Welche Geburtsart würdet ihr empfehlen bzw. Hattet ihr?

Das Ergebnis basiert auf 15 Abstimmungen

Normale Geburt 60%
Wasser Geburt 20%
Andere Geburt 20%
Hocker Geburt 0%

5 Antworten

Normale Geburt

Ich habe mich bei beiden meiner Kinder für die Normale Geburt entschieden. Also die Spontane Geburt. Ich wollte weder eine PDA noch einen Kaiserschnitt aus dem Grund, weil ich alles genau spüren und erleben wollte. (wäre es nicht anders gegangen, hätte ich natürlich auch einen KS bekommen) Und es war halb so schlimm, wie ich immer gedacht habe. Ich habe nicht mal schreien müssen oder die Kontrolle verloren und meinem Mann die Hände zerquetscht.

Von meiner Freundin weiß ich, dass ein Kaiserschnitt ist, als habe man dir das Kind einfach rausgenommen. Sie litt sehr unter diesem verloren gegangenem Geburtsmoment. Dieser Moment, wenn du dein Baby nach dem Schmerz das erste Mal in den Armen hältst ist unbeschreiblich. Sie beschrieb das Gefühl so, als wäre sie sich nicht sicher gewesen, dass es ihr Kind war. Sie durfte es aber auch nur kurz sehen und dann war es schon wieder weg zum wiegen, messen ect. Bis heute ist die Bindung zwischen ihr und ihren Kindern weniger innig. Sie kuschelt nicht gerne mit ihnen.

Ich wollte von der Schwangerschaft und der Geburt einfach alles mitnehmen und spüren. Denn ich habe nicht vor das noch öfter zu erleben. Die erste Geburt war für mich die Hölle. Man hat mich mit Wehen Stundenlang alleine irgendwo liegen lassen. Meinen Mann haben sie weggeschickt nach Hause, weil es wohl noch dauern wird. Dann haben nicht mal sie ihn angerufen. Ich musste mit starken Wehen durch das Krankenhaus in mein Zimmer rennen, um ihn zu informieren per Handy. Dann ließen sie uns da wieder stundenlang liegen. Plötzlich kam eine Hebamme rein und sagte: "Wir versuchen es jetzt mal" Ich lag bereits 8 Stunden in den Wehen. Tja und keine 20 Minuten Später war die Kleine da. Aber da begann erst der Horror. Sie wurde mir nicht auf den Bauch gelegt, weil meine Plazenta sich nicht lösen wollte. Sie haben sie und meinen Mann weggebracht und solange an mir rumgeprokelt, bis das Decksding endlich raus ging. Dann lag ich da eine Stunde lang alleine mit hohem Blutverlust. Ich hatte Durst wie ein Pferd und bekam Panik, weil man mich einfach allein gelassen hat. Als ich dann mal jemanden in die Finger bekam, hat die nur meinen Mann zu mir gebracht und sie wissen nicht, wie es dem Kind geht. Erst als sie fertig waren mit Wiegen, Untersuchen, Baden, Messen ect. habe ich sie endlich mal wiederbekommen. Leider habe ich einen traurigen Start mit meinem Kind gehabt und wollte sie plötzlich gar nicht mehr haben. Ich hatte einen Babyblues alias Wochenbettdepression. Heute bin ich der Meinung, dass dieses "Alleinlassen" und "Kind wegnehmen" der Auslöser dafür war.

Meine Freundin hatte das mit beiden ihren Kindern, da auch beide per Kaiserschnitt geboren wurden.

Bei meinem zweiten war alles so, wie es sein sollte. Ich habe ihn SOFORT auf den Arm gelegt bekommen und man hat mich genießen lassen. Mein Mann neben mir, unser Baby bei uns und es war egal, dass die Nabelschnur noch an der Plazenta hing. Die kam allerdings wieder nur mit Hilfe raus. Aber das war mir in dem Moment egal. Sie haben an mir rumgedrückt, aber ich hatte mein Baby auf dem Arm und habe gar nicht mitbekommen, was da unten passierte. Man hat das Gefühl, als wenn man in einer anderen Ebene schweben würde, wenn man das Erste Mal sein Baby auf dem Arm hat. Ich kann nur empfehlen ein Baby auf dem normalen Weg zu bekommen. Man plagt sich dann auch nicht mit einer schmerzenden Narbe und weiteren Komplikationen herum. Ich hatte keinen Dammschnitt oder Riss und konnte nach 4 Stunden mit meinem Baby nach Hause gehen. Die erste Geburt hat mich allergisch auf Krankenhäuser gemacht... ich wollte sofort nach Hause und das war gut so. Es pendelte sich alles so wunderbar ein. Ganz anders wie bei unserem ersten Kind. Hinzu kam natürlich, dass ich nun wusste, wie es war mit einem Baby. Das erste Kind ist immer das schwierigste, denn da ist man noch unsicher. Übrigens ist das egal ob man da 19 oder 39 Jahre alt ist. Das erste Kind ist IMMER eine besondere Herausforderung. Und ich wünsche jeder Mutter einen solchen Moment, wie den, den ich mit meinem zweiten Kind erlebt habe.

Meine Freundin würde alles geben, um ein Kind auf normalem Wege zu gebären. Jetzt wo sie schon 2 Kinder per Kaiserschnitt bekommen hat, weil es leider sein musste. Aber das ist ja jedem selbst überlassen.

Vielen lieben dank für die Worte :)

Ja den Kaiserschnitt würde ich auch nur im dringenden Notfall machen🙊

0
Normale Geburt

Heutzutage gibt es in jeder Geburtsklinik die verschiedensten Angebote, die du als Gebärende ausprobieren und je nach deinen Vorlieben ganz flexibel nutzen kannst: Geburtshocker, Geburtsschaukel, Sitzball, Wassergeburt, ....! Übrigens stellt man sich manches im Vorhinein ganz toll vor und in der Situation selbst willst du dann nur mehr ins Bett.

Meine beiden Kinder kamen ganz natürlich nach kurzer Zeit mit heftigen, sehr schmerzhaften Wehen, die ich großteils auf einem Sitzball verbrachte, im Bett des Kreiszimmers völlig gesund zur Welt!

Von ausgefallenen Geburtsarten in Geburtshäusern, zu Hause oä würde ich dir eher abraten! Meiner Meinung nach sind das alles Modeerscheinungen, auf die sich manche werdenden Mütter total fixieren und einstellen und dann schwer enttäuscht sind, wenn Komplikationen auftreten und dann in aller Hektik eine Überführung in eine reguläre Geburtsklinik durchgeführt werden und doch ein Notkaiserschnitt in Vollnarkose durchgeführt werden muss!

Wasser Geburt

Ich hatte zwar Kaiserschnitt, aber wir hatten die wassergeburt eigentlich geplant, ich bin auch schon in der Wanne gesessen.. Ist echt total bequem und ich hätte es mir sehr gut vorstellen können

Wasser Geburt

Wassergeburt soll schonend für Mutter und Kind sein, wenn man den Erzählungen glauben darf.

Andere Geburt

Kaiserschnitt. Brutkasten. Wenn meine Mum das so richtig erzählt hat.

Was möchtest Du wissen?