzehnten für bestimmte Zwecke als markant und interessant herausgestellt haben.

Nach einer gewissen Zeit wirst du herausfinden, in welchem Brennweitenbereich du sehr gerne fotografierst. Weiterhin wirst du feststellen, dass mit den Objektiven, die zum Angebot gerhören, es kaum möglich sein wird, einen Gegenstand oder einen Menschen so zu fotografieren, dass der Hintergrund sehr unscharf wird. Hierzu muss das Objektiv nämlich eine möglichst große "Pupille" haben. Diese "Pupille" ist die Blende, die sich im Objektiv befindet und sich tatsächlich wie eine Pupille öffnen oder schließen kann. Wenn sie sehr groß ist, dann ist nur ein kleiner Bereich zwischen dir und dem Horizont scharf (d.h. die Schärfentiefe ist dann gering).

Das 50mm-Objektiv, das FotoLA2HH angesprochen hat, ist der ideale Objektivtyp, um Fotos zu machen, die so wirken, als würde man sehr konzentriert hinschauen, das anvisierte Objekt sehr scharf im Blick haben, während der Rest in weicher Unschärfe versinkt. Es kann seine Blende ("Pupille") nämlich sehr weit öffnen und hat eine Brennweite (50mm), die sehr gut für diesen Bildeindruck geeignet ist (sie ist vor allem NICHt weitwinklig).

Wenn du also mit der verlinkten D200 und ihren Objektiven etwas Erfahrung gesammelt hast, dann wirst du ggf. die Objektive oder eins davon zu einem guten Preis verkaufen können und dir ein oder zwei andere Objektive kaufen können, die optimal zu deinen Fotografievorlieben passen.


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Dann ist auf lange Sicht die D200 die bessere Wahl :)

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Kommentar von Fischek
12.07.2017, 11:28

Vielen Dank! Bietet die Kamera auch für Neueinsteiger genügend Unterstützung um schöne Fotos zu schießen? Die Einstellungen die ich selbst vornehme kommen ja schließlich erst mit der Zeit ;)

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Kommentar von Sternenfleit
12.07.2017, 12:11

Und warum? Weil sie zwei Rädchen hat? Weitere Vorteile hat die nämlich gar nicht...

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