Welche Homöopathischen mittel helfen bei einem unregelmäßigen Menstruationszyklus?

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6 Antworten

Hallo IAFFAN,

zuerst sind scheinbar einige Begriffsklärungen notwendig...

Homöopathie und Pflanzenheilkunde sind NICHT dasselbe. Das wird leider laut Umfragen von etwa 43% der Anwender verwechselt.

Die Homöopathie ist ein 200 Jahre altes Glaubenssystem, das auf heute nicht mehr haltbaren Annahmen beruht. In der Vorstellung der Homöopathen sollen Wirkstoffe gegen Beschwerden helfen, wie sie sie beim Gesunden hervorrufen können - und zwar auch dann noch, wenn die Präparate so stark verdünnt wurden, dass sie den eigentlichen Wirkstoff nicht mehr enthalten. Neben Pflanzen werden in der Homöopathie alle möglichen Ausgangsstoffe verwendet: Tiere (zerriebene Honigbiene), Giftstoffe (Arsen, Nitroglycerin, Plutonium), aber auch Absurdes (Licht des Polarsterns, magnetischer Nordpol).

Arzneien, die so stark verdünnt wurden, dass sie den aufgedruckten Wirkstoff nicht oder in zu geringer Dosis enthalten, wirken einfach gar nicht gezielt auf den Körper: Es handelt sich um Placebos, Scheinmedikamente.

Wenn Du den Mönchspfeffer (Agnus Castus) also seit 2014 als homöopathisches Präparat eingenommen hast (steht da so was wie "C 12" oder "C30" drauf oder im Beipackzettel "homöopathisches Arzneimittel"?), dann sollte jetzt klar sein, warum die Beschwerden nicht besser geworden sind: Sie wurden bisher einfach gar nicht behandelt...

In der Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde werden Heilpflanzen dagegen in Dosierungen eingenommen, die tatsächlich pharmakologische Effekte im Körper hervorrufen können. Bedenken sollte man hier allerdings, dass Heilpflanzen auch nichts anderes enthalten bzw. darstellen als Kombinationen
chemischer(!) Inhaltsstoffe.

Nur allzu oft liest man "wenn es pflanzlich ist, dann kann es nicht schaden". Und das ist echt gefährlicher Unsinn. Natürlich können pflanzliche Inhaltsstoffe sehr wohl schaden und heftige Nebenwirkungen und allergische Reaktionen hervorrufen.

Auf Pflanzenbasis gewonnene Arzneien können also (je nach enthaltener Heilpflanze) im Gegensatz zu homöopathischen Verdünnungen tatsächlich gezielte Wirksamkeiten haben. Sie können aber wie jede wirksame Arznei auch Nebenwirkungen und Allergien auslösen. Nur weil etwas "pflanzlich" ist, sollte man es nicht jahrelang einfach einnehmen, wenn man eigentlich beobachtet, dass die Beschwerden nicht besser werden.

Wenn Du sagst, dass Du Mönchspfeffer seit 2014 einnimmst und immer noch Probleme hast, dann solltest Du das unbedingt mit Deinem Frauenarzt besprechen. Nicht mit einem Heilpraktiker.

Grundsätzlich ist dem Mönchspfeffer durchaus eine Wirksamkeit bei Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus nachgewiesen. Auch hat er vergleichsweise milde Nebenwirkungen. Die jedoch hat er. (https://www.researchgate.net/publication/7952378_Vitex_agnus_castus_A_systematic_review_of_adverse_events

"The most frequent adverse events are nausea, headache, gastrointestinal
disturbances, menstrual disorders, acne, pruritus and erythematous rash.
No drug interactions were reported. Use of VAC should be avoided during
pregnancy or lactation. Theoretically, VAC might also interfere with
dopaminergic antagonists.")

Also: Nicht einfach "irgendwas Pflanzliches" oder "was Homöopathisches" einnehmen, sondern versuchen, zusammen mit dem Frauenarzt die eigentliche Ursache abzuklären. Da kommt nämlich sehr viel in Frage, z.B. harmlose Ursachen wie Stress, aber auch Schilddrüsenprobleme, Zysten bis hin zu ernsten Ursachen wie Geschwüren. Das ist sogar besonders wichtig, wenn die Beschwerden über längere Zeiträume anhalten.

Grüße

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Kommentar von Kev19b
18.09.2016, 16:54

haha, Albert Einstein würde sich im Grab Umdrehen würde er das lesen. Ja, Albert Einstein, nicht Samuel Hahnemann. Nur weil gewisse Menschen die Homöopathie nicht verstehen heisst das nicht, dass sie nicht wirkt. haha, aber Homöopathie als "Meine Gebiete" angeben, wie ich da nur schmunzeln kann xD

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Homöopathische Mittel helfen da überhaupt nicht, weil homöopathische Mittel überhaupt keinen Einfluss auf deinen Gesundheitszustand haben. Wenn du dieses Zeug schon seit 2014 nimmst und immer noch keine Verbesserung der Beschwerden eingetreten ist, siehst du doch schon von alleine dass dieses Mittelchen überhaupt keine Auswirkungen auf deine Gesundheit hat.

Wie sollen denn Zuckerkügelchen ohne jeglichen Inhaltsstoff irgendeine Auswirkung auf deinen Körper haben, außer dass dein Insulinspiegel kurzfristig steigt?

Begib dich in deinem eigenen Interesse besser zu einem Gynäkologen und lass dich dort vernünftig untersuchen.

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Ich habe den beiden Antworten nichts hinzuzufügen - außer, dass das richtig ist.

Homöopathie wird nur noch von Propaganda und der rechtlichen Sonderstellung über Wasser gehalten - dass das archaische Zauberei und völliger Unsinn ist weiß man schon fast so lange, wie es diese absurde Pseudomedizin gibt.

Also nicht versuchen, die Beschwerden selbst zu behandel, sondern eine Überweisung i eine gynäkologische Praxis besorgen - und die Beschwerden schildern.

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Kommentar von Madmoisele
11.10.2016, 06:09

Als Betroffener (anderer Ihrer Kommentare) sollten Sie mal homöopathische Mittel versuchen. Es könnten Ihnen die Augen aufgehen...

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Keine - was nicht bedeutet dass sich (mit oder homöopathische Mittel) dein Zyklus nicht irgendwann mal wieder von alleine stabilisiert.

Bei derart großen Schwankungen über eine so langen Zeitraum sollte allerdings die Ursache gesucht werden.

Um die Ursache zu finden sollte man logischerweise wissen wie der Menstruationszyklus funktioniert (z.B. wie die hormonellen Zusammenhänge sind)

Die Homöopathie weiß nicht wie der Menstruationszyklus funktioniert und von der Existenz oder gar der Wirkung einzelner Hormone weiß die Homöopathie schon gar nichts.

Noch schlimmer: 

Aus Sicht der homöopathischen Lehre ist das auch vollkommen uninteressant.

Fazit:

Beim Homöopathen bist Du falsch - er hat weder homöopathische Mittel welche den Zyklus irgendwie beeinflußen können noch hat die homöopathische Methode hat irgendwelche Kenntnisse über den weiblichen Zyklus.

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Je nach Typ Sepia oder Pulsatilla. 

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