Welche Kamera ist besser, die Sony Alpha ILCA-68K oder Sony Alpha ILCE-6000L?

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Hallo

a68 und A6000 haben den "selben" Sensor und Bildprozessor. Die A6000 war das "Spitzenmodel" (NEX 7 Nachfolger) und legt mehr Wert auf Speed in direkter Konkurenz zu a77II und natürlich Gewicht/Kompaktheit. Die a68 ist als Mittelklasse DSLR Nachfolger gross genug für "Männerhände" und passt gut zu grossen Telezooms/Teleoptiken.
Im A Mount gibt es mehr Objektivauswahl und vor allem jede Menge Gebrauchtoptiken von der ersten Dynax aufwärts. Wegen der IBIS ist die a68 besser geeignet zur Altglasverwendung.

Die A Mount Optiken kann man auch an E Mount adaptieren aber es macht oft wenig Sinn bzw man füllt damit die Lücken im E Mount System.

Die Stärken von Systemkameras sind der Weitwinkelbereich, Makroarbeiten und die Streetfotografie (dabei stört der Reflexspiegel deswegen war das schon immer eine Messsucherspezialität).

- Bei UWW da hat(te) Sony mit dem 10-18 OSS die "State of the Art" Optik der APS-C Klasse (inzwischen kam das Fuji 10-24). Beim A Mount gibt es bei Sony seit 2005 nur denn Tamron 11-18 "Oldtimer". Aber bei Vollformat hat Sony mit dem 16-35/2.8 SSM ZA "Die" Killer Zoomoptik am Markt. Das mal unter der Hand angekündigte APS-C Zeiss UWW hat sich nicht bestätigt. (Ausser dem 16-80 kam keines der rumorten Zeiss APS-C Zooms und auch das 16-80 kam nicht mit SSM Antrieb)
- Für Streetfotografie sind die Stangenfocusoptiken der A Serie in Amateurbodys zu "laut" und nicht FTM fähig. Bei E Mount gibt es mit dem 35/1.8 OSS und 50/1.8 OSS bessere Optiken (Unhörbar und FTM) aber dafür will Sony dann das Doppelte bzw Dreifache bezahlt haben.
- Im Makrobereich ist durch die FE Makros jetzt fast Gleichstand. Aber im A Mount gibt es noch zusätzlich rund 15 Makrooptiken von Fremdherstellern.
- Bei Teles/Telezooms ist ebenfalls durch die FE Optiken die Lücke zum A Mount kleiner geworden. Aber auch hier gibt es im Bereich 70-200, 70-300, 100-300 und 80-400 bis 250-800

Bei Fremdoptiken ist im E Mount noch wenig verfügbar und es gibt keine echte Preiskonkurenz (Tamron gehört zur Sony Gruppe und steigt in keinen Prteiskamp ein und Sigma hat nach denn DN Optiken erst mal eine lange Pause eingelegt). Beim A Mount haben die 3 Grossen Hersteller nach der Sony Übernahme nur noch wenige "Canikon" Typen adaptiert und verlangt dazu meist noch einen deftigen A Mount Aufpreis (Im Gegenzug "verlieren" die Optiken die teuren VC/OS Einrüstungen). Immerhin sorgt das Sigma 8-16, 10-20 Tokina 11-16/2.8 und das Tamron 60/2 Makro dafür das man im A Mount System keine allzugrosse Lücken hat.

Im Bereich Video sind die Bodys auf vergleichbarem Niveau aber das NEX System wurde von Anfang an als Videohybride entwickelt und deswegen gibt es dort einige Video Zooms wie denn "Preisbrecher" Sony FE PZ 28-135/4 G OSS


Es geht immer um die Frage: besser fuer was? Einfach so "besser" sind alle Kameras, oder keine; je nach Betrachtungsweise.

Die (erreichbare) Bildqualitaet der beiden Kameras ist gleich, haengt sowieso mehr vom Objektiv, Licht und dem Fotografen ab. Und das gleiche gilt im Wesentlichen fuer 30 andere Kameras auch.

Davon abgesehen wuerde ich mich heute nicht mehr fuer das A-Bajonett entscheiden. Diese Kameras sind zwischen DSLRs und spiegellosen Systemkameras angesiedelt mit den Vor-, aber auch Nachteilen beider Arten. In meinen Augen nichts "Halbes und nichts Ganzes".

Hier noch mein Standardtext zur Kamerafindung:    

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A-Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X, Canon M, Leica) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie ueberhaupt mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein. 

Die Frage ist, ob es immer unbedingt Spiegelreflex sein muss. Ich würde sagen, Nein. Die Sony Alpha 6000 hat noch einen ganz anderen Vorteil... nämlich das es dafür sogenannte Apps gibt, die schwierige Situationen durchaus spielerisch erleichtern. Warum also sich das Leben unnötig schwer machen!?

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