Welche Gründe könnten Menschen haben, sich so einen Mythos auszudenken?

7 Antworten

Kleine Kinder stellen viele Fragen, und es bedarf kindgerechter Antworten, ggf. auch Märchen. Wahrscheinlich war das schon in der Frühzeit der Menschheit so. Und auch damals wird es viele Menschen gegeben haben, die zwar erwachsen waren, aber immer noch einen sehr kindlichen Verstand hatten.

Verstärkt wird das alles durch einen sehr starken Mangel an Kenntnissen über natürliche Zusammenhänge. Und wo Einzelne plötzlich den Zusammhang zwischen Märchenerzählung und Vorteilserlangung erkennen, wird auch schnell eine Branche daraus, im besagten Fall Religon.

Hallo,

Wir Menschen können es an erster Linie nicht akzeptieren das es nur dieses eine Leben gibt und wir danach nicht mehr existieren werden.

Das ist für uns sehr traurig und es ist einfacher zu akzeptieren, wenn wir denken das es weiter gehen muss. Dieses " es muss doch einen Grund oder einen Sinn geben " haben wir uns ausgedacht, weil wir uns so weit entwickelt haben das wir denken wir stehen über alles.

In der Nordischen Mythologie hat man Götter erfunden und denen Opfer gebracht, damit die Ernten gut ausfallen.

Die alten Ägypter haben ganze Pyramiden als Grabmäler erbaut, damit sie im Jenseits weiter herrschen können. Sicherlich hast du auch etwas vom frühchinesichen Kaiser Shihuangdis gehört, der eine ganze Armee aus Ton erbaut hat ( Terrakotta Armee ), damit er im jenseitz ebenfalls weiter herrschen kann.

Diese beiden Herrscher haben sich so sehr an ihre Macht geklammert, dass beide nicht loslassen konnten.

Der Glaube hat Menschen früher geholfen sich an Regeln zu halten. Gutes Verhalten musste belohnt und schlechtes bestraft werden. Da die Macht der Menschen nicht genügt um so eine tadellose Gerechtigkeit anzufechten mussten Götter oder übernatürliche Kräfte her. Denn es musste ja Gerechtigkeit geben. Wie sonst würde man es akzeptieren können wenn jemand ungestraft morden und vergwaltigen würde und man nichts dagegen unternehmen konnte.

Natürlich hat man das früh gemerkt und es zu seinem eigenen Gunsten genutzt. Es kamen unendliche Propheten und Gesandte.

Wie sollte man es erklären das es eine Erde gibt und wie soll Wasser vom Himmel fallen? Wie kommt es das die Sonne unter geht und der Mond zum vorschein kommt. Versetzte dich in die Lage der Menschen, die keine Möglichkeiten hatten der Sache auf den Grund zu gehen.

Die Frage aller Fragen ist nach wie vor, was ist der Sinn des Lebens. Der Sinn des Lebens ist das wir uns diese Frage stellen, das ich diese Zeilen tippe und du diese ließt. Der Sinn des Lebens ist das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Ich möchte es nicht vergeuden auf der Suche nach dem Sinn des Leben, wenn der Sinn des Lebens das Leben selbst ist.

Solche Mythen entstehen nicht darauf, dass sie jemand erfunden hat, sondern weil damals Dinge passiert, die man sich nicht anders erklären konnte als mit Geisterwesen u.ä.

Das können Dinge sein, die für uns heute vollkommen logisch erklärbar sind, z.B. Kometen.

... und ich glaube, dass, wenn auch nicht alles so der Wahrheit entspricht, zumindest immer ein kleines oder ein größeres Körnchen Wahrheit in solchen Mythen steckt.

Ob wir das je erfahren?!

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Geister und Götter haben sich zur gleichen Zeit mit der neuen, an Worte gebundenen Sprache aus der Angst vor dem Unbekannten entwickelt. Geister, Götter und unserer Sprache entstanden als der Mensch den Umgang mit dem Feuer erlernte. Bevor die Menschen mit dem Feuer umgehen konnten, hatten sie eine vollkommen andere Sprache. Als Tiere unter Tieren haben sich unsere Vorfahren ganz ähnlich wie Schimpansen mit Körpersprache, Gesten und Blicken verständigt. Forscher haben 80 verschiedene Gesten der Schimpansen entschlüsselt. Sie haben ganz sicher noch sehr viel mehr Gesten und einen viel größeren "Wortschatz". Nur konnte man bis heute noch nicht mehr entschlüsseln.

Am Feuer hat diese alte Sprache aber nicht mehr funktioniert. In der Dunkelheit und im Flackerlicht der Flammen war sie nicht eindeutig zu sehen, es gab Konflikte und Gewalt wenn jemand falsch reagierte, weil er die Gesten nicht sehen konnte. Da konnte der Chef der Sippe noch so drohend schauen, im Flackerlicht des Feuers war das einfach nicht zu sehen. Deshalb musste etwas Neues her und das war unsere an Worte gebundene Sprache.

