welche kamera ist am besten für den anfang?

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5 Antworten

Die Frage nach DSLR und preiswert wird hier ja heufig gestellt und die Antworten sind auch immer die Gleichen.

  1. der Fotograf ist zu 90% für gute Bilder verantwortlich
  2. das Objektiv ist meißt viel wichtiger als die Kamera selber, kosten zT auch mehr als eine Kamera, weshalb man dieses auch behällt und die Kamera immer mal erneuert - man will ja auch bischen mit der Zeit gehen - aber eben nicht umgekehrt
  3. beim Objektiv kommt Lichtstärke vor Zoomweite. Ein 18-200mmf3,5-5,6 Objektiv ist also ein Witz gegenüber einem 70-200mmf2,8 die wichtigere Zahl steht nämlich hinten und um so kleiner um so besser. Besser sind natürlich Festbrennweiten, also ohne Zoom.
  4. eine DSLR bedeutet immer auch Gewicht, Größe und meißt Nachbearbeiten (siehe Punkt 1)
  5. Das was eine DSLR ausmacht und weshalb sie auch so groß ist, ist der Spiegel - wenn Du eh lieber mit dem Screen fotografierst, sorry wozu dann das Ganze?
  6. ein großer Sensor ist für die meisten Anwendungen wichtiger, als viele Megapixel und viele Megapixel bedeuten leider oft höheres Farbrauschen im Bild
  7. Große Sensoren besitzen inzwischen auch Systemkameras und sogar Kompaktkameras.
  • Als groß kann man bei Kompakten bereits ab 1 Zoll Diagonale sprechen. Es gibt zwar auch schon ~ 24x36mm große Sensoren, aber die kosten auch entsprechend.
  • Bei Systemkameras fangen die großen Sensoren bei ~17x13mm an, gehen über APSC bis ebenfalls hin zu ~24x36. Letztere beiden Größen befinden sich im Übrigen auch in DSLRs - je nach Preisklasse.

Kompaktkameras haben den Vorteil, das sie leicht und klein sind "Die beste Kamera ist ja vorallem die, die man auch dabei hat" und bereits ein vernünftiges Objektiv besitzen, DSLR und System werden hingegen gern mit Kitobjektiven verkauft, die eigentlich nur dazu da sind, das am Start überhaupt sowas wie ein Bild raus kommt. einen Vorteil gegenüber den Kompakten hat man dieser Kombination also absolut nicht, ganz im Gegenteil.

Systemkameras sind wie DSLRs* mit der Möglichkeit des Objektivwechsels bedacht worden, da ihen jedoch der Spiegel fehlt, sind sie wesentlich kleiner und leichter, trotz gleicher Sensoren und somit gleicher Bildqualität. Aber, Systemkameras sind relativ jünger und Objektive wohl deshalb auch immernoch oft teurer. Und dennoch, da ihnen der Spiegelkasten fehlt, gibt es genügend Platz für Adapter allerlei Objektive von anderen Kameraherstellern.

So sind Objektive unter Umständen dann doch wieder günstiger zu bekommen. Man muss allerdings dazu sagen, das diese Objektive dann oft/nicht immer manuel zu steuern sind, es gibt also keinen Autofokus.

*(eigentlich gehören DSLRs auch zu den Systemkameras - aber man nennt spiegellose Systemkameras eben einfach in gekürzter Form - es hat sich irgendwie so eingebürgert)

So dann viel Spaß beim Kauf deiner Kamera

Achja um dir eine Auszusuchen, geh in ein Geschäfft und nimm alle in die Hand. Falls es dann doch eine DSLR wird. Mindest eine Tamron 17-50f2.8 sollte es am Start schon sein sonst lohnt es sich einfach nicht. Dieses Objektiv + Kamera gibt es im Internet und beim Fachhändler (nicht Saturn/Mediamarkt) übrigens auch als Set.

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Hallo xyfghlsdj..., ganz kurz und schmerzlos aus meinen Erfahrungen:
Lass dich NICHT von den achso tollen Leistungsmöglichkeiten der aktuellen Spitzenmodelle verführen und nicht von dem Werbegerede in Anzeigen und Foren.
nextreme hats wunderbar zusammengefasst! Bloß... bist du dadurch schlauer?

Also, wenn ich nun anfangen würde und all das schon wüsste, was ich inzwischen erfuhr, ich würde die billigste(!) Kamera kaufen (auch Gebrauchte sind oft sehr gut) und drauflos, richtig wild drauflos fotografieren! Die filmlose Technik ist ein göttliches Geschenk dazu, um Massen zu produzieren und schnell eigene Erfahrungen zu sameln.

So, und dann erlebst du es selbst (viel besser als schlaue Empfehlungen), was deine Fotos wie beeinflusst, was dir vielleicht fehlt (nextremes Hinweis zu Brennweitenwahl ./.Lichtstärke dürfte die zentrale Frage sein) oder, was man noch wie verbessern könnte. Und noch etwas fotografische Lebenserfahrung: SLRs sind durch die Obktivangebote, die man ja alle ganz unbedingt braucht, ein echtes Geldgrab!

