Welche Kamera ist am besten geeignet?

Das Ergebnis basiert auf 10 Abstimmungen

Canon EOS 200d mit Zwischenringen/Makroobjektiv 60%
Lumix FZ 300 mit Marumi DHG+3Achomat 20%
Andere, nämlich... 20%

Was willst du maximal ausgeben?

Ungefähr 600 Euro

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Canon EOS 200d mit Zwischenringen/Makroobjektiv

Bitte dringend Finger weg von ner Bridgekamera. Die haben ein ultra-lahmes Tracking, damit kannst du sich schnell bewegende Objekte wirklich vergessen und hast nur Ausschuss. Dazu ist der Sensor winzig und bringt dir in schlechten Lichtbedingungen nur verrauschte, unscharfe Bilder. Das sind eher Urlaubskameras.

Warum ne 200D? Für 600€ bekommste auch schon die EOS 250D oder ihre spiegellose Schwester die EOS M50 (Mark I) mit Objektiv. Noch günstiger die Sucherlose EOS M200 oder die ebenso gute Sony A6000. Alle diese haben ein relativ gutes Tracking. Und elektronische Zwischenringe kosten nur 20-30 Euro.

Woher ich das weiß:Beruf – Fotografiere in Hobby und Beruf seit 2003

Würdest du eher eine spiegellose oder eine mit Spiegel empfehlen?

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@Sophia110

Eher eine spiegellose. Aber es macht nicht viel Unterschied.

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Lumix FZ 300 mit Marumi DHG+3Achomat

Hallo

  • EOS 200D werden schon lang nicht mehr gebaut und die letzten Neugeräte werden teuerer verkauft als die 250D Nachfolger.
  • Die SL Serie ist technisch zwischen Einsteiger DSLR und Amateur DSLR, nicht die langsamten Canon DSLR sondern die zweitlangsamsten. Immerhin haben die 100er Serien einen AF Servo Rechner bzw sind auf dem Stand EOS 20D von 2004. Damit mach(t)en Profis Sportreportagen aber die wissen/wussten ja wie das geht.
  • um die 24-600 mm KB Brennweitenspanne mit der 200D abzudecken bräuchte man das EFS 15-85 und EF 100-400 oder wegen Budget das Sigma 80-400
  • Zwischenringe mit Kit Zooms machen nur Sinn wenn man eine DSLR mit echter Mattscheibe hat, also einer 1stelligen Canon Profi DSLR. Zwar steigt Dual Pixel erst irgendwo um denn Lichtwert 3 aus aber dass ist bei Makro schnell erreicht
  • Die FZ300 ist wegen den Winzsensor beim Autofocus im "Supertelebereich" schneller und genauer als alle DSLR mit XXX-400 Kombinationen unter rund 3000€ aber nur bei gutem Licht und guten Objektkontrast. Birding gegen denn Himmel geht gut, Birding in Büschen oder hohem Gras senkt die Trefferqoute. Im AFC Modus kann man mit 6B/S bei JPEG arbeiten bei RAW sind es nur noch um 3B/Sek. Wegen der hohen Schärfentiefe im Telebereich kommt man damit gut zurecht nur zb tieffliegende Schwalben oder Mauersegler sind Glücksache
  • Die FZ300 hat einen Nahbereich Makromodus, denn Achromat braucht man nur um unter 1 Meter im Teleende zu kommen da ist man bei etwa 1,25 Vergösserung also schon im Mikrobereich mit einem 500er landet man bei 2,5 und mit einem 250er bei 5 fache Vergrösserung
  • Die FZ300 erreicht ab Werk im Makromodus ein kleinstes Objektfeld von etwa 4x6mm und im Normalmodus um 8x12mm. Die 200D mit dem EFS 18-55 STM etwa 30x44mm. Man könnte jetzt 12MP und 6MP aus dem Zentrum cropen und landet bei 22x30 und 15x22 aber um auf 4x6mm zu kommen braucht man 5 fache Vergrösserung also eine Mikrooptik wie das EF MPE 65

