Welche großen Bäume kann man sinnvoll in Deutschland einpflanzen?

9 Antworten

Sinnvoll? Im Garten? Große Bäume? Das ergibt alles keinen Sinn. Zumindest gehe ich mal davon aus, dass es sich um einen Garten handelt, der zu einem Reihenhaus gehört und der Garten nicht im "freien Gelände" liegt, also nicht riesig groß ist und keinerlei Nachbargärten vorhanden sind, die nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich wohne in einer Reihenhaussiedlung und habe einen Grundstück von ca. 700 qm. Ähnlich sind die Grundstücke zur Linken und zur Rechten. Die Siedlung ist Ende der 1960iger Jahre erstellt worden und alle Nachbarn hatten unterschiedliche Ideen, wie denn die Bepflanzung des Gartens auszusehen hat. Als wir dort Mitte der 80iger eingezogen sind, haben wir zuerst am Ende unseres Grundstücks die 5 ca. 10 Meter hohen Fichten gerodet, da diese bis zum Mittag die Sonneneinstrahlung auf einen großen Teil der Fläche verhinderten und zum anderen auch noch grottig aussahen. Bei einigen Nachbarn sind es inzwischen 15 Meter und mehr hohe Bäume geworden, die Häuser haben kein Licht in den Gärten und die Nachbarn ärgern sich über den Schatten und den Schmutz den diese Bäume machen und hinzu kommt noch die Angst, dass bei einem Unwetter ein solch hoher Baum oder Teile davon auf das Haus fallen könnte. Die Unwetter werden ja immer heftiger. Es herrscht wirklich keine gute Stimmung zwischen den Betroffenen. Wir haben dann 1989 mittig auf dem Grundstück einen Kirschbaum gepflanzt, der allerdings in unseren Augen zwar als Schattenspender und Befestigung für eine Hängematte gute Dienste leistet, aber auch unseren Nachbarn und uns viel Sicht wegnimmt und daher von mir alle 2 - 3 Jahre recht kurz gehalten wird. Leider kommen seine dicken Wurzeln nun immer mehr aus dem Rasen raus und unser Rasenmäher "freut" sich bei jeden Treffen riesig. Gleiches gilt für einen sich selbst gepflanzten Ahorn, den ich sehr kurz halte. Den kann man schneiden wie man will, der wächst wie Unkraut. Da muss ich jährlich dran. Der dritte Baum im Garten ist eine Zierpflaume. Sehr schönes Gewächs. Stammt noch von der Erstbepflanzung des Gartens, steht direkt an der Grundstückgrenze und spendet viel Schatten, hat schöne Blüten, viel rotes Laub und muss ebenfalls immer wieder gestutzt werden. Alle drei verunreinigen die Rasenfläche im Herbst mit Laub, das mehrmals entfernt werden muss. Bei unseren meisten Nachbarn kann man nun im Garten Bäume sehen, auf den jeder Wald stolz sein kann. Aber ob diese Bäume nun in einen Garten gehören, dass möchte ich stark anzweifeln. Ein Nachbar hatte seinen Garten mit einem Mammutbaum bepflanzt. Nach 25 Jahren war er den Dreck und diese Höhe des Baumes satt. Der Baum ist tot, viel im Morgenrot. Nun hält er seine Pflanzen klein und stutz alles so runter, dass es nicht über 2 m geht. Er hat viel weniger Arbeit und immer Licht in seinem Garten. Sieht gut aus. Große Bäume bringen im Herbst und im Frühjahr viel Dreck und Arbeit und leider auch nicht immer freundlich gesinnte Nachbarn. Also, überlege es dir gut, mit dem großen Baum. Selbst Hecken und Sträucher machen viel Arbeit, wenn sie nicht gepflegt und gekürzt werden. Lass dich von einem Fachmann (Gärtnerei, Baumschule) dahingehend beraten, welche Gewächse für die Region und für die Größe deines Gartens passend sind, denn was am Anfang schön aussieht, kann, in die Jahre gekommen, ganz schön nerven. Und das Laub und die Samen in und auf Dächern, Dachrinnen und Rasen der Nachbarn und bei dir, können eine teure und pflegeintensive Angelegenheit werden. Ich will dir das mit dem Baum nicht vermiesen, es ist deine Entscheidung, aber überlege gut. Wenn es ein Obstbaum wird, dann frage nach einer für deine Region typischen Sorte. Der Baum muss sich bei euch wohl fühlen. Viel Erfolg.

Der Baum der Deutschen ist tatsächlich nicht die Eiche. Es sei denn, es handelt sich um einen dieser speziellen Germanischen Stämme, denen unterstellt werden darf, Grundlage für so sinnige Zeiten wie Biedermeier und Nazi-Zeit zu sein. 

Es hat schon mancher Gegend massiv geschadet, wenn ausländische Tiere und Pflanzen in die Natur verbracht werden. Oft fällt uns kleinen Menschen der tatsächliche Schaden erst nach sehr langer Zeit auf. Dann ist es gerne mal zu spät. Bzw. es kostet massenweise Zeit und Geld nebst vielen anderen Dingen, den angerichteten Schaden einigermaßen zu beheben. 

Deine Frage kann nicht einfach mal so beantwortet werden. Es kommt auf die Gegend an, auf die Bodenbeschaffenheit, das vorhandene Habitat. Zudem ist erst mal zu überlegen, welchen Nutzen Du daraus ziehen willst. 

Ein Obstbaum kann durchaus sehr viel Freude machen. Und wenn es Dir die Mühe wert ist und Du mal ein wenig ausführlich recherchierst, dann besorgst Du Dir eine alte Sorte des bervorzugten Obstes. Manche Ernte kann einen glattweg von den Socken hauen, so lecker ist sie. 

Ich würde beim NABU nachfragen. Also einfach mal schauen, wo die nächste Ortsgruppe ist. 

Wie Kuppelwieser bereits schrieb, Eiche und Linde; gut geeignet wären zudem Kastanie, von den Ahornarten am ehesten der Bergahorn, auch Esche, Buche (werden für Gärten aber häufig zu groß). Von unseren Nadelbäumen wäre die Tanne geeignet.

Wenn es eine Nummer kleiner sein darf - hier wären eine Vielzahl ökologisch wertvoller Weiden- und Erlenarten (z. B. Grün-, Grauerle) zu nennen. Sofern du mischen magst, vielleicht Birke, Walnuss, unbedingt jedoch Obstbäume!

Mein ganz persönlicher Favorit: Eberesche!!

Ich gehe mal davon aus, dass du den "Designerkrampf" nicht haben, sondern dich auf heimische Gehölze beschränken willst. Dann wäre noch auf die Fülle an Straucharten (ggf. als Unterbau) hinzuweisen: Weißdorn, Holunder, Hasel, Geißblatt...  LG.

Eiche, Buche, Ulme so die Klassiker.
Japanischer Ahorn geht ebenso, wie Trompetenbaum.

Erle, gewöhnlichen Ahorn, Birken brauchst nicht pflanzen, die Samen fliegen Dir ohnehin zu.

"Große Bäume" sollte man überhaupt nicht mehr verpflanzen. Bei Neuanpflanzung sollte die Wuchshöhe 2m nicht überschreiten - dabei aber auch auf Grenz- und Hausabstand achten, denn die Baumkronen werden meist groß.

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