Welche Kamera ist besser? Canon EOS 1100D oder Nikon D3100?

Das Ergebnis basiert auf 11 Abstimmungen

Canon EOS 1100D 54%
Nikon D3100 27%
andere (bitte untern hinschreiben welche) 18%

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nikon D3100

Hallo

also ich habe aus dem britischen "What-Camera ? Consumer Guide" Jahresbuch 2011 folgende Testwerte zur Einschaltzeit / Auslöseverzögerung;

  • Canon 1100D mit 18-55 IS Kit Optik 0,5 / 0,1 / 0,8 / 2,3 / 0,6
  • Nikon D3100 mit 18-55 VR Kit Optik 0,4 / 0,2 / 0,5 / 1,5 / 0,4

Der erste Wert ist die reine Einschaltzeit, der zweite Wert ist die Auslösezeit ohne Autofocus. Bei den beiden Folgewerten kommt es auf die verwendete Optik an. Der dritte Wert ist mit AF in einem Fullstrocke bei hellem Tageslicht. Der vierte Wert ist ebenfalls mit AF im Fullstroke aber bei 20LUX Dämmerlicht ohne AF Lichthilfe.

20Lux ist in etwa ein typisches Wohnzimmer das mit einer 100 Watt Birne ausgeleuchtet wird also dass was an Weihnachtsabenden oder bei Familienfeinern in Gaststätten in der Praxis vorkommt und wo die meisten auch Blitzen und AF Hilfslichter einsetzen.

Der 5te Messwert ist mit einer 1,4er 50mm Festbrennweite also bei Canon mit der EF Profioptik mit "echtem" USM.

Das Ergebniss ist dass die Nikon wegen der besseren Kit Optik und dem besseren Sucher in der Praxis schneller als die Canon ist. Und das die 1100D auch mit einer 400€ Profioptik nicht von der 0,1 Sekunden schnelleren Auslösezeit profitiert. Aber das ist logisch weil die 1100D gar keine Messtechnischen Vorteil aus Optiken über 2,8er Lichtstärke ziehen kann weil das AF Modul dafür keine Kreuz-Sensoren hat (weggespart). Die Nikon D3100 hat das selbe Cam Modul wie die D90 und kann damit auch 1,4er Lichtstärken handhaben. Die D90 hat trotzdem denn schnelleran Autofocus weil der Pentaprismensucher ca 3 Lichtwerte bringt und die D90 eine anderes Rechenmodul mit mehr Betriebsmodi hat. Wegen der zusätzlichen Rechenpower fährt eine D90 aber erst nach etwa 1er Sekunde von Aus auf Aufnahmebereit hoch, so schnell wie eine Canon 1Ds...

Fullstrocke ist die Zeit von unendlich auf das 1000 Fache der Brennweite. Bei 50mm wären dass dann 5m ich denke man wird bei APS-C eher mit 35mm messen da sind die Kit Optiken noch bei Blende 4 und die Optik muss nicht so viel Focusierweg "drehen".

Von daher ist der Vergleich der 50mm 1,4er Optiken mit den Kit Optiken mit vorsicht zu geniessen, die Kit Optiken werden bei 50mm noch lahmer sein. Die Messergebnisse und Methoden der Briten sind umstritten ist so was wie die britische Stiftung Warentest. Und wie die Stiftung Warentest gehen die in den nächsten Laden und kaufen sich eine Kamera während viele Testergebnisse in Fachzeitschriften mit vom Hersteller geschickten (und präparierten) Kameras gemacht werden. Klar dort wird meist getestet bevor die Kamera im Laden steht so das die Kamera gleich mit den "passenden" Testsiegen in den Markt geschoben werden kann. (Und der der grösste Werbekunde in dem Segment ist nun mal Canon und Canon kauft sich eben die Testergebnisse passend zusammen)

Zum Vergleich die Werte für eine gute Bridge wie die Lumix FZ 100 (die aktuelle FZ150 ist laut deutschen Test viel schneller aber ich habe noch keinen UK Test)

Einschaltzeit bei Minmalbrennweite 1 Sekunde und bei Normalbrennweite 2 Sekunden. Die Zeit geht drauf weil das Motorzoom erst die Optik auf die Brennweite fahren muss. Wer die Kamera mit der längsten Brennweite abschaltet und beim Wiedereinschalten auf die alte Maximalbrennweite fahren muss wird so um 5 Sekunden brauchen da sind DSLR, Bridge oder EVIL mit Drehzoom also Handbetrieb schneller.