Also eine neue FZ300 kostete soviel wie ein gebrauchtes XX-400 Telezoom für die EOS DSLR. Die FZ300 hat Defizite in der "Bildqualität" vor allem wenn man die ISO über 200 dreht/drehen muss aber auf einem FHD Monitor ist relativ egal ob die Bildatei dahinter 12MP oder 24MP hat beim drucken hat die 250D trotz 24MP auch keinen Vorteil wegen der 18-55 Gurkenoptik davor ist die Real-Auflösung im Bereich der FZ300. Die Frage ist braucht/will man 600mm/KB Tele. Bei Wildtieren und Vögeln will man eher den Bereich von 1000-2000mm/Kleinbild haben und unter 600mm muss man Anpirschen oder Ansitzen das sind andere Arbeitsmethoden und Anpirscher nehmen oft Prosumer Bridges oder mFT weil es kompakt sein muss. Bei Kulturfolgern reicht 300-400mm/KB und bei Haustieren 200mm/KB

Lumix FZ 300 mit Marumi DHG+3Achomat

Ich selbst nutze die ältere FZ 200 mit Marumi DHG +3 Achromat.
Die neuere FZ 300 hat auch noch 4K und Post Focus, also für Makro-Stacking gut geeignet.

Du musst dir allerdings im klaren darüber sein, dass es sich um eine "Schönwetterkamera" handelt, die auf sehr viel Licht angewiesen ist.
Wenn du für schnelle Bewegung kurze Belichtungszeiten brauchst, dann geht das nur draußen bei hellem Sonnenschein, sonst macht dir der kleine Sensor bei hohen ISO-Werten sehr viel unschönes Bildrauschen.

Hier ein Beispielsbild von meiner FZ200 mit Achromat:

 - (Technik, Technologie, Tiere)
Canon EOS 200d mit Zwischenringen/Makroobjektiv

Ich nehme an, dass du dir die beiden Kameras nicht ohne Grund ausgesucht hast, sprich du hast sie getestet und sie gefallen dir, liegen gut in der Hand, Bedienung gefällt dir etc. Da ich auch das Budget nicht kenne will ich hier keine neuen Vorschläge mache.

Dann würde ich definitiv mit Wechselobjektiv bevorzugen. Wieso? Naja, dann kannst du dir in der Zukunft auch mal andere schöne Objektive kaufen. Das ist der wirkliche Mehrwert, verschiedene Objektive. Das macht eine solche Kamera flexibel und gute Objektive tragen auch wesentlich zu einer guten Bildqualität bei.

Andere, nämlich...

Wenn du schon Makros machen willst, dann solltest du dir eine Kamera holen, die internes Bracketing haben. Braucht man nicht immer (eher für hohe Abbildungsmaßstäbe), aber besser haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben. Für kleineres Geld gibts da z. B. was von Panasonic wie GX80. Aber können mittlerweile viele Kameras, auch mit APSC oder Vollformat, die jetzt nicht total im Einsteigerbereich liegen.

Von einer Bridge rate ich eher ab, wenn man qualitativere Aufnahmen will. Bei Makros muss man meist die Blende weiter schließen, damit der Schärfebereich das Motiv anständig abdeckt (nicht nur der Kopf, sondern bestenfalls das gesamte Motiv). Das verlängert die Belichtungszeit, welche man mit höherem ISO (bekommen kleine Sensoren nicht so gut hin) ausgleichen muss, denn selbst sehr kleine Schwankungen wie durch leichtem Wind wirken sich bei Makros besonders stark aus. Makros sollten zudem auch bei weichem (weniger) Licht gemacht werden, zumindest machen das erfahrene Fotografen so. Hohe Kontraste werden i.d.R. vermieden.

Insgesamt gesehen spricht also alles für eine Systemkamera mit größerem Sensor. Ob man eine Nahlinse oder Zwischenring nutzt hängt von der Brennweite / Objektiv ab. Zwischenringe haben den höchsten Effekt bei kleineren Brennweiten, kleineren Objektiven. Vielleicht aber auch alles nicht nötig. Normale Blumen kann man auch stinknormal mit jedem Objektiv aufnehmen, wenn sie nicht gerade winzig sind oder man Detailaufnahmen macht, ebenso viele größere Insekten. Kommt drauf an was genau man fotografieren will. Will man wirklich nah ran oder kleine Dinge fotografieren, dann kann man zu solchen Hilfsmitteln greifen oder sich gleich ein Makro holen.

Übrigens auch von Vorteil, wenn man ein Klappdisplay oder besser noch Schwenkdisplay hat

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