Welche höhere Macht hat "Gott erschaffen"?

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Wer hat eigentlich Gott erschaffen?

Rein
logisch betrachtet, müsste man diese Frage so stellen. Normalerweise
ist fast alles, was wir kennen, irgendwann einmal entstanden und hatte
somit einen Anfang. Kann man jedoch auch bei Gott von einem Anfang
sprechen? Ist Gott durch jemand anderen erschaffen worden?


In der Bibel steht folgendes über Gottes Existenz: "Ehe selbst die
Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde
und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis
auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte
Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß
der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert
hat.


Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es
stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein
soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein
Grund, es abzulehnen?


Es gibt vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig
begreifen können, von dem wir jedoch überzeugt sind. Denke nur einmal an
die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es Zeit schon
immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen
wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit
verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.


Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Unendlichkeit des Weltalls.
Astronomen finden kein Anfang und kein Ende und je weiter sie in den
Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der
Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche
Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu
begreifen.


Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben.
Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder
alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei
Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, die Tatsachen
anzuerkennen.


Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen,
doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller
Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig
verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken.
Die Bibel sagt, dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der
[wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das
mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text
die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts
desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und
erforschen geben.


Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf vieles stoßen,
das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von
einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des
Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen, wie
z.B. seine Ewigkeit?

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Quelle:

Bibelant wortenpool.de, Stichwort: Gott

Hallo Sturmwolke,

vergleiche Antwort von Philipp59.

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Die Menschen haben sich ihre Götter geschaffen.
Die ganzen Religionen lassen darauf schließen, dass sie in der jeweiligen Kultur entstanden und teils verbreitet wurden.

Die Götter haben an sich gar keine Macht, die bekommen sie erst durch die Gläubigen, die denken nach ihrem Willen zu handeln.

Dass es so viele Götter gibt, die alle die einzig Wahren sein sollen, aber sehr unterschiedliche Lehren verbreitet haben sollen, spricht auch dafür, dass die Götter nur in den Köpfen der Menschen existieren.

Dazu kommt, dass die Götter noch nie etwas verraten haben, das die Menschen in der jeweiligen Region zur jeweiligen Zeit nicht selbst wissen konnten.

Oft ist von Prophezeiungen und Vorhersagen in den heiligen Büchern die rede, aber etwas wirklich Konkretes steht da nicht drin. Die Prophezeiungen sind eher wie Horoskope anzusehen. Sie sind so schwammig formuliert, dass man im Nachhinein vieles hinein interpretieren kann. Für Vorhersagen haben sie aber noch nie getaugt.

Die Götter verhalten sich auch sehr ruhig. Wenn dann offenbaren sie sich nur Einzelnen, den Propheten. Nun kann man glauben, dass die Propheten tatsächlich Informationen von einem Gott erhalten haben, aber es gibt keinen Grund, das zu glauben. Nur allzu oft spielten die vermeintlich göttlichen Botschaften den Propheten genau in die Hände, was schon ein sehr merkwürdiger Zufall wäre. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Propheten nichts als Verrückte und Betrüger sind. Verrückte, die Halluzinationen erleben und sie für göttliche Botschaften halten, oder einfache Betrüger, die die Leichtgläubigkeit der Menschen zu ihrem Vorteil nutzen und sie mit den göttlichen Botschaften manipulieren.

Schon als Mensch kommt man darauf, dass es Propheten doch sehr an Glaubwürdigkeit mangelt und dass die mündliche Weitergabe von Informationen an einen Einzelnen doch eine sehr unzuverlässige Kommunikationsmethode ist. Man kann annehmen, dass ein Gott das auch wissen muss und sich einen zuverlässigeren, glaubwürdigeren Weg zur Kommunikation sucht als einzelne Propheten oder schwammig formulierte Bücher mit gewaltigem Interpretationsspielraum. Er wüsste ganz genau wie er es schafft, allen Menschen seinen Willen präzise mitzuteilen und würde nicht verschiedenen Gruppen was anderes erzählen und so Zwietracht säen.