Aber Auslöseverzögerung ohne Af-Priorität ist bei 0,2 Sekunden, mit Af bei Tageslicht bei 0,5 und mit 20Lux bei 0,9 Sekunden.

Insofern ist die FZ100 abgesehen von der Einschaltzeit klar schneller als die DSLR Einsteigerklasse aber die Optik hat auch weniger Masse zu bewegen und der AF Sensor misst nicht über einen abdunkelnden Spiegelkasten.

Generel sollte man bei Ausagen von Usern Skepsis anlegen weil man nie weiss unter welchen Umständen verglichen wurde. (Auch bei meinen Kommentaren Skepsis anlegen...)

Bei den Fachzeitschriften Testmesswerten muss man wissen das bei den meisten Tests aus Vergleichsgründen nicht die billige Kit Optik sondern eine Profioptik genommen wird also das schnellste und schärfste weil man ja die Grenzen der Kamera ausloten will und nicht die Beschränkungen der Optik. Aber selbst eine 1300€ EOS7D mit der wohl zur Zeit besten Speed im APS-C Segement wird mit einer 18-55 Kit Optik zu einer lahmen Schnecke.. und macht mässige Bilder weil die Optik zu wenige Auflösung vor der Beugungsgrenze bringt.....

Bei Chip wird bei Canon für den AF Speed meist das 24-70L für schlappe 2200€ Verkaufspreis genommen oder das 50er Makro wenn man die Auflösungsgrenze des Sensors messen will (Weil das 50er 1,4 bei dem 18MP Sensor am Rand schon Probleme bekommt). Und Canon wird bestimmt vorher per Imatest die besten Optiken rausgesucht haben. Die Konkurenz macht bestimmt das selbe Spiel...

Inwiefern die Testergebnisse mit einer 100€ Kitscherbe dann noch Relavanz haben ist ein anderes Thema das wird aber oft im Netz beantwortet. Aber die meisten DSLR Frischlinge haben von Tuten und Blasen keine Ahnung wie sollen die auch verstehen das Zahlenwerte nicht die absolute Wahrheit darstelllen oder dsas MTF Kurven unterschiedlich gemsessen werden können und dann nicht wirklich vergeichbar sind. Schon die einfache Angabe der Auflösungen in Linienpaare/MM. Im Netz gibt es dann um 30 Testsite mit unterschiedlichen Messmethoden wobei zb Harry in Focus oder Traumflieger eher auf die Erfahrungswerte des testers als auf messwerte setzen. Andere Sites sind Messwertgeil und eher was für Insider. DXO zb ist auch umnstritten weil die zb die Optiken mit einem Laserstrahl vermessen aber nicht nach der üblichen Imatestmethode. Und die Begründung von DxO ist auch korrekt aber hochenergetisches Laserlicht ist nicht unbedingt das Licht auf dass eine Optik optimiert wird insofern ist fehlende Schärfe bei Laserlicht nicht unbedingt ein zwingendes Testthema mit Praxisrelvanz. Aber die Lasermessung zeigt wie präzisse eine Optik gerechnet und gebaut ist. Und die Dxo Werte werden ja zur Postproduktion mit der DxO Software oder Lightroom gebraucht.

Zudem sollte man sich klar drüber sein das die DSLR Hersteller deren Einsteigerräte absichtlich ausbremsen schliesslich will man ja noch teuerere Geräte verkaufen und da ist AF Speed ein Hauptverkaufsgrund. Insofern sind die Einsteigerkameras von Canon, Nikon und Sony immer recht lahm meist so lahm das auch die edleren Kompaktkameras der Marke schneller sind (Muss ja auch verkauft werden). Pentax muss da keine Handbremse anziehen und hat auch keine Einsteigerkamera sondern eine günstig verkaufte Mittelklasse (also ein Schnäppchen zum Einsteigerkamerakurs aber Pentax ist halt die "falsche" Marke). Ob dasd Safox von Pentax mit der Konkurenz mithalten kann ist umstritten bzw messtechnisch schon längst geklärt aber wird nicht von den Fans der anderen "Akzeptiert".

