Welche Hausratsversicherung bei Zusammenzug?

8 Antworten

Also wie das gesetzlich genau geregelt ist, weiß ich nicht. Aber ich habe noch von keinem Fall in meinem Bekanntenkreis gehört, wo die Versicherung nicht außerplanmäßig gekündigt werden konnte, nachdem zwei Personen zusammengezogen sind. Ich denke, Kulanz ist hier das richtige Wort. steht bspw. auch hier > https://www.test.de/Versicherungs-Check-Was-wirklich-wichtig-ist-1705286-1705351/

Aufpassen musst du, wenn ihr ein Untermietverhältnis eingeht. Dann muss der Hausrat des Untermieters in der Regel extra versichert werden > https://www.hausratversicherung.de/schadensbeispiele/

Die Theorie: der kürzer bestehende Vertrag kann per sofort (außerordentlich wegen Doppelversicherung) gekündigt werden. Dabei ist das Bestehen des älteren Vertrages nachzuweisen.

Die häufige Praxis: der geeignetere Vertrag (Leistung, Beitrag, usw.) wird auf Kulanz (Stichwort: Auflösung des Hausstandes) aufgelöst. Diese Anfrage zwecks Auflösung auf Kulanz erst ein paar Tage nach erfolgtem Umzug versenden.

Die ("halblegale" Alternative): der ungeeignete Vertrag, wenn es der länger bestehende ist, wird zur nächsten Hauptfälligkeit gekündigt. Der bessere, obwohl der kürzer bestehende läuft einfach weiter. Halblegal - weil eine Doppelversicherung anzeigepflichtig ist, d.h. diese Phase der Doppelversicherung sollte nun nicht 2 Jahre oder so sein sondern höchsten einige Monate.

Das gilt für die private Haftpflicht.

In der Hausrat gibt es keine Doppelversicherung. Es wurde ja kein Hausrat komplett aufgelöst.

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@DerHans

Oh Hans !
also manchmal …….

Es geht an dieser Stelle doch nicht um das „auflösen“, sondern um das „zusammenlegen“ des Hausrates

In der Schadensversicherung gibt es verschiedene Situationen bei denen es zur Mehrfachversicherung – weiter MFV- kommen kann.

Ein Auslöser für die MFV ist oft die Zusammenlegung von Wohnungen, bzw. deren Hausrat. Dabei kommt es gerne zur ÜBERVERSICHERUNG. - §74 VVG ; Eine Überversicherung liegt vor, sobald die Versicherungssumme, den Versicherungswert erheblich übersteigt- an dieser Stelle geht man üblicherweise von 10% aus

Auf eine Überversicherung ist man nach Kenntnisnahme verpflichtet zu reagieren. Eine Anzeige darüber ist den VR unverzüglich abzugeben.

Danach haben die Versicherungsnehmer verschiedene Möglichkeiten - §79 VVG Abs 1.

1) Stornierung des später abgeschlossenen Vertrages (=übliches vorgehen = Sonderkündigungsrecht!)
2) Minderung der Versicherungssummen und Prämien.

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Wenn zwei Leute zusammen ziehen, heißt das ja nicht, dass ein Haushalt komplett aufgelöst wird. Das ergibt also kein Sonderkündigungsrecht.

es können durchaus auch zwei Hausratversicherungen parallel geführt werden. Man muss nur die geänderte Anschrift mitteilen und evtl die Vers.-Summen anpassen.

Bis zum regulären Kündigungstermin laufen dann die Versicherungen parallel und leisten auch anteilsmäßig.

Es handelt sich um einen einzigen Haushalt, welcher in zwei verschiedenen Verträgen versichert wäre. Da hier das selbe Interesse bei unterschiedlichen VRs gegen dieselben Gefahren versichert ist liegt selbstverständlich eine Doppelversicherung vor, welche anzeigepflichtig ist und ein Sonderkündigungsrecht für den jüngeren Vertrag ergibt. 

Ich versichere doch nicht 50% meines Hausrats bei dem einen 50% bei dem anderen Versicherer um mich dann im Schadenfall mit zwei Versicherern auseinandersetzen zu müssen. 

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@NamenSindSchwer

Es ist aber so wie ich es in MEINER Antwort geschrieben habe. keine Gesellschaft MUSS den Vertrag vorzeitig lösen.

Die Gesamtsumme muss natürlich angepasst werden.

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@DerHans

Natürlich muss bei einer SonderKÜNDIGUNG die Gesellschaft welcher der jüngere Vertrag gehört den Vertrag aufheben...

Auch die Versicherungssumme kann angepasst werden. Die Wahl hat allerdings der VERSICHERUNGSNEHMER. 

Den VR musst du mir mal zeigen, der bei einem Zusammenzug den Vertrag nicht aufhebt, wenn er nicht die älteren Rechte hat. Das war vielleicht mal in den 60ern der Fall...

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@NamenSindSchwer

Wie es in der Praxis gehandhabt wird, ist eine ganz andere Sache.

Ein Makler wird das natürlich handhaben können

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@DerHans

Und nun erklär mir doch noch, warum laut deiner Aussage bei einer PHV die Kündigung möglich sein soll und in der VHV nicht bzw. dort nur nach "Kulanz"...

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@NamenSindSchwer

Bei der PHV ist es ja das GLEICHE Risiko, das gedeckt ist.

In der Hausrat wird ja eben genau NICHT der eine Hausrat aufgelöst.

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@DerHans

Genau andersrum wird ein Schuh draus. Wenns in der PHV zwei Single Tarife waren dann ist in der Tat nicht das gleiche Risiko versichert, weil hier Versicherungsschutz für eine konkrete Person geboten wird. 

In der Hausrat hingegen sind versicherte Sachen die Dinge, die dem VN zur privaten Nutzung im Haushalt dienen. Und das ist nach einem Zusammenzug der Hausrat von beiden Parteien. Eben genau WEIL nicht der eine Hausstand komplett aufgelöst wird. Dadurch sind zwangläufig in beiden Verträgen die selben Sachen gegen die selben Gefahren versichert--->Doppelversicherung

Dass keine Kündigung wegen Risikofortfalls funktioniert, wie es bei der Auflösung eines der Hausstände möglich wäre, bestreitet keiner. Drauf will auch keiner hinaus. 

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@DerHans

"keine Gesellschaft MUSS den Vertrag vorzeitig lösen."

Unsinn, Sie Wunderexperte, ich empfehle VVG § 79 (1)

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