Welche hilfe kann man beanspruchen bei paranoide schizophrenie?

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6 Antworten

Sie benötigt einen guten Psychiater (nicht Psychologen), den sie in regelmässigen Abständen aufsucht und dann muß darauf geachtet werden, dass sie die verordneten Medikamente, regelmässig und ohne Unterbrechung nimmt.

*Was kann man gegen eine wahnhafte Störung tun?

Die Behandlung eines Wahns im Allgemeinen und einer wahnhaften Störung im Speziellen ist in der Regel kein Problem - wenn sie zustande kommt. Doch das ist selten. Selbst schizophren Erkrankte mit jahrelangem Leiden und schwersten psychosozialen Einbußen (Ausbildung, Partnerschaft, Familie, Beruf, gesellschaftliche Stellung, wirtschaftlicher Erfolg usw.) werden nur zum kleineren Teil behandelt, weil sie sich entweder einer Therapie völlig entziehen oder die notwendigen therapeutischen Maßnahmen nur unzureichend durchhalten. Schlimm ist also eine mangelnde Therapietreue im Allgemeinen bzw. Einnahmezuverlässigkeit der unerlässlichen Medikamente im Speziellen oder - noch verhängnisvoller - eine mangelnde oder gar nicht vorhandene Krankheitseinsicht.

Behandlungsgrundlage eines jeden Wahns ist und bleibt aber eine medikamentöse Therapie, und zwar mit antipsychotisch wirksamen Arzneimitteln. Und das sind die Neuroleptika (Einzelheiten siehe das ausführliche Kapitel über Neuroleptika). Welche der inzwischen zahlreichen Möglichkeiten hier genutzt werden sollen, hängt von Krankheitsbild, Therapeut und auch Patient ab. Das erstreckt sich von der älteren Neuroleptika-Generation, die zwar mehr Nebenwirkungen aufweist (dafür aber auch als Depot-Spritze mit ein- bis vierwöchiger Wirkung verfügbar ist) bis zu den modernen, sogenannten atypischen Neuroleptika mit weniger unangenehmen Begleiterscheinungen (aber bisher noch nicht als Depot-Spritze verfügbar). Der Erfolg dürfte in der Mehrzahl der Fälle befriedigend bis gut sein, allerdings wieder in Abhängigkeit von Krankheitsbild, Dauer des Leidens, von Persönlichkeit und Mitarbeit des Betroffenen.

Auch eine Elektrokrampftherapie (Durchflutungsbehandlung) kann zu einer bisweilen erstaunlichen Besserung des Leidens führen, am günstigsten aber in einer Serie von mindestens sechs bis acht Anwendungen. Diese Behandlungsform aber stößt auf noch weniger Vertrauen oder gar Verständnis.

**Am ehesten scheint man sich in der Allgemeinheit für eine Psychotherapie zu erwärmen. Doch auch die kommt nur selten zustande, vor allem nicht mittel- bis langfristig. Eine Psychotherapie ohne medikamentöse Basis pflegt aber nur bedingt den erwünschten Erfolg zu haben. Immerhin ist der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Arzt und Patient ein wichtiger Anfang. Und wenn der Therapeut die Familie miteinbezieht, deren Mitglieder ja schwer belastet sind und entsprechend sorgenvoll, ängstlich, gereizt oder aggressiv reagieren, dann pflegt eine solche psychotherapeutische oder psychagogische Betreuung (eine Mischung aus psychotherapeutischen und pädagogischen Bemühungen) schon manches zu erleichtern.

Am besten aber wirkt die Kombination: Pharmakotherapie - psychotherapeutische Betreuung - soziotherapeutische Korrekturen und Unterstützungsmaßnahmen für alle Beteiligten.***mehr dazu http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/wahn.html

Mal abgesehen von einer Mischung aus Therapie und Medikamenten, könnt ihr euch mal nach einer Tagesstätte für psychisch Kranke umsehen. Diese Einrichtungen helfen dabei einen "normalen" Tagesablauf zu erhalten und bieten die Möglichkeit zu Gesprächen.

10 Wochen sind aber nicht unbedingt so lange... naja, eben alles, was die Krankenkasse bezahlt, Therapie, Medikamente, weiterer Klinikaufenthalt...

Nun zu anfang könnte sie in eine Psychiatrische Institutsambulanz gehen, dort kann man ihr zu Anfang etwas unter die Arme greifen und ihr auch helfen einen Psychologen/Therapeuten zu finden.

In der Klinik gibts sicher einen Sozialdienst, der einen da berät und Kontakte herstellet. Sonst kann ich dir leider nicht weiterhelfen.

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