Für einen Amateur der nur auf den Knopf drücken will und der Rest soll die Kamera machen sind natürlich alles lahmer als 0,01 Sekunde schlecht. Der Kundenkreis sollte sich keine DSLR kaufen weil das Speed extreem aufwendig und teuer ist und einfach zu einer Mitteklasse Kompaktkamera greifen wo Fullstrokes unter 0,1 Sekunden dauern weil die Optiken nix wiegen und dank grosser Schärfentiefe eh nicht so präzisse "sitzen" muss. Je kleiner das Sensorformat um so schneller ist der AF deswegen sind zb Olympus FT bei den unabhängigen Sportfotografen und Reportern so beliebt. Dei gesponsorten also entweder aus den Agenturen oder über den Kamerahersteller müssen sch ja keine Kamera kaufen die müssen nehmen was dennen in die Hand gedrückt wird.

Und wenn das Filmen wichtig ist dann greift man zu einer EVIL und lässt DSLR erst mal links liegen bis die nächste DSLR Generation Filmtauglicher wird (gibt ja schon erste Ansätze)

Für 400€ gibt es keine taugliche DSLR die Nikon hat für Einsteiger das beste Konzept und ist Qualitativ weit besser als die 1100D, kostet aber 500€

Für 400E sollte man sich fragen ob man überhaupt in eine DSLR invsetieren will oder nicht zu einer günstigeren Systemkamera oder gar einer Bridge/Kompaktkamera greift. Andererseits ist unter 300€ auch dort nur wenig Bildqualität kaufbar.

Wenn man als Einsteiger eine DSLR kauft ist die Nikon dank Photoguide das cleverste weil man da qusi einen Kameraberater eingebaut hat der einem die Grudnlagen der technik und auch konkrete Tipps vermittelt. Aber das kann auch ein kleines Taschenbuch oder eine gut gemachte Betriebsanleitung (Wie zb die zu Samsung NX Serie). Aber einige Guidetipps sind schon recht gut gelösst mit Motivvorschau wo man dann die Schärfentiefe für in einer Blendenreihe animiert gezeigt bekommt.

Canon hat inzwischen auch so einen Ansatz an Photiguide zumindest gibt es jetzt Sprechblasen zu Kamerafunktionen....

Alternativen in der Preisklasse mit APS-C Sensor wäre die Pentax Kx/Kr die rischte sich aber an Erfahrene Fotografen und ist nur günstig weil AUslaufmodell und Nischenmarke. Dann gibt es noch die SaMSUNG NX11 EVIL. Bei den Sony NEX sind die Kosten gleich exorbitantg und die Kameras sind nicht besonders Praxistauglich (solle bei der neuen generatin besser sein).

Dann bleibt noch das FT/mFT System von Olympus und Lumix wo man mit 400€ schon weiter hüpfen kann als mit einer EOS.

Aber auch die G2/G3/GF oder eine PEN hat Macken und Unzulänglichkeiten ein Knackpunkt ist das unter 500e nix in 1080 filmt da ist 720 angesagt wobei ein gut gemachtes 720 immer noch besser ist als ein schlecht gemachtes 1080. Gerde bei Rolling Shutter oder Moireeproblemen ist 1080 viel kritsicher als 720. Aber wer am Ende eh nur Youtubefilmchen in 240 oder 360 herstellt muss sich darum keinen Kopf machen....

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@IXXIac

WOW da hast du dir ja echt Mühe gegeben. Ich danke dir. Auch wenn ich nicht wirklich alles verstehe, weil ich mich mit der Technik jetzt nicht soo gut auskenne, ist es trotzdem gut zu wissen, das sich hier wirklich jemand aus kennt und ich darauf vertrauen kann. Ich werde mich da schon noch rein lesen. Vielen Dank

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Canon EOS 1100D

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