Welche Gründe gibts für Unterhaltsentzug?

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6 Antworten

Euer Sohn befindet sich weder nicht in der Schule noch in einer Ausbildung. Beides sind aber die Vorraussetzung für Unterhalt für Volljährige. Ändert sich das, bist auch du barunterhaltspflichtig, weil bei Volljährigen der Betreuungsunterhalt entfällt. Der Vater braucht zur Zeit nichts zu zahlen

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Theoretisch hat euer Sohn momentan keinen Unterhaltsanspruch an euch.

Hätte er einen, müsste er diesen selbst geltend machen.

  • Ab der Volljährigkeit wären bei einem Unterhaltsanspruch beide Eltern barunterhaltspflichtig. 
  • Auch wenn du dann deinen Anteil in Form von Verpflegung und Unterkunft leisten könntest statt als Bargeld, müsste der "Geldwert" dieser Leistungen ermittelt werden, da sich der Anteil des Vaters am Gesamtunterhalt um deinen Anteil verringert.....

Würde dem Sohn Unterhalt gewährt, wäre er im Gegenzug dann verpflichtet, seine Schule/Ausbildung schnellst- und bestmöglich zu absolvieren und über seine erbrachten Leistungen regelmäßig Rechenschaft abzulegen - käme er dieser Verpflichtung dann nicht nach, würde sein Unterhaltsanspruch dadurch ggf. "verwirken".

Der Rat des Psychologen ist, er soll sich mit seinem Vater auseinandersetzen, das ist aber alles andere als einfach.

Je länger der Sohn "in Watte gepackt" wird, desto länger wird seine Unselbständigkeit andauern. 

Der Vater 

  • verlangt vom Sohn momentan nur das, wozu der Sohn eigentlich verpflichtet ist: seinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten oder zumindest über seine Bemühungen Auskunft zu erteilen
  • bzw. zahlt freiwillig Unterhalt und erwartet, dass der Sohn sich zumindest daran beteiligt....

Vielleicht braucht der Sohn gerade diesen "Schubs", um selbst auf die Beine zu kommen.....

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Ich denke, bis 25 ist er unterhaltspflichtig, solange keine Ausbildung beendet wurde. Der Druck des Vaters ist natürlich in dieser Situation absolut kontraproduktiv und verschlimmert alles nur noch.

Was an Auseinandersetzung empfiehlt der Psychologe denn? Wäre es denn eine Möglichkeit, den Vater mal mit zu einem Gespräch zu dem Psychologen zu bringen?

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Kommentar von Tini39l
21.02.2016, 18:09

Auseinandersetzung soll in seinem Fall heißen, dass mein Sohn versuchen soll, sich zu wehren und seinem Vater dahingehend Grenzen zu setzen, wie weit er bei ihm (Sohn) gehen kann. Da sein Vater sehr dominant ist, ist das sehr schwierig. 

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Ab 18 gibt's unterhalt in Ausbildung oder Schule. Auch wenn er Probleme hat muss er sich bemühen eine Ausbildung zu machen oder mir Hilfe einer Organisation wo der Druck nicht zu groß ist aber eigentlich muss er derzeit kein Unterhalt leisten.

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Es gibt ganz klare, gesetzliche Vorgaben dafür, inwiefern ein Elternteil unterhaltspflichtig ist und bleibt (auch bei volljährigen Kindern). Das kann sein Vater nicht nach eigenem Gutdünken entscheiden....notfalls muß man den Unterhalt einklagen, wenn "herr Papa" meint, sich über das Gesetz stellen zu können......

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Kommentar von Tini39l
21.02.2016, 20:22

Mein Sohn müsste dann selbst zum Rechtsanwalt. Das würde er niemals tun. Wenn sein Vater so rücksichtsvoll waere, wie sein Sohn ist.

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