Welche Gitarre für was?

3 Antworten

Für die erste Gitarre sollte man mindestens 200€ ausgeben. Besser ist ab 300 - 400€, denn dann deckt die schon mittlere Ansprüche ab, wenn sich herausstellt, dass man länger am Ball bleibt.

Als Anfänger sollte man um Gitarren mit Tremolosystem einen großen Bogen machen. Damit hat man anfangs nur Probleme. Das macht das Stimmen schwieriger, das Abdämpfen der Saiten ist schwieriger (oder wichtiger (wie man´s nimmt)) und unter 500€ gibt es nur wenige Tremolos die wirklich stimmstabil sind. 

Auch um Gitarren mit V-Form sollte man einen Bogen machen, weil sich die sehr schlecht im Sitzen spielen lassen. 

Und Humbuckertonabnehmer wären gut, wenn du Rock spielen willst. Single Coils brummen gerne bei Verzerrung.

Für alles weitere musst du aber selber herausfinden, was dir liegt. Es bringt wenig dir zu sagen, nehme Gitarre XY weil ich sie auch habe und sie mag. Denn jeder hat andere Ansprüche. Der eine steht vielleicht auf Les Pauls, weil die so fett klingen, der andere mag sie aber nicht, weil der Hals zu dick ist und Les Pauls kantige Klötze sind. Geh also in den Laden und teste alles was irgendwie im preislichen Rahmen liegt an.

PS: Und lass dir bloß von niemandem einreden, das man erst Akustikgitarre spielen müsse, bevor man auf E-Gitarre ,,umsteigen kann". Das ist nämlich definitiv nicht der Fall.

https://youtube.com/watch?v=NUpeyQCL_ao

Guten Morgen! 

Es ist definitiv kein "Muss", erst Akustik zu lernen. Auch wenn oftmals etwas anderes behauptet wird. Ich war 10,11 Jahre alt, und wollte schon damals unbedingt E-Gitarre lernen. Meine Eltern erkundigten sich. Ich bekam eine klassische Gitarre. Der Händler habe gesagt, ohne, würde ich nie E-Gitarre lernen können. Schwachsinn!!! 

Jedenfalls staubte die Klampfe in der Ecke ein. Es war einfach nicht das, was ich wollte. Der Wunsch, irgendwann doch noch mal E-Gitarre zu lernen blieb. Nachdem meine Mutter 2007 starb, brauchte ich eine Beschäftigung. Ich kaufte mir meine erste E-Gitarre, mit schon 24. Jeden den ich fragte, meinte, es sei zu spät. Doch ich wollte es.

Meine erste Klampfe war ein Blindkauf, über das Internet. Eine 99 € E-Gitarre. Diese hat, glaube ich, zwei oder drei Unterrichtsstunden überlebt. Ab da, war irgendwas immer mit. 

Ein Kumpel von mir, lieh mir seine Yamaha Pacifica. Irgendwann kaufte ich mir die Gitarre auch noch mal selber. Diese Gitarre, hat mich fast ganze 3 Jahre durch den Unterricht begleitet. Heute, 10 Jahre später funktioniert sie noch immer. Da ich mittlerweile selber Unterrichte, meine Schüler auch gerne mal mit einer No Name Gitte ankommen, zeige ich, mithilfe der Yamaha, dass was eine gute Einsteigergitarre ausmacht. 

Der Markt bietet zu viel, um dir das Instrument zu empfehlen, welches für dich am besten ist. Geh in ein Fachgeschäft, lass dich beraten, dir das Instrument zeigen und vergleiche die Preise. 

Also viele sagen man sollte mit ner Akustikgitarre anfangen, hab ich jetzt aber nicht gemacht. Ich persönlich würde eher zur E-Gitarre tendieren, wenn du Rock spielen willst. Wenn man außerdem nicht viel Geld hat, dann lohnt es sich nicht erst ne Akustik und dann ne E-Gitarre zu kaufen. Abgesehen davon hat man eigentlich mit ner E-Gitarre mehr Möglichkeiten.  

Vielleicht ist das hier hilfreich:

https://www.dawsons.co.uk/blog/electric-guitar-buying-guide

Man muss als erstes gucken, welches Budget hat. Ich würde in den Laden gehen, ein paar Gitarren ausprobieren, die die sich am besten anhört, spielt und am besten aussieht nehmen. Man kann sich natürlich auch daran orientieren, was die Lieblingsmusiker gespielt haben, das ist aber eher zweitrangig, die Gitarre soll ja zu einem selbst passen. Wenn man dann noch Rock spielen will, wäre ein Humbucker empfehlenswert. Kurt Cobain hatte ja auch z.B. immer Gitarren mit nem Humbucker als Bridgepickup. 

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