Welche Heilwirkung hat die Birke?

2 Antworten

,,Die Birke" gibt es nicht, denn es gibt viele Biriken.
Dur redest wahrscheinlich von der Hängebirke bzw. Weißbirke.

Dazu kann ich Dir auch einige Infos geben:

Die Birke istwahrscheinlich schon in der Urheimat der Indogermanen vorgekommen, da wir denNamen im Sanskrit und außer bei den germanischen auch bei den slawischenVölkern antreffen. Bei den alten Griechen und Römern scheint sie dagegen fastunbekannt gewesen zu sein. In Europa führt man denBirkenkult darauf zurück, daß die Birke und die Espe dieältesten postglazialen Bäume Nordeuropas waren. Sie lieferten den germanischenSchönheits- und Stärketrank. Im deutschen Volksglauben ist sie derFrühlingsbaum, an den sich viele Volkssitten,  z. B. das Maibaumstecken, knüpfen. Aber auchals hexenabwehrendes und als Erziehungsmittel wurde sie immer angewandt, soweihten die Druiden ihre Schüler mit einem Birkenzweig und Tau. Ein Schulmittelder Landbader gegen den Brand und fressenden Krebs war grünesBirkenlaub, das man klein machte und drei Wochen in Weißbier gären ließ.Birkenlaubwasser diente auch zu kühlenden Umschlägen. Das Übertragen vonKrankheiten auf Bäume, ein in der Sympathieheilmedizin gern gebrauchtes Mittel,wird auch bei der Birke geübt.

Genussmittel, Nahrungsmitteljunge Rinde: gekocht alsGemüse, Gemüseauflauf

Saft: eingekocht alsZuckersirup, auch frisch, zur Weinherstellung

Blätter: getrocknet alsTabakersatz, als Tee, getrocknet u. gemahlen als Streckmehl, Würze,Kräuterkäse, Gemüsegerichte

Medizinisch:

Volksmedizin:

Bei den slawischen Völkernwird die Birke sehr häufig als Heilmittel verwendet. So werden in Rußland dieBlätter bei Rheumatismus, Schnittwunden undHautausschlägen gebraucht. Innerlich wird der Birkenspiritus gegen Fieber, Brust- und Magenleiden verwendet.

In der Volksmedizin wirdein Rinden-Dekokt bei Wassersucht undHautkrankheiten getrunken.Äußerlich werden Bäder bei übermäßigem Schweiß, Fußschweiß, Hautinfektionen,Hautausschlägen genutzt, als Umschlag werden die Rinden gegen Abszesse verwendet.

Aus der weißen,lederartigen Korkschicht wird der Birkenteer und durch Destillation dasBirkenöl, Juchtenöl, Döggut gewonnen.

Man schneidet oder bohrt imMärz oder April bis Anfang Mai die Birken an und fängt den ausfließenden Saftin Gefäße auf. Diesen Saft läßt man entweder gären oder versetzt ihn auchunvergoren mit Zimt undGewürznelken. Der Saft wird äußerlich zur Beseitigung der Sommersprossen undsonstiger Gesichtsflecke angewandt. Weiter soll er auch Mundausschläge, Pocken und roteAugen heilen. Der Birkensaft wird getrunken bei Hämorrhoiden und innerenErkrankungen, Blasensteinen, Wassersucht undWürmern. Der Birkensaft liefert durch Gärung ein schaumweinähnliches Getränk,den sogenannten Birkenwein.

Der Birkenteer wird zurBehandlung von chronischen Hautkrankheiten wiePsoriaris und Ekzemen verwendet. Verarbeitet zu Salbe dient er der Behanldungvon Hautparasiten undHautinfektionen, Flechten undDermatosen. Birkenteer kann zu unerwünschten Hautreizungenführen.

Die Blätter werden gegenDiabetes angewendet,sind aber in der Volksmedizin als Tee auch ein Mittel gegen bakterielleInfkektionen der Harnwege, Blasenentzündung, Nierensteine undNierengrieß, Rheuma, Gicht. Als Bad werden die Blätter bei Arthritis verwendet.Oft wurden im Frühjahr Entgiftungskuren aus Blättern und Birkensaft verwendet.

Die Rinde verschiedenerBetulaarten sind in China schon seit dem 10. Jahrhundert als Huamu-pi u. a.gegen Ikterus, Mamakarzinom und Eiterungen bekannt.

Birkenkohle dient derBehanlung von Magenbeschwerden, Herz-Kreislauf-Schwäche, Entzündungen derAtemwege und Krampfadern.

Inhaltsstoffe der Rindesind Gerbstoffe (Proanthocyanidin), Leucoanthocyanidin, Triterpene (Betulin,Lupeol, Betulinsäure), Pheonocarbonsäure, Betulosid, ähterisches Öl.

Aus der Rinde wirdBirkenteer gewonnen.

Die Blätter enthaltenFlavonoide (Hyperosid, Quercitrin), Proanthocyanidine, Triterpene (Dammaranderivate),Monoterpenglucosied, Phenolcarbonsäure, Kaffeesäure, Chlorogensäure,ätherisches Öl, Ascorbinsäure und Mineralien.

Der Birkenteer enthältaliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe (Guajacol, Kresol,Brenzcatechin, Phenol), Behensäure, Pyrogalloldimethylether-Derivate.

ist ja interessant danke fürs teilen

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