Welche Hirarchie gab es unter Rittern im Mittelalter (Militärisch)?

5 Antworten

Selbstständige Bauern und unselbstständige eines Gutes waren Fußsoldaten (jeder 8te) Dazu kamen die Verwalter größerer Höfe mit Fernwaffen und Gutshofbesitzer als Ritter wobei einer den Fähnerich darstellt, was häufig überregional auf Baronebene geschah. Beritten war, wer ein Pferd hatte und es vom Eigentum während der Abwesenheit entbeeren konnte.

Darüber gab es nurnoch Admiralität.

Die Ritter des hohen Mittelalters haben sich aus den fränkischen und später deutschen bzw. französischen Panzerreitern entwickelt. Diese Panzerreiter haben vor allem die großen Schlachten gegen Eindringlinge (Araber in Spanien, Ungarn in Deutschland und Normannen im entstehenden deutschen Reich) geschlagen. Sie waren schließlich als Ritter die Elitetruppe des Königs, ihre Bewaffnung war teuer (schweres Pferd, Ritterrüstung), sodass die Ritter vermögend sein mussten. Hierzu wurden sie vom König mit Lehen (Grundbesitz) ausgestattet. Da der König viele von diesen Rittern für seine Kriege brauchte, kam es zu einem regelrechten Schub bei den zunächst unfreien Dienstmannen hin zum freien, dem König oder auch Grafen, Herzog (als Großvasallen des Königs) zur Gefolgschaft verpflichteten Ritter.

Eine Hierarchie in Form von unterschiedlichen Titeln gab es bei den Rittern nicht. Sie waren halt eine Elitetruppe des Königs oder eines Herzogs / Grafen, die oft selber Ritter waren. Manche wurden durch ihre Persönlichkeit und ihre reichen Ländereien als Anführer anerkannt, so der Herzog von Niederlothringen Gottfried von Bouillon oder Robert von der Normandie, ebenfalls Herzog (beides Anführer während des 1. Kreuzzuges).

Die Ausbildung zum Ritter war aufwendig, schwierig und umfassend: nicht nur als Kämpfer, auch literarisch, musikalisch, sportlich und in den höfischen Sitten wurde der Ritter ausgebildet, zuerst als Page oder Edelknabe, dann als Knappe; schließlich – durch die Schwertleite – wurde der Knappe zum Ritter geschlagen.

Die Ritter zählten später zu dem niederen Adel. Soweit sie sich auf der Grundlage ihrer Lehen wirtschaftlich behaupten konnten, entwickelte sich aus diesem Ritterstand die späteren Reichsritterschaften, von denen es nach dem 30-jährigen Krieg 1400 im HL. Röm. Reich gab. Sie alle waren kleinste, souveräne Territorien, neben den ebenfalls souveränen 300 Einzelstatten innerhalb des HL- Röm. Reiches.

"Ritter" war ein Adelsstand (erst hoher, später niederer Adelsstand) und hatte nur indirekt was mit dem Militär zu tun.

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