Welche Frequenzweiche ist die Richtige?

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1 Antwort

ja wie "Frequenzweiche"? - Um "fertige" Lautsprecher an einen Verstärker anzuschließen, braucht man keine extra Frequenzweiche. Und in einem "fertigen" Lautsprecher (egal ob aus dem Laden oder selbstgebaut) ist eine Frequenzweiche drin (sofern eine benötigt wird - und wenn letzteres der Fall ist, dann ist die verbaute auch "die richtige" und man sollte schon sehr genau wissen, was man tut bevor man sich da an eine Änderung gibt.)

Edschakind 09.07.2017, 10:30

Nun ja es ist keine Frequenzweiche drinnen!
Ich hab auch keine Ahnung wo mein Vater die Bauanleitung vor 30 Jahren her hatte...

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Peter42 09.07.2017, 11:19
@Edschakind

jo - das habe ich mir schon fast so gedacht. Die Selbstbaudinger haben Piezos als Mittel- und Hochtöner drin, und die kann man tatsächlich "ohne" Frequenzweiche betreiben - so was hat seine Vorteile. Bei anderen Lautsprechersystemen im Mittel- und Hochtonbereich sind Frequenzweichen zwingend erforderlich weil sonst die Belastbarkeit rapide gegen Null geht, aber Piezos sind hierbei eine absolute Ausnahme, die verkraften das problemlos.

Wenn die Teile funktionieren, dann würde ich da auch weiterhin auf den Einbau einer Weiche verzichten. Wenn eins der Piezos nicht mehr laufen sollte, dann würde ich dieses austauschen (die Dinger gibt's auch aktuell noch) und ebenfalls weiterhin auf eine Weiche verzichten.

Und falls diese Lautsprecher - warum auch immer - nun plötzlich für den Rest ihres Lebens doch mit einer Weiche ausgerüstet werden sollen (was aber völlig unnötig und unsinnig ist), dann achte darauf, eine zu verwenden, die extra auf Piezos als Mittel- und Hochtöner ausgelegt ist. Die üblichen Frequenzweichen sind genau dieses nicht und daher nicht ohne weiteres zu gebrauchen.  

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Edschakind 10.07.2017, 19:41

Nun bei bedarf kann ich gerne noch Bilder. In innen nachreichen damit du genau sehen kannst ob es Piezos sind und ich keinen Unsinn mache.

Der pa Verstärker war ein Versuch die bassleistung zu erhöhen ( war nix ) klang gefällt nicht mehr...
Mein Vorhaben war, eben die Bässe von den hoch und mitteltönern zu trennen und  aktiv zu machen da ich die ja nicht Single am Bass Ausgang anschließen kann. Die alten verschrammten braunen leisten gegen neue zu tauschen und evtl. Neue Bassteller zu kaufen da die leider in der Mitte eingedrückt sind ( macht das was aus, das die eingedrückt sind, kann ich die irgendwie zerstörungsfrei wieder raus holen?)

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Peter42 10.07.2017, 20:17
@Edschakind

Das "eingedrückte" Dings nennt sich "Staubschutzkalotte". Wie man versuchen kann, diese wieder "auszubeulen", kann man im Internet googeln. Und sonst kann man die Dinger auch austauschen, für so was gibt's Ersatz (ist aber eine fieselige Arbeit - nix für Grobmotoriker oder Hektiker). Ansonsten ist das primär ein optischer Mangel, dem Klang tut das nicht sonderlich weh. Ausnahme natürlich, wenn die Dinger so stark eingedellt sind, dass sie innen mit der Korbkonstruktion usw. kollidieren - das schnarrt dann ordentlich. 

Soso, "Klang gefällt nicht mehr" - warum? War er "früher" mal besser oder war er noch nie "gut"? "Was gefällt nicht?" - mangelnde Bassleistung ist häufig nur eine andere Beschreibung für "Mitten und Höhen zu laut". Und dagegen kann man bei diesen Lautsprechern leicht was tun. Mach' mal 'nen Test und platziere direkt vor den Hochtönern einen soliden Gegenstand (Buch z.B.), eingewickelt in ein Handtuch o.ä.. Also davor halten (lassen) oder provisorisch davor festbinden o.ä.. Und dann den Klang beurteilen. Mit einem oder gar beiden Hochtönern abgedeckt nimmt die Lautstärke im Hochtonbereich merklich ab (verglichen mit dem unbeeinflussten Bassbereich). Und falls dieser Klang dann "zufriedenstellend" ist, dann klemme das oder die Hochtonpiezo(s) einfach ab - deren Frequenzbereich übernimmt nämlich das Mitteltonhorn ohnehin schon, die beiden Hochtöner sorgen nur für zusätzlichen Dampf..

