Welche Hauptaufgabe haben die Gewerkschaften?

7 Antworten

Heute: Gewerkschaften haben die Aufgabe, dem Arbeitnehmer vorzugaukeln, er habe eine Vertretung.  Dafür lassen sie sich dann von den Arbeitgebern aushalten, in Puffs einladen, rauschende Feste feiern ... oder - meistens - sie zahlen sich selbst großzügige Gehälter und stopfen sich selbst die Taschen voll; bevorzugt mit den Mitgliederbeiträgen der Arbeitnehmer.

Währenddessen feiern sie "selbst errungene Lohnsteigerungen" für ihre Mitglieder, die unterhalb der Inflationsgrenze liegen; faktisch also nur "geringere Lohnkürzungen" sind. Dabei schreien sie so laut, dass der naive Arbeitnehmer zunächst wirklich glaubt, die Gewerkschaft habe irgendwas für ihn getan.

Allerdings stimmt das nicht: Deutschland ist binnen 20 Jahren vom "Hochlohn-Land" zum "Land der Billig-Löhner" durchgereicht worden. Das war nur möglich, weil die Gewerkschaften ihre Mitglieder belogen und diese ihnen glaubten....

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Früher: Es gab mal Zeiten, da waren Gewerkschaften das Gegengewicht zu den "Arbeitgeber-Lobbys". Es waren also die "Lobbys für Arbeitnehmer". Sie handelten Rechte für die Arbeitnehmer aus. Sie erzwangen den Samstag als freien Tag; sie erzwangen die Arbeitgeberanteile beim Lohn; sie erzwangen den "gesetzlichen Mindesturlaub"; sie erzwangen ... nun, vieles, von dem du heute noch profitierst (oder nicht mehr profitierst, weil sie, dank schwacher Gewerkschaften, fast flächendeckend wieder abgeschafft wurden: wie etwa Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld).

Das war aber spätestens vorbei, als sie ihren "politischen Arm" (namentlich die SPD) endgültig verloren und niemanden mehr hatten, an den sie sich wenden könnten. Es gäbe zwar noch die Linken, aber die tauchten erst auf, als die Gewerkschaften bereits völlig korrumpiert waren. 

Und wenn es doch mal einen "standhaften Gewerkschaftsführer" gibt (s. "Weselsky"), dann heult der (von ihm direkt oder indirekt vertretene) Pöbel mittlerweile sogar noch lauter als die Arbeitgeber gegen die Gewerkschaften auf...

Hauptaufgabe der Gewerkschaften ist die Wahrnehmung und Durchsetzung der wirtschaftlichen und sozialen Belange der sogenannten Arbeitnehmer. dies geschieht über Tarifverträge, die mit den Arbeitgebern ausgehandelt werden. Dies geschieht durch Tarifgespräche als auch Streiks, je nachdem, wie kompromißbereit die Arbeitgeber einerseits, die Kampfbereitschaft der Lohnabhängigen andererseits ist.

Die deutschen Einzelgewerkschaften, sowie deren Dachverband der DGB sind völlig systemangepaßt, scheuen daher in Tarifauseinandersetzungen Streiks, die sie möglichst meiden. Wenn diese unumgänglich sind, weil die Vertreter des Kapitals völlig unnachgiebig sind, dann beschränken sich die Einzelgewerkschaften auf bloße Warnstreiks, die sie nur punktuell und nur sehr kurzfristig einsetzen, so dass deren Wirkung stets sehr klein ausfällt. Das ist auch so beabsichtigt, denn die Gewerschaftsführung ist allesamt in der SPD als Parteimitglied organisiert. Von einer solchen Gewerkschaft, die man fast schon als eine gelbe bezeichnen kann, ist natürlich nichts zu erwarten, denn die haben ihren Burgfrieden mit dem Kapitalismus geschlossen, stehen finanziell sehr gut da, diese Arbeiteraristokraten, die es versthen, ihre eigenen Taschen vollzustopfen. Und weil das so ist, haben wir es bei der Gewerkschaft mit einem korrupten Haufen zu tun, bloßen Postenjägern, die überall ihre Flossen im spiel haben wollen, so z.B. nur ja rein in den Aufsichtsrat usw. Folglich herrscht bloßer Opportunismus und Sozialdemokratismus vor.

In Österreich und in der Schweiz sind die dsbzgl. Verhältnisse sehr ähnlich!

Nach Heinz J. Bontrup, diese:


Auf Basis einer für den ADGB (allg. dt. Gewerkschaftsbund) von Fritz Naphtali 1928 zum ersten Mal vorgelegten, wirtschaftsdemokratischen Konzeption verabschiedete der in München 1949 gegründete DGB in seinem Grundsatzprogramm (…) wirtschafts-demokratische Forderungen als zukünftige ordnungspolitischen Rahmen für die gesamte Wirtschaft in Westdeutschland (die weiterhin nicht erreicht werden):

-„Eine Wirtschaftspolitik, die unter Wahrung der Würde freier Menschen die volle Beschäftigung aller Arbeitswilligen, den zweckmässigen Einsatz aller volkswirtschaftlichen Produktivkräfte und die Deckung des volkswirtschaftlichen Bedarfs, sichert.

- Mitbestimmung der organisierten Arbeitnehmer in allen personellen, wirtschaftlichen und sozialen Fragen, in der Wirtschaftsführung und Wirtschaftsgestaltung.

- Überführung der Schlüsselindustrien in Genossenschaftseigentum, insbesondere des Bergbaus,der Eisen – und Stahlindustrie, der Grosschemie, der Energiewirtschaft,der wichtigsten Verkehrseinrichtungen und der Kreditinstitute.

- Soziale Gerechtigkeit durch angemessenen Beschäftigung aller Werktätigen am volkswirtschaftlichen Gesamtertrag und Gewährung eines ausreichenden Lebensunterhaltes für infolge Alter, Invalidität, oder Krankheit oder Nichtarbeitsfähigen. Eine solche wirtschaftspolitische Willensbildung verlangt eine zentrale wirtschaftliche Planung, damit nicht private Selbstsucht über die Notwendigkeiten der Gesamtwirtschaft triumphieren.“


(aus: Heinz.-J. Bontrup, „Wirtschaftsdemokratie als Alternative zum Kapitalismus“, 2014, in „Alternative Wirtschaftspolitik“, BdWi-Verlag)

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