Mit dieser neuen Sprache konnten unsere Vorfahren zum ersten Mal ihre Angst teilen und beschreiben was sie fühlen. Das war zuvor nicht möglich. Mit Körpersprache kann man keine Geschichten erzählen. Man kann sich auch nicht auf die Vergangenheit oder die Zukunft beziehen. Die Angst vor dem Unbekannten, vor dem was da in der Dunkelheit sein konnte, war vorher unbestimmt und unbeschrieben.

Mit der neuen Sprache, mit den Worten die aus Lauten gebildet wurden, änderte sich alles. Jetzt wurden Phantasiegestalten beschrieben, die es gar nicht gab. Sie existierten nur in den Köpfen unserer Vorfahren. Zum ersten mal konnten sie die Angst vor dem Unbekannten mit jemandem teilen. Wer gut mit Worten umgehen konnte, der konnte sogar das eigene Bild das er im Kopf hatte, eins zu eins in den Kopf seines Gesprächspartners transportieren und dort die gleiche Angst erzeugen. Wer das am Besten konnte, der erlangte mit der Zeit Macht über die Sippe. Die Religion war geboren und ihr Gebrauch hat sich bis heute nicht geändert. Sie ist noch immer ein Werkzeug, mit dem man andere unterdrücken und in seinem Sinne leiten kann.

Nach der Sprachverwirrung verbreiteten sich die Menschen über die ganze Erde. Weil sie denkende Wesen sind, haben sie sich natürlich gefragt, wie sie selbst und das alles um sie herum entstanden sein könnte. Irgendwer kam dann vermutlich mit irgendeiner Idee daher, die andere wiederum toll fanden. Eine gemeinsame Weltsicht schweißt eine Gemeinschaft zusammen.

Irgendwann stieß man auf andere Völker, die andere Ansichten vertraten, und schon war es ein "Wir gegen Sie".

Irgendwelche Weltsichten sind also nicht maßgebend. Sie führen nur zu Zwist und Streit. Wir sollten also nach der Wahrheit streben.

(Johannes 4:24) Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn mit Geist und Wahrheit anbeten.“

(Johannes 8:31, 32) Jesus wandte sich nun an die Juden, die zum Glauben an ihn gekommen waren: „Wenn ihr bei dem bleibt, was ich euch gesagt habe, dann seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch frei machen.“

Du beantwortet eine Frage nach Mythen mit Versen aus einem Buch voller Legenden und Mythen mit einer Legende, sehr schönes Beispiel!

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@joerosac

Nein. Dass die Bibel ein Buch voller Mythen ist, hat man dir erzählt. Das ist jedoch nicht wahr. Vergleiche mal die Schöpfungsmythen mit dem Schöpfungsbericht der Bibel - du wirst einen eklatanten Unterschied feststellen.

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@mengenstrom

Ich habe es da eher mit der Astrophysik, und inzwischen wurde festgestellt, daß schon der allererste Vers der Bibel eindeutig falsch ist, so wie die Verse die danach kommen. Eben danach hat der FS auch gefragt, wie ist so etwas entstanden? Gott schweigt. Schon immer. Ihr seid es doch die Gott unterstellen, etwas gesagt zu haben! Immer noch haltet Ihr an dieser Legende fest und versucht sogar, sie zu beweisen! Eure Schöpfungsgeschichte ist auch ein Mythos. Ein "Bericht" ist etwas anderes. Euer "Schöpfungsbericht" "Gott schuf also den Menschen als sein Abbild" ist Gotteslästerung.

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Bei einer Frage nach der Erfindung der Mythen antwortest du mit erfundenen Mythen. Das ist weder logisch noch durchdacht.

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@Fuchssprung

Eine eingehende Prüfung ergibt, dass es sich um Berichte handelt, nicht um Mythen. Als Beispiel könnte eine mythologische Entstehungsgeschichte der Indianer dienen:

Einige Völker glauben, dass das Leben aus dem Schoß der Mutter Erde entstanden ist. Wieder andere berichten von heldenhaften Zwillingen, die die Erde von Ungeheuern befreiten. Wieder andere Indianerkulturen erzählen, dass das Leben aus dem Wasser sich entwickelte, in dem Wasserwesen Schlamm aus der Tiefe herhochholten aus dem die Erde entstand. Im Nordwesten glaubten die Stämme, dass die Erde aus einem gefallenen Riesen entstanden ist. In den Erzählungen aus dem Südwesten geht hervor, dass der Mensch durch vier oder fünf Welten klettern mußte bevor er geboren wurde und nach dem Tode wieder zu diesen zurückkehrte.

Das sind Mythen. Nicht jedoch der Bericht, den die Bibel über die Schöpfung enthält; er unterscheidet sich völlig von dem soeben angeführten.

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@mengenstrom

Das war kein Wunsch und schon gar kein "frommer" Wunsch, sondern eine Aufforderung.

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