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Edschakind 10.07.2017, 22:44

Also erst einmal Dankeschön für die sehr zügigen Antworten und die Tipps!

Nun die Höhen und mitten brauche ich ja scheinbar nicht durch eine Frequenzweiche trennen zu müssen, aber...

Die Bässe kann ich doch nicht mit den Höhen und mitten verbunden lassen bei einem 5.1 - 9.2 System, oder macht das Sinn?

Ich vermute mal nein, darum habe ich die Bässe abgenabelt. Jetzt möchte ich aber auch die Bässe zum rumsen bringen und das geht doch vermutlich nur mit aktiven Bässen, oder?

Denkst du ich sollte mal die automatische Kalibrierung machen lassen, das der Verstärker rafft das er mehr Leistung geben muss? Kann er überhaupt mehr Leistung auf die Bass Ausgänge geben, oder braucht der Verstärker einen aktiven subwoofer?

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Peter42 11.07.2017, 19:00
@Edschakind

Wenn der Verstärker von sich aus schon ein "X.1" (oder meinetwegen auch "X.2") System ist, dann sollten die Ausgänge für den/die Subwoofer eh' schon frequenzmäßig beschränkt sein. Oberhalb von (oft einstellbar) etwa 150 - 250 Hz kommt dann nahezu nichts mehr. Und daher ist es dann auch völlig schnuppe, ob die dort angeschlossenen sogenannten Subwoofer mit oder ohne Mittel- oder gar Hochtöner laufen - die fangen nämlich erst bei 1,5 bzw. 4 kHz an zu spielen.

Aber jetzt kommts - bei manchen dieser "X.1"-Verstärker ist nicht nur der Subwooferkanal gefiltert, sondern die restlichen Kanäle auch - denen fehlt der Subwooferanteil. Das muss nicht immer so sein und ich habe keine Ahnung, ob es bei deinem Exemplar auch so ist. Es macht allerdings Sinn, bei angeschlossenen Subwoofern den Bassbereich der anderen Kanäle zu beschränken - und wenn(!) es so ist, dann kann kein Subwoofer an einem dieser Kanäle "wumms" machen - der bekommt nämlich einfach nicht das dafür nötige Signal. 

"Aktive Lautsprecher" sind Lautsprecher, die ihren Verstärker schon eingebaut haben. "Passive Lautsprecher" sind welche, bei denen der Verstärker fehlt, der muss als eigenständiges Gerät zusätzlich dabei (so wie deiner). So, von kleinen Feinheiten mal abgesehen, tun  die sich klanglich nichts. ein aktives System macht nicht mehr (oder weniger) "wumms" als ein passives. Wieviel "wumms" kommt, hängt vom Lautsprecher, seiner Konstruktion und auch dem Verstärker (ob eingebaut oder eigenständiges Gerät) ab. Dein Verstärker ist kräftig genug, der reicht auf jeden Fall. Ich sehe jedenfalls bei diesem Verstärker überhaupt keine Notwendigkeit für einen aktiven Sub.

"Kalibrieren"? - probiere es aus. Wenn diese Kalibrierung "nur" die Lautstärkepegel der ganzen Kanäle zueinander anpasst, dann sorgt das nicht unbedingt für ein anderes Klangbild, aber die räumliche Ortbarkeit mag profitieren - sofern man entsprechend mehrkanalig aufgenommenes Musikmaterial hat. Übliches Musikmaterial hat übrigens nur 2 Kanäle...- da bringt das gar nichts. 

Wenn die Kalibrierung allerdings auch frequenzmäßig arbeitet, dann mag man so manche "klangliche Macke" deutlich glatter ziehen können. Im Einzelfall mag das sogar recht gut klappen. Falls die Kalibrierung jedoch nicht allzu blöd (einfach) funktioniert, dann bleibt allerdings häufig der spektakuläre "wumms" auch danach aus - und zwar "gewollt": entweder die Musikaufnahme hat "wumms" - dann kommt der auch. Oder der "wumms" fehlt in der Aufnahme - und dann phantasiert sie sich garantiert keinen künstlich hin. Eine gute Anlage macht aus einem dünnen Musikstückchen kein opulentes Klangerlebnis - sondern eben ein dünnes Musikstückchen.

Aber wie auch immer - wenn der Verstärker schon die Möglichkeit einer Kalibrierung bietet, dann probiere sie ruhig aus - vielleicht bist du ja mit dem Ergebnis zufrieden.

 

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Edschakind 12.07.2017, 19:40

Ja lieber Peter, deine Antwort(en) haben mir weiter geholfen und dafür bedanke ich mich hiermit recht freundlich!

Vielleicht hast du ja irgendwann mal wieder eine Frage von mir auf dem Schirm, bei der du mir weiterhilfst.

👍🏻

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