Verstehst? Durch eigenes Erleben 'wissen' und nicht glauben müssen, was zu tun ist! Und... *flüster* es gibt keine beste Kamera für Anfänger! Aber nicht weitersagen ;- )))

(denn zum oben Gesagten: Selbst bei der tollsten Spitzenkamera wird dir immer noch was fehlen! Und mit diesem Mängeln gute Fotos zu machen, das ist die Kunst! ;)

Das oben Gesagte bringt dich am günstigsten zur Beantwortung deiner Frage, welches Kamerasystem und welche Kamera für dich am besten ist. Später wirst du dann für verschiedene Aufgaben auch verschiedene Lösungen haben.

(auf die einsame Insel, auf die ich nur eine Kamera mitnehmen dürfte würde ich heute ne kleine MFT mit nem Standardzoom mitnehmen)


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Kommentar von Naiver
19.03.2016, 13:10

Und noch...
Je mehr ich im Laufe der Jahre dazubekam, desto mehr lernte ich (teuer), dass ich damit eben KEINE besseren Fotos machte!

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Hallo xyfghlsdj,

eine Kamera ist ein sehr persönliches Werkzeug, das zum Fotografen
passen muss. Deshalb empfehle ich Dir, nicht zu sehr auf andere zu hören
bei der Kamerawahl. Meistens empfiehlt jeder seine eigene Kamera, ohne
überhaupt andere aus eigener Erfahrung zu kennen. Eine Kamera muß gut in der Hand liegen und Du musst mit der Bedienung gut zurecht kommen. Das  auszuprobieren kann Dir keiner abnehmen. Und sie muss zu Deinen
fotografischen Ansprüchen und Schwerpunkten passen, und die kennen wir
nicht.

Was wir auch nicht wissen, ist, wie viel fotografische Erfahrung Du hast und warum Du Dir eine DSLR kaufen willst. Solltest Du in diesem  Punkt noch nicht festgelegt sein, so käme auch eine gute Kompakt- oder Bridgekamera in Frage. Diese sind gerade für Anfänger oft erstmal  weniger verwirrend, und gute Bilder kann man damit auch machen. Weitere  Pluspunkte: Du musst weniger schleppen und brauchst Dich unterwegs nicht mit
Objektivwechseln zu plagen – und Du sparst Geld.

Bitte glaube nicht, dass Du mit einer DSLR automatisch bessere Fotos machen wirst als mit einer guten Kompakt- oder Bridgekamera. Eine DSLR
bietet zwar mehr Potenzial, dieses können oder wollen viele Anfänger
aber gar nicht nutzen. Ohne ein grundlegendes Verständnis der
optisch-technischen Zusammenhänge geht es jedenfalls nicht.

Am besten gehst Du mal in ein Fotofachgeschäft (nicht Elektronikmarkt) und probierst verschiedene Modelle aus, am besten auch draußen bei Tageslicht. Probieren geht über (Testberichte und Meinungen anderer) studieren!

Den größten Einfluss auf die Bildqualität hat der Fotograf und nicht  die Kamera. Deshalb würde ich Dir empfehlen, mehr Zeit und Energie auf  die Weiterentwicklung Deiner fotografischen Kompetenz zu verwenden als  auf die Suche nach der "perfekten" Kamera.

Und den zweitgrößten Einfluss auf die Bildqualität hat das Objektiv. Deshalb solltest Du auch das mit Bedacht auswählen, falls Du Dich für  eine Kamera mit Wechselobjektiven entscheidest.

In diese Kategorie fallen übrigens auch die neueren, spiegellosen Systemkameras. Auch die könntest Du in Betracht ziehen, falls Du auf ein kleines und leichtes Gehäuse Wert legst und Dich der z. T. kleinere
Sensor, der fehlende optische Sucher und die teureren Objektive nicht
stören.

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Mit einer 200€-Kompaktkamera kann man z.T. bessere Bilder machen als mit einer 300€ Spiegelreflexkamera. Wenn du Blende, Belichtungszeit (falls dir das bereits etwas sagt) und andere Dinge einstellen möchtest (manueller Modus), ist natürlich eine DSLR (400€ +) besser geeignet.

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Kommentar von Ahzmandius
19.03.2016, 16:15

Wenn du diese Sachen nciht manuell einstellst, fotografiert man, meiner Meinung nach, nicht, sondern knippst nur.

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Ganz ehrlich, wenn du wirklich lernen willst - kauf die eine alte gebrauchte Nikon D90, Canon 20D oder sowas in der Richtung. Mit der kannst du dann in Ruhe alles lernen und wenn du in einem Jahr oder so alles soweit auf der Kette hast, weißt du auch genau was du brauchst.

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