Man betrachte nur mal die ganzen verschiedenen Schöpfungsmythen, die sich alle als Unfug herausgestellt haben, sofern wissenschaftliche Erkenntnisse nicht einfach adaptiert und die Geschichte daran angepasst wurde.

Was wir an Religionen und heiligen Schriften sehen ist genau das was man erwartet wenn man annimmt, dass die Menschen
 ihre Götter selbst geschaffen haben.

Der Mensch selbst ist also die Höhere Macht, die die Götter geschaffen hat.

Hallo LeFerdinand,

niemand hat Gott erschaffen, da er schon immer dagewesen ist! Die Bibel trifft eine bedeutende Aussage über Gottes Existenz: ""Ehe selbst die Berge geboren wurden oder du darangingst, wie mit Geburtswehen die Erde und das ertragfähige Land hervorzubringen, ja von unabsehbarer Zeit bis auf unabsehbare Zeit bist du Gott" (Psalm 90:2). Der hier gebrauchte Begriff "unabsehbare Zeit" hat auch die Bedeutung von "Ewigkeit". Gemäß der Bibel ist es also richtig zu sagen, dass Gott schon immer existiert hat.

Viele halten diese Aussage für unvernünftig und unglaubhaft. Es stimmt, unser Verstand kann einfach nicht erfassen, wie es möglich sein soll, dass Gott schon immer dagewesen ist. Wäre das jedoch wirklich ein Grund, es abzulehnen? Es gibt schließlich vieles andere in unserer Welt, das wir auch nicht völlig begreifen können, von dessen Existenz wir dennoch überzeugt sind. Denke nur einmal an die Zeit. Wer kann sich vorstellen, dass es Zeit schon immer gegeben hat und auch in der Zukunft kein Ende hat? Dennoch lehnen wir den Zeitbegriff nicht deswegen ab, weil wir nicht alle damit verbundenen Gesichtspunkte völlig verstehen können.

Ebenfalls nicht begreifbar für uns ist die Größe des Universums. Astronomen finden keinen Anfang und kein Ende und je weiter sie in den Weltraum vordringen, desto mehr entdecken sie. Viele sind daher von der Endlosigkeit des Universums überzeugt, obwohl die menschliche Vorstellungskraft nicht ausreicht, das wirklich voll und ganz zu begreifen.

Es gibt auch viele Dinge auf unserer Erde, die uns Rätsel aufgeben. Wir begreifen z.B. noch nicht einmal, was das Leben eigentlich ist oder alle Aspekte der Funktionsweise des menschlichen Gehirns, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dennoch sind wir bereit, entsprechende Tatsachen anzuerkennen.

Der Forschergeist des Menschen scheint zwar keine Grenzen zu kennen, doch sollte man den menschlichen Verstand auch nicht als das Maß aller Dinge ansehen. Es mag sein, dass wir bestimmte Dinge niemals vollständig verstehen werden, egal wie lange wir forschen oder darüber nachdenken. Die Bibel sagt, dass der Mensch "das Werk nie herausfinde, das der [wahre] Gott gemacht hat vom Anfang bis zum Ende" (Prediger 3:11). Das mag vielleicht ein wenig frustrierend klingen, doch erinnert dieser Text die Menschen daran, dass sie gewissen Grenzen unterworfen sind. Nichts desto trotz wird es in alle Ewigkeit immer wieder Neues zu entdecken und erforschen geben.

Wenn wir also schon in unserer materiellen Welt auf vieles stoßen, das den menschlichen Verstand übersteigt, können wir dann erwarten, von einem Gott, der das unermessliche Weltall und die unzähligen Formen des Lebens ins Dasein gebracht hat, alles zu wissen und zu begreifen?

LG Philipp

Hallo Philipp,

gleiche Quelle wie Sturmwolke?

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@Nadelwald75

Keine Ahnung! Habe die Antwort von Sturmwolke ja noch nicht einmal gelesen.

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@Nadelwald75

Lass dich nicht beirren - egal was "Häuptling Sturmwolke" auch geschrieben hat. DEINE Antwort hier ist von extrem hohem Wert !


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